Westendorf siegt hauchdünn

+
Einen nervenaufreibenden und hitzigen Kampf lieferten sich Maximilian Goßner (rotes Trikot) und Michael Prill.

Westendorf – „Die Jungs haben sich zerrissen. Jeder Kampf war auf Messers Schneide“, sagte TSV-Abteilungsleiter Thomas Stechele nach einem nervenaufreibenden Duell gegen den SV Siegfried Hallbergmoos. Dass die Ostallgäuer am Ende den Kampf mit 10:8 für sich entschieden, ist laut Coach Klaus Prestele auf den „unbandigen Siegeswillen zurückzuführen“.

Das sei eine absolute Teamleistung gewesen. „Wir haben die Niederlagen gegen uns auch sehr knapp gehalten”, sagte der 37-Jährige bei der Pressekonferenz. 

Vier Siege der Westendorfer standen sechs Einzelerfolge auf Seiten der Hallbergmooser gegenüber. Auffallend ist auch, dass bis auf zwei Kämpfe alle Begegnungen über die gesamte Kampfzeit liefen. „Der Ehrgeiz unserer Ringer war schon entscheidend“, bilanziert Georg Steiner, Vereinsvorsitzender des TSV Westendorf. 

Dabei sah es zur Pause beim Stand von 5:5 überhaupt nicht nach einem Erfolg der heimischen Ringer aus. Nur Shenol Ali Ahmed und Mehmet Feraim blieben bis dahin siegreich. Markus Stechele, Zsolt Török und Patrick Riedler hielten ihre Niederlagen in Grenzen. „Wir haben uns zur Pause angeschaut und einheitlich gesagt, dass wir das Ding schon fast nicht mehr gewinnen können. Außer, es wachsen wieder einige von uns über sich hinaus“, betonte Abteilungsleiter Thomas Stechele. 

Michael Heiß, Simon Einsle und Christian Stühle verloren zwar ihre Kämpfe, doch gaben sie nur jeweils einen Mannschaftspunkt ab, was maßgeblich zum Gesamterfolg des TSV beitrug. „Es war überhaupt nichts für schwache Nerven“, bilanziert Vereinsboss Georg Steiner. 

Als ausgerechnet noch der amtierende Deutsche Meister Christopher Kraemer in seinem Kampf schon aussichtslos mit 0:6 zurücklag, wollte wohl keiner mehr an einen Erfolg des TSV glauben. „Ich bin nicht der Typ, der gleich aufgibt. Ich bin mit der Kampfweise meines Gegners anfangs nicht klargekommen“, so Kraemer, der daraufhin mit einem sen- sationellen Kraftakt den Kampf mit 23:6-Wertungspunkten für sich entschied. Die Halle tobte. 

Als Schlussringer Maximilian Goßner dann noch gegen Michael Prill siegreich hervorging, war der Gesamtsieg für die TSV’ler perfekt. „Es ist ein verdienter Sieg für den TSV Westendorf. Der Wille zum Erfolg hat bei uns gefehlt“, räumt Co-Trainer Markus Niedermair die knappe Niederlage seines SV Siegfried Hallbergmoos bei der Pressekonferenz ein. 

Und sein Vereinschef Michael Prill gratulierte Westendorf zum knappen Erfolg. „So dürfen wir nicht verliert“, freut sich der 24-Jährige aber bereits auf den Rückkampf im November in Hallbergmoos.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

ESVK bezwingt Vizemeister
ESVK bezwingt Vizemeister
Zwei Siege
Zwei Siege
Überglücklich und stolz
Überglücklich und stolz
Gold und Silber
Gold und Silber

Kommentare