Joker im Wechselbad der Gefühle

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Letzte Woche gab die ESVK Spielbetriebs GmbH die ersten Vertragsverlängerungen für die kommende Eishockeysaison 2016/17 bekannt. Geschäftsführer Michael Kreitl (Mitte) freut sich mit den beiden ESVK-Akteuren Michael Fröhlich (links) und Max Schmidle (rechts).

Kaufbeuren – Frühzeitig planen die Offiziellen schon für die neue Spielzeit 2016/17. Letzte Woche gab Geschäftsführer Michael Kreitl die Weiterverpflichtung von Max Schmidle und von Michael Fröhlich bekannt. Und während die ESVK-Fans am Freitag ein 6:2-Spiel gegen Bad Nauheim bejubeln konnten, wurden die Joker am Sonntag mit 7:0 in Kassel vom Eis gefegt.

Für den aktuellen Top-Scorer Schmidle, der zurzeit wegen eines grippalen Infektes zum Zuschauen verurteilt ist, passt alles in Kaufbeuren. Er fühlt sich sportlich und menschlich hier wohl und gilt auch als Vorzeigespieler, der mittlerweile schon 25 Jahre beim ESVK Mitglied ist. Für Michael Fröhlich, der schon öfters mit Verletzungen zu kämpfen hatte, ist es ein Vertrauensbeweis seitens des Klubs. Momentan wieder mit großen Kniebeschwerden wird sich der Stürmer Mitte Dezember einer Knie-OP unterziehen und fällt dann bis zum Rest der Saison aus. Seine bisherigen guten Leistungen und sein Engagement beim ESVK gaben auch den Ausschlag seitens des Klubs für einen neuen Vertrag.

Sportlich zwei Gesichter 

Nach dem Freitagsieg mit 6:2 über die Roten Teufel aus Bad Nauheim waren die Anhänger der Joker begeistert. Wenig Freude hatten dagegen die mitgereisten Jokerfans am Sonntagabend beim Gastspiel in Kassel. Mit 7:0 Toren fegten die Hessen vor 2765 Zuschauer die Kaufbeurer vom Eis. Unter dem Strich haben die Joker trotzdem drei Punkte am Wochenende dazugewonnen und belegen nun mit 33 Punkten aus 22 Spielen nun Rang 9, einen Punkt vor Bad Nauheim.

Eishockey-Gala am Freitag 

Gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim brannten die Joker ein regelrechtes Feuerwerk ab. Ein Match, das die Jokeranhänger unter den 1662 Besuchern in der Sparkassen Arena begeisterte. Schöne Spielzüge, Steilpässe aus der Abwehr und temporeiches Auftreten, ein Augenschmaus für die in den letzten Jahren arg strapazierten Nerven der Fans. Auch diesmal mussten die Kaufbeurer auf einige Stammspieler verzichten. Neben Versteeg fehlten noch Baindl und Schmidle. Das Tor hütete Marc-Michael Henne, während Stefan Vajs schon wieder als Backup dabei war. Von Beginn übten die Joker mächtig Druck auf die Gästeabwehr aus. Schon nach drei Minuten gelang Michael Fröhlich die Führung. Daniel Oppolzer und Daniel Menge erhöhten jeweils in Überzahlsituation auf 3:0. Mitten in die Kaufbeurer Offensive fiel bei einem der wenigen Nauheimer Angriffe noch vor der ersten Pause der Anschlusstreffer.

Scheinbar hatte Gästetrainer Petri Kujala in der Kabine die richtigen Worte gefunden, denn plötzlich bauten die Roten Teufel ganz schön Druck auf, die Joker mussten hauptsächlich defensiv agieren. Doch einige Strafzeiten brachten die Gäste selbst aus dem Spiel und als dann noch ein Nauheimer zusätzlich eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines übertrieben harten Foulspiel an Thomas bekam, hatten die Joker nun die Möglichkeit einer doppelten Überzahl.

Verteidiger Martin Heider nutzte diese Gelegenheit und erhöhte auf 4:1. Gleich zu Beginn des letzten Drittels traf Josh Burnell zum vorentscheidenden 5:1, wieder in Überzahl. Der zweite Gegentreffer hatte nur noch statistischen Wert. Der Gästecoach nahm zwar fünf Minuten vor dem Ende seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch es fiel nur ein Treffer, dies war Josh Burnell, der zum 6:2 traf. ESVK-Coach Mike Muller war nach dem Spiel erleichtert, dass endlich der Knoten im Überzahlspiel geplatzt ist. Wichtig war seiner Meinung auch, dass das Team die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt schoss.

In Kassel nichts zu holen

Bei den favorisierten Kassel Huskies gingen die Kaufbeurer mit 7:0 unter. Die beiden frühen ersten Gegentore fielen in einfacher und doppelter Unterzahl und spätestens nach dem dritten Gegentor war die Partie gelaufen. Für den glücklosen Henne kam Vajs nach der ersten Pause zum Einsatz.

Freitag nach Frankfurt

Keinesfalls leichter wird die Aufgabe für den ESVK, wenn er am Freitag zum nächsten DEL2-Match bei den Frankfurter Löwen antreten muss. Die einzige zweistellige Niederlage in dieser Saison gab es beim ersten Auftreten in Frankfurt. Dort wurden die Joker mit einer 10:3-Packung wieder ins Allgäu geschickt.

Freitag DNL-Hockey Night 

Ein Eishockeyevent ist für den kommenden Freitag geplant. Denn dann findet um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena das bayerische Derby ESVK gegen den EV Landshut in der DNL statt. Alle Karten für das Spiel der Ersten Mannschaft am Sonntag gegen Heilbronn gelten automatisch für das DNL-Derby zwei Tage zuvor am Freitag. Nach dem Spiel findet eine After-Game-Party in der Stadiongaststätte „Puck“ statt. Am Samstag siegten die Kaufbeurer mit 5:4 Toren nach Penalty-Schießen über die Kölner Junghaie, mussten sich aber am Sonntag mit 2:3 Toren auf eigenem Eis dem Düsseldorfer EG beugen. Weiterhin belegen sie Rang drei hinter Köln und Mannheim mit 46 Punkten aus 24 Spielen.

von Werner Mayr

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