Comeback geglückt

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Ringer Steve Masuch will nach seiner Verletzungspause wieder angreifen.

Westendorf – Als am 5. September die Saison für die Westendorfer Ringer mit einem Heimsieg gegen Vorjahresmeister SV Johannis Nürnberg verheißungsvoll begann, konnte keiner wissen, dass Steve Masuch für längere Zeit verletzungsbedingt ausfallen würde.

Zweieinhalb Monate war der 22-jährige Freistil-Spezialist wegen einer Rückenverletzung zum Zuschauen verbannt. Am vergangenen Wochenende gab Masuch beim 18:9-Auswärtserfolg in Bindlach ein tolles Comeback in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm. Der Kreisbote sprach mit ihm vor dem Heimkampf am Samstag, den 5. Dezember, gegen den Bundesligaabsteiger SV Triberg.

Wie haben Sie Ihren ersten Kampf seit langem erlebt? 

Masuch: Es war zwar anfangs nicht ungewohnt, aber anders als sonst. Ich habe versucht vor dem Kampf den Kopf auszuschalten. Die ersten Minuten waren nicht so besonders toll. Als ich dann eine Vierer-Wertung erzielt habe, ging es aufwärts. Das brachte mir wieder Selbstvertrauen.

Mit dem Rumänen Gheorghe Bodisteanu hatten Sie jetzt auch nicht gerade einen leichten Gegner vor der Brust. 

Masuch: Ich kannte ihn. Für mich war es eine sichere Sache, dass ich den Kampf gewinne. Vorausgesetzt mein Rücken hält. Mit dem Sieg und dem erreichten Mannschaftspunkt hatte ich mein Ziel erreicht. Für mich war es wichtig, überhaupt zu gewinnen. Ich wollte auch nicht viel riskieren.

Sind Sie eigentlich schmerzfrei? 

Masuch : Noch nicht ganz. Es geht mir zwar um einiges besser als noch beim ersten Kampf zum Saisonstart gegen Nürnberg. Doch es sind nur noch muskuläre Schmerzen.

Wie haben Sie die letzten Wochen außerhalb der Matte erlebt? 

Masuch: Bei den Heimkämpfen saß ich ja auf dem Trainerstuhl. Es war schon ein komisches Gefühl beim Einmarsch, wenn in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm Christian Stühle eingelaufen ist, anstatt ich. Dennoch ist es immer ein Gänsehautfeeling mit den Fans, wenn die Hütte voll ist. Ich habe dem Team geholfen, mehr konnte ich nicht ausrichten. Auch im Training konnte ich nicht allzu viel machen, das hat mich schon etwas heruntergezogen. Ich musste daher meinen eigenen Weg finden, dass es wieder aufwärts geht. Ich habe mir viele positiven Sachen eingeredet.

Sie werden am Samstag daheim gegen Triberg wieder dabei sein?

Masuch: Das ist das Ziel. Ich habe noch nicht so viele Einheiten mitgemacht. Am Dienstag konnte ich zum ersten Mal drei Trainingskämpfe durchziehen. Das verlief ohne Probleme. Für mich ist das natürlich ein Lichtblick, was mich auch sehr positiv stimmt. Denn ich habe noch ein großes Ziel vor Augen: Die U23-Europameisterschaft Ende März in Bulgarien. Daher möchte ich die letzten Kämpfe noch so gut wie möglich bestreiten.

Dann sind auch Einsätze im letzten Auswärtskampf dieser Saison in Burghausen und beim Saisonfinale gegen Freiburg daheim geplant? 

Masuch: Auf jeden Fall.

Vielen Dank für das Gespräch. 

Terminhinweis: Der Heimkampf im Bürgerhaus Alpenblick am Samstag, 5. Dezember gegen den SV Triberg beginnt um 19.15 Uhr.

Zusatz:  Sie alle ließen ihn hochleben: Nicht nur die Kegler und die Ringer, sondern auch Freunde, Verwandte und Weggefährten. Georg Steiner, Vorsitzender des TSV Westendorf feierte am vergangenen Mittwoch, den 2. Dezember, seinen 50. Geburtstag.

von Stefan Günter

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