ESVK-Vorstand sieht Diskussion um Eisstadion kritisch – Uli Egen verlängert seinen Vertrag

Sorge um den Kaufbeurer Eissport

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ESVK-Cheftrainer Uli Egen hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Kaufbeuren – In die aktuelle Debatte um das neue Eisstadion und „Forettle“ schaltet sich jetzt auch die Vorstandschaft des ESVK ein. In einer Stellungnahme macht die ESVK-Vorstandschaft klar, dass sie die Diskussionen und Prozesse mit großer Sorge für den Eissport in Kaufbeuren sehen. Sportlich hingegen kann der Verein verkünden, dass Trainer Uli Egen seinen Vertrag verlängert hat.

Der ESVK-Vorstand erinnert in einer Stellungnahmen daran, dass der Eishockeysport in Kaufbeuren Tradition hat. Aushängeschild sei der ESVK mit seinem gesamten Nachwuchs und der 1. Mannschaft in der 2. Liga national in Deutschland. Soll das so bleiben, sei der Bau eines neuen Eisstadions bis Mitte 2017 dringend notwendig. „Die aktuellen Diskussionen und Prozesse bereiten uns große Sorgen für den Eissport in Kaufbeuren“, heißt es in der Stellungnahme. Die vorgestellten Pläne der Stadtverwaltung würden im wesentlichen die Wünsche des ESVK widerspiegeln. Dazu gehören der Standort, die Infrastruktur sowie die „vertretbaren Kosten“. Zudem könne die geplante Halle auch zum Teil multifunktional genutzt werden. Über die anvisierte Zuschauerzahl müsse final noch diskutiert werden, so die Vorstandschaft. 

Aber: „Ein Bürgerentscheid für eine Wohnbebauung im Forettle gegen die Pläne der Stadtverwaltung würde die Realisierung eines neues Stadions an der Bahnhofstraße verhindern. Andere Lösungen scheinen wohl schwer realisierbar zu sein. Eine große Gefahr sieht der ESVK darin, dass der Eishockeysport zwischen möglichen Zielsetzungen auf der Strecke bleibt. „Ein Stillstand bewirkt Abwendung von Zuschauern und Sponsoren gleichermaßen. Interessierte warten ab. Der ESVK ist weit davon entfernt, sich politisch zu positionieren. Der ESVK wünscht sich aber einen Stadtrat, der gemeinsam Lösungen konstruktiv im Sinne der Stadt und für den Sport entwickelt und zeitnah umsetzt“, heißt es in der Stellungnahme. 

Uli Egen verlängert 

Uli Egen bleibt Cheftrainer beim ESVK. Mit Egen wird in der kommenden DEL2 Spielzeit der absolute Wunschkandidat der Vereinsführung und der sportlichen Leitung weiterhin an der Bande der Joker stehen. Der 57 Jährige übernahm im Januar dieses Jahres das Traineramt beim ESVK und konnte die Verantwortlichen des Vereins, vor allem durch seine akribische Arbeit, stets über- zeugen. Darüber ob und wie die Stelle des Co-Trainers besetzt wird, wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen. ESVK-Vorstand Andreas Settele zur Vertragsverlängerung mit Uli Egen: „Ich habe Uli Egen in den letzten Monaten als einen akribischen Arbeiter, der auch über einen sehr hohen Sachverstand verfügt, kennengelernt. Daher freut es mich sehr, dass es uns gelungen ist, ihn für die kommende Saison weiterhin an den ESVK zu binden.“ Auch der sportliche Leiter des ESVK, Didi Hegen, ist von Uli Egen überzeugt: „Ich bin sehr froh, dass wir uns mit Uli einigen konnten. Unsere Zusammenarbeit in den letzten Monaten hat sehr gut funktioniert und daher war es meiner Meinung nach der logische Schritt, diese auch fortzusetzen.“ 

Uli Egen selbst erklärte zu seiner Vertragsverlängerung, dass er sich in den vergangenen Monaten in Kaufbeuren sehr wohlgefühlt habe. Er wurde von den Verantwortlichen und den Fans sehr gut aufgenommen. Auch die Zusammenarbeit mit Didi Hegen und Bruno Müller habe ausgezeichnet funktioniert. „Zwar hatten wir zum Schluss der Saison keine einfache Zeit, aber wir haben unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, auch Dank der fantastischen Unterstützung unserer Fans, geschafft. In der kommenden Saison wollen wir aber natürlich besser Abschneiden als in der vergan- genen, daran gilt es von jetzt an hart zu arbeiten“, so der Cheftrainer. 

ESVK Kader wächst 

Mit der Kaderplanung des DEL 2-Ligisten ESV Kaufbeuren geht es ebenfalls voran. Zuletzt unterschrieben die Nachwuchsspieler Daniel Pfaffengut und Torhüter Max Sigl Verträge für die neue Saison. Damit sind die Torhüterpositionen mit Stefan Vajs und Max Sigl besetzt. In der Abwehr ist momentan nur Verteidiger Gregor Stein, der Neuzugang aus Kassel, fix. Besser sieht es im Angriff aus, den neben den beiden fest eingeplanten Förderlizenzspielern Stefan Loibl und Manuel Wiederer, dazu noch manchmal Marcel Brandt, stehen mit Daniel Pfaffengut, Max Schmidle, Daniel Menge und Michael Fröhlich schon gut zwei Reihen auf dem Papier. Der eine oder andere letztjährige Joker wird sicher demnächst noch folgen. 

Der sportliche Leiter Dieter Hegen und Coach Uli Egen sind mit der weiteren Kaderplanung beschäftigt. Vor allem wird noch für den nach Crimmitschau abgewanderten Verteidiger Jakub Körner gleich- wertiger deutscher Ersatz gesucht. Im Angriff wechselte der 38-jährige Kapitän Michael Kreitl zu seinem Heimatverein nach Peiting. 

Umstrukturierung im Nachwuchs 

DNL-Coach Juha Nokelainen wird in der neuen Saison von Max Holzmann unterstützt, der den aus beruflichen Gründen verhinderten Andreas Ott ablöst. Neuer Trainer der Schülermannschaft wird Gerhard Koziol, der den bisherigen Trainer Bruno Müller ersetzt, dessen weitere Tätigkeit beim ESVK noch nicht geklärt ist. Koziol trainierte beim EV Füssen bereits schon das dortige DNL-Team. Der alte und neue Trainer der Knabenmannschaft, Christian Vaitl, wird nun durch Andreas Nuffer unterstützt. Für das Nachwuchstraining im Torhüterbereich sind Alexander Rippl und Stefan Vajs zuständig. ESVK-Vorstand Franz Aßner äußerte sich zufrieden mit den Besetzungen im Trainerstab des Nachwuchsbereiches für die kommende Saison und hofft weiterhin gute Nachwuchsspieler beim ESVK, vor allem in Bezug auf die erste Mannschaft, hier vor Ort auszubilden.von Werner Mayr

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