Gelungene Bundesliga-Heimpremiere des TSV Westendorf gegen Lübtheen

Starker Auftritt

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Zakarias Tallroth feiert mit den Trainern Klaus Prestele (links) und Bernhard Hofmann seinen Schultersieg.

Westendorf – Gelungene Premiere für die Westendorfer Ringer in der neuen DRB Bundesliga. Zum Auftakt gewannen die Ostallgäuer ihren Heimkampf in der Sparkassenarena im Bürgerhaus Alpenblick mit 21:10 gegen den RV Lübtheen. „Mich hat heute der unbändige Teamgeist der gesamten Mannschaft beeindruckt“, lobt Coach und Zweiter Vorstand Bernhard Hofmann den Auftritt vor eigenem Publikum.

Cheftrainer Klaus Prestele zog in seine Trickkiste, stellte er doch im leichtesten Limit Fatos Durmishi auf. Gegen Alexander Roll tat sich der Finne anfangs schwer, führte zur Pause mit 2:0-Wertungspunkten, ehe der Lübtheener noch auf 3:2 herankam. Doch dann drehte Durmishi mächtig auf und zerlegte sein Gegenüber mit 13:2-Punkten.

Mit Spannung wurde der Auftritt des österreichischen Neuzugangs erwartet. Daniel Gastl trat im Schwergewicht an. Sein Gegner Artur Omarov war sieben Kilogramm leichter als der Inzinger. Nicht nur die Westendorfer, sondern auch seine mitgereisten Fans aus Tirol peitschten ihren „Dani“ nach vorne. Am Ende siegte der WM-Teilnehmer von Paris mit 11:0-Punkten. „Vor dem Kampf war ich schon etwas aufgeregt. Ich wollte ihnen auch was zeigen, was mir, so glaube ich, auch gelungen ist“, so der 24-Jährige in seiner Bilanz. Für Gastl ist der Tscheche kein Unbekannter. „Ich kenne ihn schon länger. Er ist immer ein unangenehmer Gegner.“

Im Limit bis 61 Kilogramm traf DRB-Nationalringer Christopher Kraemer auf den Dänen Anders Nyblom. Erst nach der Pause hatte der Westendorfer seinen Gegner vollends im Griff und gewann verdient das Duell mit 8:0-Punkten.

Angeschlagen ging Christian Stühle bis 98 Kilogramm auf die Matte. Mit Benjamin Opitz stand ihm der zwölf Kilogramm leichtere Lübtheener gegenüber. Obwohl der 27-jährige zur Pause mit 3:2-Wertungspunkten führte, musste er nach einem sehenswerten Angriff verletzungsbedingt aufgeben. Die vier Mannschaftspunkte gingen nach Mecklenburg-Vorpommern. Es sollten die einzigen Punkte, zumindest im ersten Durchgang, bedeuten. Vor der Pause entfachte Mehmed Feraim im Limit bis 66 Kilogramm im freien Stil ein wahres Feuerwerk. Beendete der 24-jährige Bulgare schon die vergangene Wettkampfzeit ohne Niederlage, machte er unaufhörlich weiter. Gegen einen am Ende überforderten Dennis Langner siegte er mit 18:3-Wertungspunkten. Damit führte Westendorf zur Pause mit 13:4-Punkten.

Michael Heiß stand gleich nach Wiederanpfiff auf der Matte. Im Limit bis 86 Kilogramm traf er auf Rajbek Bisultanov. Der Däne schaffte einen 11:2-Punktesieg und für Lübtheen drei weitere Mannschaftszähler.

Danach gab Zakarias Tallroth sein Debüt im Trikot der Westendorfer. Gegen den mehrfachen dänischen Meister Frederik Bjerrehuus gelang dem Schweden nach 3:35 Minuten ein viel­umjubelter Schultersieg. Lennart Wunderlich (80 kg/Freistil) verlor gegen Sebastian Otto mit 0:7-Wertungspunkten.

Beherzt und durch das Publikum ­gepusht gab Simon Einsle bis 75 Kilogramm nur einen Punkt bei seiner 5:7-Niederlage ab und sorgte vor dem letzten Kampf für die vorzeitige Entscheidung.

Denn nach zwei Jahren gab Philipp Heiß im Limit bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil ein fulminantes Comeback, als er den amtierenden deutschen Juniorenmeister von 2017 und DRB-Kaderringer Karan Mosebach mit 17:1 zerlegte. „Wer nach langer Zeit wieder so zurückkommt, das verdient meinen gehörigen Respekt“, sagt Gastl in Richtung Heiß und lobt das einzigartige Publikum. „Die Stimmung und Atmosphäre ist hier voll cool. Ich kenne das von meinem Heimatverein, aber das hier in Westendorf ist schon eine Stufe höher.“

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