BSK Olympia Neugablonz

Fragwürdiger Platzverweis

+
Dorijan Ozval musste nach einem umstrittenen Platzverweis in der Nachspielzeit vom Platz.

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat weiterhin die Vizemeisterschaft und den damit verbundenen Relegationsplatz fest im Visier. Dabei reichte den Schmuckstädtern ein knapper 1:0-Heimerfolg über den FC Königsbrunn. Trotzdem kam nach dem Schlusspfiff keine Stimmung auf, da Dorijan Ozvald völlig zu unrecht die Rote Karte kassierte.

Es war der erwartet schwere Gegner, denn die Brunnenstädter brauchen jeden Zähler im Abstiegskampf. Sehr defensiv agierten die Gäste, die mittels langen Bällen versuchten die BSK-Abwehr zu überlisten. Yakup Sevimili hatte in der zehnten Minute die Chance, scheiterte aber am Gästetorhüter. Auch Schlussmann Matthias Rummelsberger musste ständig auf der Hut sein, setzten die Königsbrunner doch immer wieder einen gefährlichen Konter. Auch nach dem Seitenwechsel wollten die Hausherren schnell auf die Entscheidung drängen und rannten an. Parallel führte nämlich der TSV Babenhausen bereits mit 2:0. Neugablonz sehnte sich nach einem Torerfolg. In der 73. Minute wurde Mathias Franke an der Strafraumgrenze gefoult. Alexander Schmidbauer erzielte per Freistoß das wichtige und umjubelte 1:0 für den BSK. Somit waren die Schmuckstädter wieder im Spiel. Neugablonz erspielte sich zwar noch weitere Chancen, war aber im Abschluss nicht konsequent genug. So wurde es dann doch noch zur Zitterpartie.

In der Nachspielzeit gab es für Neugablonz einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen. Der Unparteiische zückte nach einem angeblichen Foulspiel von Dorijan Ozvald völlig überraschend die Rote Karte. „Jeder im Stadion hat sich gewundert, was hier passiert ist“, kann BSK-Coach Günter Bayer den Platzverweis in keinster Weise nach vollziehen. Selbst der im Zweikampf mit Ozvald verletzte Königsbrunner Spieler und FCK-Coach Heiko Plischke rieben sich verwundert die Augen. Die Entscheidung sei ein „absoluter Witz“, heißt es aus Richtung der Gäste. Und selbst Günter Bayer bescheinigt dem Schiedsrichter, der bis zu diesem Zeitpunkt die Partie gut leitete, zu wenig Fingerspitzengefühl.

Daher kam nach dem Schlusspfiff überhaupt keine Freude bei den Neugablonzern auf, weil sie wissen, dass mit dem kroatischen Abwehrspieler eine enorm wichtige Stütze fehlen wird. „Ich glaube, da haben sich Frust und Enttäuschung miteinander vermischt“, so Mathias Franke, der dennoch die Hoffnung nicht aufgibt. Bayer hofft derweil auf das Sportgericht. „Die Wahrheit muss siegen. Alles andere ist uns allen ein Rätsel.“

Noch 90 Minuten

Mit dem Auswärtsspiel beim SV Schwabegg will Neugablonz am letzten Spieltag endlich den Sack zumachen und die Vizemeisterschaft feiern. Allerdings wartet der Absteiger und sie werden mit aller Macht versuchen, sich gebührend und mit Anstand aus der Bezirksliga zu verabschieden. „Wir müssen nochmals konzentriert zu Werke gehen und mit allem Respekt und der nötigen Warnung in diese Partie gehen“, appelliert Coach Günter Bayer an seine Spieler. Denn Babenhausen dürfte sich zeitgleich im Heimspiel gegen Durach wohl nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. „Wir können es nur selbst verspielen“, erwartet Mathias Franke, der mit seinen 25 erzielten Toren noch die Torjägerkrone holen kann, nochmals schwere 90 Minuten. „Jedem muss klar sein, um was es jetzt geht.“

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Robert Zech folgt auf Georg Steiner als Vorstand des TSV Westendorf
Robert Zech folgt auf Georg Steiner als Vorstand des TSV Westendorf

Kommentare