Mit Bronze aus NRW zurück

Ringen: Michael Steiner ruft bei Titelkämpfen nicht volles Potential ab

Westendorfer Michael Steiner (blaues Trikot) bei den nationalen Titelkämpfen in Hohenlimburg.
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Zwei von insgesamt vier Kämpfen gewann der Westendorfer Michael Steiner (blaues Trikot) bei den nationalen Titelkämpfen in Hohenlimburg.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
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Westendorf/Hohenlimburg – Licht und Schatten hat es für die beiden einzigen Westendorfer Teilnehmer bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Hohenlimburg (NRW) gegeben. Während Michael Steiner im leichtesten Limit die Bronzemedaille erkämpfte, hatte sein Vereinskollege Niclas Gaa im Limit bis 60 Kilo keine Chance. 

Es war ein verheißungsvoller Start für Michael Steiner, der in der Gewichtsklasse bis 55 Kilo auf die Matte ging. Nicht nur Luca Moosmann (AV Sulgen) bezwang er technisch überlegen (10:2), sondern der Ostallgäuer ließ auch Kutkagan Öztürk (AC Mülheim) beim vorzeitigen 9:0-Sieg keine Chance. Allerdings stand ihm kein geringerer als Georgios Scarpello gegenüber. Noch vor wenigen Wochen stand der Südbadener bei der Junioren-Heim-EM in Dortmund auf der Matte und schied im Viertelfinale vorzeitig aus. Scarpello trainierte überraschenderweise ab und startete im leichtesten Limit. Doch gegen ihn fand Michael Steiner kein Mittel und verlor vorzeitig mit 0:8-Wertungspunkten. In seinem letzten Duell im „Nor­dischen System“, also jeder gegen jeden, führte der Ostallgäuer gegen Luan Lauer (RSV Schuttertal) zwischenzeitlich mit 10:8, verlor den Kampf um die Silbermedaille gegen den Südbadener am Ende jedoch mit 10:19.

Nicht so richtig freuen konnte sich Westendorfs Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner über die Bronzemedaille. „Das war nicht zufriedenstellend.“ Er wisse, dass in Steiner viel mehr Potential stecke. Weil seine Vorbereitung nicht optimal verlaufen sei, konnte der 19-Jährige auch nicht das Maximum aus sich herausholen. „Ich bin jetzt nicht enttäuscht, aber auch nicht zufrieden“, sagte Goßner, der im gleichen Atemzug auf die drei Begegnungen des Westendorfer Neuzugangs blickt.

Schon im Vorfeld hatte der Cheftrainer Niclas Gaa keine allzu großen Chancen eingeräumt. So kam es wie vorhergesehen in der Gewichtsklasse bis 60 Kilo. Gaa gewann keinen einzigen Kampf, holte auch keinen einzigen technischen Punkt. Er verlor gegen Calvin Stiller (KSV Witten) vorzeitig auf Schulter und war sowohl James Schreiner (Hauptstadtringer Berlin e.V.) als auch Fabian Wiesemann (PSV Rostock) technisch unterlegen. Die Erkenntnis von Maximilian Goßner ist dabei: „Niclas ist von der deutschen Spitze noch viel zu weit weg.“

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