Verdiente Siege

Erfolgsserie der Joker hält an

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Lange Gesichter bei den Heilbronner Falken – aber strahlende bei den Spielern des ESVK und deren Fans auf den Zuschauerrängen.

Kaufbeuren – Die Kaufbeurer Joker eilen von Sieg zu Sieg! Am Freitagabend triumphierten sie mit 5:2 Toren über die Heilbronner Falken und am Sonntag gab es einen 3:1-Auswärtserfolg bei den Eispiraten Crimmitschau.

Der Erfolg des Teams von Trainer Andreas Brockmann wiegt umso mehr, da die Kaufbeurer in beiden Partien nur vier einsatzfähige Verteidiger zur Verfügung hatten. Matthias Bergmann und Florin Ketterer fehlen schon seit längerem und nun fiel auch noch Denis Pfaffengut kurzfristig aus. Der Verein gab eine Ausfallzeit von zwei bis drei Wochen bekannt. Die Last war nun auf Kapitän Sebastian Osterloh, Ondrej Pozivil, Jannik Woidtke und Daniel Haase verteilt. Aber auch die Stürmer nahmen ihre Abwehraufgaben gewissenhaft wahr und somit stellte sich auch der Erfolg ein.

Sieg über Heilbronn

Der Auftakt war ein Erlebnis für die Zuschauer in der Sparkassen Arena. Mit viel Elan stürmten die Kaufbeurer das Tor der Gäste. Es dauerte nur bis zur vierten Minute, ehe Max Schmidle auf Pass von Michael Fröhlich die Joker in Führung schoss. Der Stadionsprecher hatte die Toransage noch gar nicht verkündet, da schlug es nur 24 Sekunden später erneut bei den Falken ein. Joona Karevaara nutzte ein Zuspiel, vorausgegangen aus einer schnellen Angriffsvariante über Brandon Gracel und Sami Blomqvist. Direkt vom gewonnen Bully weg erhöhte Sami Blomqvist in der 10. Spielminute auf 3:0. Beste Stimmung bei den 1787 Besuchern, die trotz widriger Wetterverhältnisse für einen ordentlichen Zuschauerzuspruch sorgten.

Im zweiten Drittel drückten die Kaufbeurer weiter, aber ohne Torerfolg. Erst in diesem Drittel gab es die ersten Strafzeiten. Eine aus unglücklichen Umständen zusammengekommene zweifache Unterzahl der Joker brachte den ersten Gegentreffer. Anfangs noch mit Geschick und Glück verteidigt, fiel der Gegentreffer dennoch kurz vor Ablauf der ersten Strafe. Die Gäste witterten nun ihrerseits die Chance, das Match offen zu halten. Einer der wenigen schönen Angriffe der Falken führte in der 45. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer. Die ESVK-Fans dachten schon an das erste Spiel gegen die Falken, als diese in den Schlussminuten das Spiel kippten. Doch diesmal zogen die Joker konsequent ihr Spiel durch und der junge Jonas Wolter versetzte Mitte des letzten Drittels den Gästekeeper zum vorentscheidenden 4:2. Max Schmidle nutzte kurz vor Ende ein Powerplay zum 5:2-Endstand. ESVK-Trainer Andreas Brockmann war stolz auf seine nur vier Verteidiger und lobte auch die gute Defensivarbeit der Stürmer.

Eispiraten gezähmt

Der ESVK war gewarnt. Zwar trennten die Eispiraten über 20 Punkte vom ESVK, doch hatten die Westsachsen 28 ihrer 33 Punkte bisher auf eigenem Eis erkämpft. Beim ESVK war wieder Simon Schütz mit von der Partie, doch fehlte diesmal Ondrej Pozivil, der sich beim Aufwärmen verletzte.

Vor nur 1097 Zuschauer im dortigen Sahnpark fielen lange Zeit keine Treffer. Jere Laaksonen war es vorbehalten, den ersten Treffer nach 38 Minuten zu erzielen. Den Gastgebern gelang kurz nach Spielbeginn des letzten Drittels in Überzahl der Ausgleich. Michael Fröhlich brachte in der 54. Minute die Joker wieder in Führung. Drei Minuten später machte Sami Blomqvist den Sack mit dem Treffer zum 1:3 zu und sicherte somit drei wertvolle Punkte. Bei allen drei Toren der Joker war übrigens Kapitän Sebastian Osterloh als Scorer beteiligt.

Freitag nach Rosenheim

Als Tabellensechster mit nun 60 Punkten geht es am Freitag zu den Starbulls in Rosenheim. Das Rosenheimer Team unter Trainer Franz Steer kommt diese Saison nicht in Fahrt und ist mit 34 Punkten Vorletzter. Letztes Wochenende verloren die Starbulls bei den Bietigheim Steelers mit 6:3 Toren und zuhause nach einem harten Kampf mit 1:4 gegen den neuen Tabellenführer Frankfurt. Aus den letzten 15 Spielen setzte es elf Niederlagen. Gegen den ESVK gab es im Oktober einen knappen 4:3-Heimsieg, in Kaufbeu­ren verloren die Oberbayern mit 5:0 Toren.

Edwin Gutar hört auf

Nicht mehr im Kader des ESVK steht Nachwuchsstürmer Edwin Gutar. Nach längerer Bedenkzeit entschied er sich, die Laufbahn zu beenden und sich voll auf den Beruf zu konzentrieren.

DNL-Team verliert beide Heimspiele

Nichts war es mit Punkten gegen den amtierenden Meister. Die favorisierten Jungadler aus Mannheim gewannen gegen eine arg geschwächte ESVK-Mannschaft beide Spiele am Berliner Platz. Am Samstag mit 2:5 und tags darauf mit 1:5 Toren. Am Sonntag musste Trainer Juha Nokelainen noch ohne eine komplette Reihe antreten, da kurzfristig Kramer, Weingärtner und Wohlgemut erkrankt waren.

von Werner Mayr

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