Die zwei Gesichter des ESV Kaufbeuren

Joker zeigen Reaktion auf die Niederlage gegen Kassel

Eishockey Zweikampf Kaufbeuren Kassel
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Max Oswald scheut keinen Zweikampf, auch wenn es gegen den körperlich überlegenen Joel Keussen von Kassel geht.

Trotz einer 3:1 Führung gegen die Kassel Huskies kassierte der ESV Kaufbeuren am Freitagabend am Ende eine enttäuschende 3:7 Niederlage. Ein anderes Gesicht zeigten die Joker am Sonntag beim Gastspiel in Bad Tölz und durften von dort mit einem verdienten 5:2 Erfolg die Heimreise antreten. 

Im ersten Geisterspiel in der Erdgas-Schwaben-Arena hatten die Joker zunächst den besseren Start und gingen bereits nach vier Minuten durch Tyler Spurgeon mit 1:0 in Führung. Zwar konnten die Schlittenhunde durch Verteidiger Joel Keussen zunächst ausgleichen, doch der ESVK hatte durchaus mehr Torschüsse im Startdrittel zu verzeichnen. Zehn Sekunden vor der ersten Pause brachte Sami Blomqvist sein Team nicht unverdient mit 2:1 in Führung. Genau zehn Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da erhöhte der aufgerückte Verteidiger Simon Schütz sogar auf 3:1, doch dann war es vorbei mit der Herrlichkeit. „Wir haben aufgehört zu arbeiten. 20 Minuten Eishockey zu spielen, reicht nicht aus“, sagte ein enttäuschter ESVK-Trainer Tray Tuomie nach der Partie. Mit mehr körperlicher Präsenz ausgestattet, kamen die Huskies von Minute zu Minute besser in die Partie und drehten das Spiel bis zur 34. Minute in eine 4:3 Führung. „Wir bekommen einfach zu viele Gegentore, das ist schon die ganze Saison unser Problem“, sagt Torschütze Simon Schütz. Zwar registrierte Tuomie im letzten Drittel noch die eine oder andere gute Möglichkeit für sein Team, zum Ausgleich zu kommen, doch letztendlich musste es sich der spielerischen Qualität der Kassel Huskies beugen. Während es beim ESVK lediglich bei den Bemühungen blieb, legten die Gäste noch drei weitere Treffer zum 3:7 Endstand nach. „Wir haben es heute nicht verdient gehabt zu gewinnen“, so die deutlichen Worte des Trainers an sein Team.

Sieg in Bad Tölz

Offensichtlich hatte Tray Tuomie nach der Niederlage die richtigen Worte gefunden, denn sein Team präsentierte sich bei den Tölzer Löwen von Beginn an sehr konzentriert. Philipp Krauß in der zweiten und Tyler Spurgeon in der vierten Minute brachten die Joker schon früh mit 2:0 in Führung. Zwar konnte Lubor Dibelka für die Löwen zum 1:2 verkürzen, doch Markus Schweiger erzielte noch vor der ersten Pause das 3:1 für den ESVK mit einem Schuss in den Torwinkel. Sehr ausgeglichen und ohne Tore, aber dafür mit je zwei Strafzeiten für beide Mannschaften verstrichen die zweiten 20 Minuten. Gerade einmal 29 Sekunden war im letzten Drittel gespielt, da erzielte Kapitän Tyler Spurgeon im Nachschuss das wichtige 4:1 für die Joker, bevor man im Anschluss erneut zwei Unterzahlsituationen schadlos überstanden hatte. Die Kaufbeurer agierten nun etwas zu passiv und Bad Tölz kam in der 54. Minute noch einmal zum Anschlusstreffer. Als Tyler McNeely in der Schlussphase bereits seine dritte Hinausstellung an diesem Abend kassierte, machte Joey Lewis mit einem trockenen Handgelenkschuss im Powerplay den Sack zum 5:2 Endstand endgültig zu. „Wir wollten nach dem Spiel gegen Kassel eine Antwort geben, das ist uns gelungen“, sagte ein erleichterter Kaufbeurer Trainer nach dem Spiel.

Die Neuansetzung der Nachholspiele hat dazu geführt, dass der ESVK nun zweimal in Folge gegen Selb antreten muss. Zunächst am Dienstag um 19.30 Uhr in Kaufbeuren und dann am Freitag in Selb. Die aktuellen Spielberichte dazu gibt es wie immer auf www.kreisbote.de.

Von Thomas Schreiber

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