Direkte Playoff-Teilnahme zum Greifen nahe

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Der ESVK erzielte seine Tore gegen Rosenheim durch gutes Forechecking.

Kaufbeuren – Mit schnellen Schritten nähert sich das Ende der Hauptrunde der DEL2. Nur noch drei Spieltage stehen auf dem Spielplan, für den ESVK nur noch deren zwei. Im vorletzten Heimspiel gelang dem ESVK ein sicherer 5:2-Sieg am Berliner Platz. Am Sonntag folgte das schwere Auswärtsmatch bei den Frankfurter Löwen, aktuell Tabellenzweiter. Nach dem sechsten Sieg in Folge erwischte es nun die Joker. Mit 5:3 siegten die Frankfurter auf heimischem Eis.

Mit 82 Punkten haben die Kaufbeurer Rang sechs relativ sicher, denn der Siebtplatzierte Freiburg liegt drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde mit acht Punkten dahinter, muss aber unter anderem noch gegen Bietigheim und Frankfurt spielen.

Starbulls gezähmt

Während die Gäste aus Rosenheim wieder mit ihrem Topscorer Tyler McNeely nahezu komplett auflaufen konnten, mussten die Kaufbeurer neben Matthias Bergmann, dem wegen seiner dritten Disziplinarstrafe gesperrten Jeff Szwez auch noch auf den grippekranken Kapitän Sebastian Osterloh verzichten. Verteidiger Simon Schütz durfte für seinen DEL-Klub ERC Ingolstadt auflaufen.

Das Match währte noch keine 26 Sekunden, da traf schon Sami Blomqvist ins Gästetor. Unbeeindruckt machten die Starbulls ihr Spiel und kamen auch zu einigen Chancen, doch ESVK-Keeper Stefan Vajs war auf dem Posten. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.

Was den Joker im ersten Drittel nicht mehr gelang, holten sie jetzt nach. Wieder ein schnelles Tor, nach nur 75 Sekunden erhöhte Max Schmidle auf 2:0. Fünf Minuten später traf Michael Fröhlich. Auch der zwischenzeitliche erste Treffer der Gäste ließ die Kaufbeurer unbeeindruckt. Jere Laaksonen verwandelte nach schönem Zuspiel von Michi Fröhlich zum 4:1. Ein wenig Hoffnung keimte bei den Gästen nochmals auf, als sie abermals nach einem Konter in der 33.Minute ihren zweiten Treffer erzielten.

Zu Beginn des letzten Drittels mussten die Joker in Unterzahl agieren, aber das Powerplay der Starbulls war wenig effektiv und als Branden Gracel anhand eines Konters kurz vor dem Gästetor gefoult wurde, kam zur Verwunderung Aller kein Pfiff von Hauptschiedsrichters Apel. Doch die Joker spielten ihr Spiel herunter und Daniel Oppolzer gelang noch Sekunden vor dem Abpfiff der Endstand zum 5:2 ins leere Gästetor. Sehr erfreulich: die 2326 Zuschauer im bayerischen Derby.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Im ersten Drittel haben wir nicht unser Spiel gespielt, es ging rauf und runter. Ab dem zweiten Drittel lief es besser, ein paar Nachlässigkeiten führten zu Toren“.

Löwen bezwingen die Joker

Obwohl die Kaufbeurer ohne Kapitän Osterloh bis zur 28. Minute in der Frankfurter Eissporthalle mit 0:2 in Front lagen, sicherten sich die Frankfurter Löwen am Ende einen 5:3-Erfolg. Zweimal hatten die Joker eine Überzahlmöglichkeit, beide male nutzten sie diese zu Treffern. Zuerst Branden Gracel nach fünf Spielminuten und dann Sami Blomqvist gleich nach Beginn des zweiten Spielabschnittes. Die Chancen der Gastgeber entschärfte bis dahin Stefan Vajs im Tor der Allgäuer. Doch dann kam es vor 4057 Zuschauern knüppeldick für den ESVK. Innerhalb von nur 137 Sekunden trafen die Löwen gleich dreimal und drehten so das Match. In Überzahl erhöhten die Gastgeber nach 42 Minuten auf 4:2. Die dritte Überzahl der Joker folgte und wieder führte dies zu einem Treffer, einem absolut sehenswerten von Branden Gracel, wie elegant er den Frankfurter Verteidiger stehen lässt und zum 4:3-Anschlusstreffer kam. In die Drangperiode der Joker mit sechs Mann statt des Torhüters trafen die Löwen kurz vor Ende noch zum 5:3.

Freitag nach Dresden

Das letzte Auswärtsspiel der Hauptrunde führt die Joker am Freitagabend nach Dresden. Zwei Punkte gab es aus den bisherigen drei Spielen.

DNL-Team ohne Fortune

Zweimal hatte der ESVK in der DNL Heimrecht gegen die Youngster der Düsseldorfer EG. Doch beide Spiele gingen verloren. Am Samstag mit 3:4, wobei die Kaufbeurer schon mit 3:1 führten, aber im Schlussdrittel einbrachen. Nicht erfolgreicher lief es am Sonntag bei der 4:5 Niederlage. Auch hier führten die Jungs von Trainer Juha Nokelainen bis ins letzte Drittel, mussten dann noch zwei Gegentreffer hinnehmen. Damit bleibt der ESVK mit 20 Punkten aus 26 Spielen Letzter.

von Werner Mayr

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