1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kaufbeuren

Schwabens Schiedsrichterchef Thomas Färber stellt sich vor

Erstellt:

Von: Stefan Günter

Kommentare

Obmann Ingo Weber (re.) und Lehrwart Michel Stölpe (li.) bedankten sich mit Präsenten beim neuen schwäbischen Bezirksschiedsrichterobmann Thomas Färber für seinen Vortrag.
Obmann Ingo Weber (re.) und Lehrwart Michel Stölpe (li.) bedankten sich mit Präsenten beim neuen schwäbischen Bezirksschiedsrichterobmann Thomas Färber für seinen Vortrag. © Günter

Schwaben – Für den Bezirksvorsitzenden Dr. Christoph Kern ist Thomas Färber die Bestbesetzung für den Posten des Schiedsrichterchefs in Schwaben. Vergangenen Woche wurde er beim Bezirkstag des Bayerischen Fußballverbandes in Neusäß von den Delegierten in seinem Amt offiziell bestätigt. Wenige Tage zuvor folgte Färber beim diesjährigen Karfreitagstreffen der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu einer Einladung von Obmann Ingo Weber.

Die letzte Präsenzveranstaltung dieser Art fand 2019 statt. Damals war Herbert Fandel zu Gast in Altdorf. Der ehemalige Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission und Mitglied der Schiedsrichterkommission der UEFA gab interessante Einblicke. 2020 folgten Verbandsschiedsrichterobmann Walter Moritz und Bernhard Gutowski vom DFB-Kompetenzteam der virtuellen Einladung. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde ein Jahr später das Karfreitagstreffen erneut online abgehalten. Hier stand der Allgäuer Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann Rede und Antwort. Von daher war es eine Freude, dass allein 81 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sich wieder in Altdorf einfinden konnten, um den neuen Bezirksschiedsrichterobmann Thomas Färber zuzuhören. „Ich freue mich, dass ich heute bei Euch sein darf und die Gelegenheit habe, mich vorzustellen.“

Im Alter von 13 Jahren legte Färber seine Prüfung ab. „Ich habe 21 wunderbare Jahre als Schiedsrichter verbracht“, sagt der 40-Jährige. Sechs Jahre pfiff er in der 2. Bundesliga und fungierte sogar zwei Jahre in der Ersten Bundesliga als Assistent. In seinen Ausführungen gab Färber viel Persönliches von sich preis. Im Schiedsrichterwesen gebe es nicht nur Sonnenschein, sondern auch Regen. Allein zehn Mal stieg er in seiner aktiven Laufbahn auf, dreimal sogar ab. „Bei einem Abstieg hört man nicht auf. Das ist ein schlechtes Signal, das man für sich selbst nicht setzen sollte. Ein Abstieg ist nicht das Ende. Ich kenne viele, die stärker zurückgekommen sind.“

Thomas Färber ermutigte besonders die jungen Referees, sich bei Rückschlägen nicht aus der Bahn bringen zu lassen. In seinem neuen Posten wolle der Ostallgäuer auch einiges bewegen. „Wir brauchen Mut, etwas Neues auszuprobieren.“ Primär müsse die Zahl der Schiedsrichter in der Bezirksliga aufgestockt werden, um damit einen größeren Kader zu haben. „Wir brauchen Konkurrenz, auch das Qualifikationssystem muss verändert werden.“ Künftig sollen auch die Onlineschulungen ausgebaut, sowie zielgruppenorientierte Nachwuchsschulungen angeboten werden. Selbst die Zahl der Schiedsrichterbeobachter wolle man künftig erhöhen. Neben dem Teamgedanken setzt er vor allem auf Kommunikation. „Teamwork ist einer der wichtigsten Ansätze für eine fruchtbare Zusammenarbeit innerhalb des Bezirksschiedsrichterausschusses“, so Färber.

Auch interessant

Kommentare