"Kein Beinbruch"

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Mehmet Feraim (rechts) zeigte in seinem Kampf seine Klasse im Freistil. Coach Klaus Prestele gratulierte ihm zu seinem Erfolg.

Westendorf – Die Sensation blieb leider aus: Der TSV Westendorf hat bei seinem letzten Vorrundenheimkampf seine erste Niederlage kassiert. Die Ostallgäuer stemmten sich vehement beim 14:16 gegen den Spitzenreiter SV Wacker Burghausen.

WM-Teilnehmer Matthias Maasch bot im Schlusskampf gegen Maximilian Goßner sein ganzes Können auf, um sein Team am Ende auf die Siegerstraße zu bringen. 

„Die Jungs haben sich sehr gut verkauft. Es war wie so oft spannend bis zum Schluss“, sagte TSV-Ringerchef Thomas Stechele nach dem Kampf. „Wir waren ganz nah dran an einer Sensation, um Burghausen ein Bein zu stellen.“ Man könne mit erhobenen Hauptes an die nächsten Aufgaben herangehen. 

Zur Pause führte der Gastgeber mit 10:8. Dank einer taktischen Umstellung konnte der TSV das Duell überhaupt so lange spannend und offen halten. Freistil-Spezialist Mehmet Feraim trat in der Klasse bis 66 Kilogramm, statt im ungeliebten griechisch-römischen Stil bis 61 Kilogramm an. Mit einem Schultersieg beendete er sein Duell gegen Halit Nasif Yilmaz. 

Auch der erst 15-jährige Stefan Joachim wuchs bei seinem Kampf über sich hinaus und konnte ebenfalls vier Mannschaftspunkte gegen Andreas Hohendorf für sein Team einfahren. Einen weiteren Sieg im ersten Durchgang holte noch Zsolt Török gegen Eugen Ponomartschuk. 

Nach der Pause hatte Burghausen das Kampfgeschehen weitestgehend im Griff. Christian Stühle und Christopher Kraemer gewannen jeweils ihre Duelle. Wie schon von Coach Klaus Prestele im Vorfeld prophezeit, wurde es wieder richtig spannend. Die abschließenden Begegnungen in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm gingen allesamt an Burghausen, die damit weiterhin Spitzenreiter in der Südstaffel bleiben. „Wir haben für uns das Bestmögliche herausgeholt“, lobte Vereinschef Georg Steiner zudem das Auftreten der Mannschaft. 

Bei der Pressekonferenz waren die beiden TSV-Trainer Christian Stühle und Klaus Prestele etwas enttäuscht über den Ausgang des Kampfes. „Die Niederlage ist jetzt kein Beinbruch. Wir hätten gerne gewonnen, weil wir eine Siegchance hatten“, so Prestele. Sein Trainerkollege attestierte der Mannschaft eine ordentliche Leistung.

von Stefan Günter

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