Mit Gold gekrönt

Ringen: Niklas Steiner gewinnt Deutschen Meistertitel in Stendal

Westendorfs Trainer Matthias Einsle mit dem erfolgreichen Niklas Steiner bei der DM in Stendal.
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Stolz zeigt sich Westendorfs Trainer Matthias Einsle mit dem erfolgreichen Niklas Steiner bei der DM in Stendal.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
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Westendorf – Mit einem beeindruckenden Ergebnis ist der Westendorfer Ringer Niklas Steiner von den Deutschen Meisterschaften (DM) der Kadetten aus Stendal zurückgekehrt. Der 15-jährige Freistilspezialist gewann am Wochenende Gold im Limit bis 45 Kilogramm. Schon vor zwei Jahren gewann Steiner den Titel, allerdings noch in der Altersklasse B-Jugend.

„Ich freue mich über die Leistung von Niklas. Er hat ein starkes Turnier gerungen. Was ihn auszeichnet ist, dass er cool und gelassen gerungen hat“, so Matthias Einsle, Männer-Cheftrainer des TSV Westendorf, der auch in seiner Eigenschaft als Landesstützpunkttrainer vertreten war. Steiner war an diesem Wochenende von keinem Gegner zu bezwingen. Dem technisch überlegenen Auftakterfolg über Pascal Hessel (Greiz) folgte ein Schultersieg über John-Luca Koch (Jena). Mit Julius Kummer (Adelhausen) und Damir Shifadugov (Nürnberg) hatte er noch zwei weitere Gegner, die um Gold kämpften. Während er gegen den Nachwuchsgrizzly aus der Frankenmetropole mit 6:2 siegreich hervorging, musste er sich im Duell gegen den Südbadener mächtig strecken. Denn Kummer führte bereits mit 4:1, ehe Steiner ihn noch schulterte.

„Das war ein Duell auf Augenhöhe“, so Coach Matthias Einsle. Auch bei seinem letzten Duell im Nordischen Duell, hier kämpft jeder Athlet gegen jeden, wurde dem Westendorfer nix geschenkt. Mit 6:3-Wertungspunkten zwang er John Keterling (Graben-Neudorf) in die Knie und belohnte sich insgesamt mit 37:9 technischen Punkten. „Ich musste in jedem Kampf bis an mein Limit gehen. Auch die anderen Gegner waren saustark“, zeigte sich Steiner überglücklich nach dem Gewinn seines Titels. Der erste Platz bedeute ihm sehr viel. Es sei einfach ein schönes Gefühl, „vor allem, weil meine Ringerfreunde und die Familie dabei waren.“ Insgesamt war die Vorbereitung sehr hart. Zusammen haben sich die DM-Starter akribisch auf die Titelkämpfe vorbereitet. Niklas Steiner trainierte sogar zusammen mit dem Männerteam des TSV mit. Auch die Vereinsführung der Westendorfer hat die Siegesserie ihres frischgebackenen Deutschen Meisters mitverfolgt.

„Dieser erste Platz ist eine Bestätigung für ihn und zugleich die beste Belohnung für einen Ringer“, klatschte Vorstand Robert Zech Beifall. Auch Ringerchef Thomas Stechele gratulierte von daheim und attestiert Niklas Steiner einen starken Auftritt. „Es war für alle Beteiligten das erste Turnier. Niki hat es perfekt umgesetzt, einfach prima.“

Starke Konkurrenz hatten auch die anderen drei Westendorfer, die in Stendal auf die Matte gingen. Für Kilian Krupna (71 Kilogramm) war allerdings nach zwei Niederlagen das Turnier vorzeitig beendet. Allein 35 Teilnehmer waren in der Gewichtsklasse bis 60 Kilo gemeldet. Dort kämpfte Luis Wurmser und erreichte je zwei Siege und zwei Niederlage, was ihm den 14. Platz bescherte. „Mir hat bei ihm noch die technische Raffinesse gefehlt. Seinen ersten Kampf am Freitagabend verlor er gegen Nick Eckenberger (Wolfhagen) deutlich mit 0:8. „Das Duell hätte er gewinnen müssen, dann wäre auch eine vordere Platzierung im Pool möglich gewesen“, so Einsle in seiner Bilanz. Auch Patrick Meichelböck (65 Kilogramm) gab sein Bestes im 26 Mann starken Teilnehmerfeld. Nach einem Sieg und zwei Niederlagen musste er vorzeitig die Segel streichen. „Patrick hat eine super Entwicklung gemacht. Doch es war leider nicht mehr drin für ihn“, so der Männer-Cheftrainer.

Kleines Finale verloren

In Warnemünde stand mit Benedikt Gansohr nur ein Westendorfer auf der Matte. Den vier überzeugenden Einzelsiegen standen allerdings zwei Niederlagen gegenüber. Dennoch kämpfte er im kleinen Finale um Bronze. Doch Gunnar Frisch vom KSV Pausa war eine Nummer zu groß. Er unterlag deutlich mit 2:14-Wertungspunkten. „Gerade seine Kämpfe am Samstag haben mich überzeugt. Es war eine starke Leistung von ihm“, so Westendorfs Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner. Für ihn habe Gansohr einen Riesensprung gemacht. „Benedikt erinnert mich an unseren ehemaligen Bundesliga-Ringer Bernd Willnecker, der auch nie aufgesteckt hat.“ Und Thomas Stechele attestiert dem DM-Teilnehmer eine super Entwicklung. „Bene hat ein Kämpferherz, das braucht man beim Ringen. Platz vier ist ein super Ergebnis.“

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