BSK Olympia Neugablonz ist Vizemeister

Etappenziel erreicht

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Günter Bayer, Coach des BSK Olympia Neugablonz, ist stolz auf seine Jungs, die ab dem kommenden Donnerstag um den Aufstieg in die Landesliga spielen werden.

Kaufbeuren-Neugablonz – Der BSK Olympia Neugablonz hat mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft in der Fußball-Bezirksliga-Süd ein wichtiges Etappenziel geschafft. Obwohl die Schmuckstädter in Schwabegg beim Tabellenletzten und Absteiger nach 45 Minuten mit 0:1 zurücklagen, kämpften sie sich zurück ins Spiel und gewannen am Ende durch Tore von Mathias Franke (2), Alexander Schmidbauer und Patrick Herkommer mit 4:1.

Mit diesem Sieg qualifizierte sich der BSK für die Aufstiegsspiele zur Landesliga-Südwest. Verfolger Babenhausen holte sich zum Abschluss noch ein 4:4-Unentschieden gegen den VfB Durach. Der Kreisbote sprach mit Erfolgscoach Günter Bayer.

Was bedeutet der Vizetitel?

Bayer: Wenn man alles zusammenzählt, dann hat der Verein nach Jahrzehnten wieder die Chance an der Tür der Landesliga anzuklopfen. Für uns ging es eigentlich erst ab dem achten Spieltag richtig los. Erst da waren wir in voller Personalstärke. Es folgten 14 Spiele ohne Niederlage und nach unserer einzigen Niederlage gegen Bad Grönenbach gab es nochmals acht Siege am Stück.

Allerdings war der BSK auch vom Verletzungspech verfolgt.

Bayer: Genau. Mit Waldemar Schander, Alessandro Mormina und Alexander Günter beklagen wir drei Spieler, die sich einen Kreuzbandriss zugezogen haben. Das nahm schon Überhand. Hinzu kommen immer noch die Ausfälle von Martin Lerchenmüller und Dennis Starowoit wegen eines Bänderrisses. Erschwert hat uns auch immer die Schichtarbeit. Denn über ein Drittel meiner Spieler sind hier involviert. Hier kannst du nicht komplett trainieren, teilweise hatten wir auch Probleme am Wochenende bei den Spielen.

Was zeichnet die Mannschaft aus?

Bayer: Der Anfang der Saison war katastrophal. Der Tiefpunkt folgte mit dem letzten Tabellenplatz. Doch die Jungs entwickelten eine Eigendynamik, haben hervorragend trainiert. In der Mannschaft steckt eine enorme Qualität. Das macht mich schon sehr stolz. Der Verein liegt mir am Herzen, da ich auch jahrelang hier gespielt habe.

Um künftig in der Landesliga zu spielen, muss Neugablonz mit dem FC Ehekirchen erst einmal die erste Hürde überwinden. Welchen Tücken hat so eine Relegationsrunde?

Bayer: Bei solchen Entscheidungsspielen kommt es auf viele Kleinigkeiten an. Da gilt es mit der nervlichen Anspannung umzugehen. Glück und Pech sind hier nah beisammen, da die Partie im Championslea­gue-Modus absolviert werden. Das heißt die Auswärtstore zählen doppelt.

Was ist Ihnen über Ehekirchen bekannt?

Bayer: Ich kenne sie überhaupt nicht. Einzig Spielertrainer David Bulik hat bei mir in Mering gespielt. Ehekirchen hat als Aufsteiger eine Saison in der Landesliga gespielt. Sie sind heimstark, das zeigt mir der deutliche 5:1-Sieg über den SV Raisting.

Können Sie gegen den Tabellenvorletzten der Landesliga-Südwest wenigstens eine schlagkräftige Truppe stellen?

Bayer: Wir werden mit dem gleichen Kader gegen Ehekirchen auflaufen. Nach seiner Rotsperre steht uns Dorijan Ozvald wieder zur Verfügung. Umso größer verdient die Mannschaft den gebührenden Respekt, weil sie in den letzten Wochen trotz vieler Ausfälle gerannt und gekämpft hat.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Stefan Günter

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