Neue Cheftrainer

Ringen: Matthias Einsle und Maximilian Goßner verantworten Herrenbereich

Maximilian Goßner (rotes Trikot) ist neuer Männer-Cheftrainer für den griechisch-römischen Stil beim TSV Westendorf.
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Maximilian Goßner (rotes Trikot) ist neuer Männer-Cheftrainer für den griechisch-römischen Stil beim TSV Westendorf. Matthias Einsle (nicht im Bild) verantwortet den Freistil-Bereich.

Westendorf – Seit Wochen können die Ringer des TSV Westendorf nicht mehr ihrem Hobby nachgehen. Die Coronakrise zwingt die Sportler im Ringerdorf mächtig in die Knie. Ein Training ist momentan nur online möglich. In diesen unruhigen Zeiten stehen allerdings personelle Veränderungen beim TSV im Fokus. Es gibt zwei neue Cheftrainer für den Herrenbereich.

Weil Klaus Prestele als verantwortlicher Trainer für den griechisch-römischen Bereich eine schöpferische Pause einlegt, wurden in den vergangenen Wochen nun viele Optionen abgesteckt, um ein neues Trainergespann zu finden. Fortan zeigen sich Matthias Einsle (Freistil) und Maximilian Goßner (Griechisch-Römisch) für die Herrenmannschaften verantwortlich. Der 49-jährige Jürgen Stechele wird künftig die Position des Nachwuchscheftrainers übernehmen. „Für den Verein und besonders die Ringer ist es eine mehr als gute Konstellation“, so Robert Zech, Vorstand des TSV Westendorf. Auch Ringerchef Thomas Stechele kann mit dieser Lösung sehr gut leben. Von daher möchte er auch nicht von einem Umbruch sprechen, sondern von einer erfolgreichen Weiterführung der großartigen Arbeit, die Klaus Prestele und Jürgen Stechele in den vergangenen Jahren geleistet haben. „Eine interne Lösung ist natürlich besser“, so der Abteilungsleiter. So wie es das FC Bayern-Gen gebe, so gebe es auch das TSV-Gen. „Wir ticken halt etwas anders als die anderen Vereine“, schmunzelt er. Dem kann Vereinschef Robert Zech nur beipflichten. „Wir führen unsere erfolgreiche Arbeit sowohl beim Nachwuchs als auch im Männerbereich weiter.“

Große Fußstapfen

Mit Goßner und Einsle sind zwei Personen am Ruder, die sich bereits seit Kindheitstagen kennen. Beide erlernten gemeinsam das Ringer-ABC beim TSV Westendorf. Beide fühlen sich nicht nur pudelwohl, sondern leben für den Dorfverein. „Ich bin stolz, dass ich nun die Position des Männer-Cheftrainers habe“, sagt Matthias Einsle, der darüber hinaus weiterhin als Stützpunktleiter im Bezirk Schwaben fungieren wird. Unterstützung erhält Einsle übrigens von seinem Bruder Simon. Maximilian Goßner hat mit Michael Heiß einen routinierten und bundesligaerfahrenen Ringer an seiner Seite. Goßner selbst hat sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht, ob er diese herausfordernde Aufgabe auch mit Beruf und Familie vereinbaren kann. „Ich habe enormen Respekt vor der Position des Cheftrainers“, freut er sich natürlich, dass die Verantwortlichen bei der Trainerwahl an ihn gedacht haben. Für ihn sei es ein weiterer Schritt, ja sogar eine andere Hausnummer. Einzelne Sportler wie DRB-Kaderathlet Christopher Kraemer hat er immer wieder betreut. Auch als Schülertrainer gab er den jungen Athleten wertvolle Tipps. „Es sind für mich schon große Fußstapfen, in die ich treten werde“, weiß Maximilian Goßner um die Komplexität seines neuen Amtes. „Der Spaß muss an oberster Stelle stehen“, so der 29-jährige Fitness- und Gesundheitstrainer. Er wolle gemeinsam mit Einsle und den Co-Trainern die jungen Athleten an die nationale Spitze heranführen. Westendorf ist seit Jahrzehnten Talentschmiede und genießt besonders bei Landes- und Bundestrainern hohes Ansehen. Von daher will das neue Cheftrainer-Duo am altbewährten Konzept festhalten. Der eigene Nachwuchs genießt oberste Priorität. „Unser Ziel ist es, mit unserer ersten Herrenmannschaft wieder einen Platz in der Zweiten Bundesliga zu haben“, so Matthias Einsle. Der Deutsche Ringer-Bund plant ab der Saison 2022 wieder eine zweithöchste Wettkampfklasse.

Stefan Günter

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