Die Spritzigkeit fehlt

BSK Olympia Neugablonz holt daheim nur einen Punkt gegen Heimertingen

+
BSK-Schlussmann Dennis Starowoit konnte immer wieder gefährliche Angriffe der Heimertinger entschärfen.

Kaufbeuren-Neugablonz – Nichts wurde es mit dem erwarteten und angestrebten Heimsieg des BSK Olympia Neugablonz. In der Fußball-Bezirksliga-Süd sind die Schmuckstädter vor rund 200 Zuschauern gegen den FC Heimertingen nicht über ein 2:2-Remis hinausgekommen. Dabei musste Neugablonz zweimal einem Rückstand hinterherlaufen und verlor zwei wichtige Spieler.

„Wir haben es uns wieder einmal selbst schwer gemacht“, kann Kapitän Mathias Franke mit dem Auftritt nicht ganz zufrieden sein. Bereits fünf Minuten nach dem Anpfiff klingelte es im Kasten der Neugablonzer. Doch dieser Treffer hatte Folgen: Ohne Fremdeinwirkung verdrehte sich Waldemar Schander das Knie und musste nach dem Gegentreffer der Unterallgäuer durch Tobias Süß ersetzt werden. Doch der BSK verkraftete den Gegentreffer und den Ausfall des 26-Jährigen. Aber erst in der 26. Minute klingelte es im gegnerischen Tor, als Drazen Jelic seinen dritten Saisontreffer markierte. Allerdings lief auch gegen die Heimertinger nicht alles nach Plan. „Wir haben durch unsere individuellen Fehler den Gegner immer wieder stark gemacht“, bilanziert Franke.

Den besseren Start in die zweiten 45 Minuten erwischten die Gäste. Maximilian Ecker sah, dass BSK-Schlussmann Dennis Starowoit zu weit vom Tor entfernt stand. Mit einem Distanzschuss aus rund 50 Metern schoss er die Kugel über Starowoit hinweg ins leere Tor zur erneuten Führung (56.). Die Heimelf reagierte mit schnellem Kombinationsspiel, drückte auf das Tor der Heimertinger. Erst in der 77. Minute wurde Neugablonz durch einen Treffer von Benjamin Maier zum 2:2 belohnt. „Wir haben es leider nicht geschafft, den Siegtreffer zu erzielen, obwohl wir es eigentlich verdient gehabt hätten“, hadert Franke auch mit der Chancenverwertung im zweiten Durchgang. Vier Minuten vor Spielende musste Neuzugang Drazen Jelic nach einer Platzwunde aus der Partie genommen werden.

Weil die Konkurrenz nicht patzte, ist Neugablonz in der Tabelle abgerutscht. 14 erreichte Zähler bedeuten derzeit Rang fünf. Nur vier Zähler liegt der TV Erkheim als neuer Spitzenreiter vor den Schmuckstädtern. „Wir sind immer noch gut dabei, allerdings sind wir von unseren spritzigen Auftritten zu Saisonbeginn noch etwas entfernt. Es fehlen ein paar Prozent, um auch solche Spiele für uns zu gestalten“, sagt der Kapitän und macht deutlich: „Wir schlagen uns teilweise selbst. Fußball ist unberechenbar.“

Nächste Hürde

Vor dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Kaufering gibt es zumindest die positive Nachricht, dass die beiden Rotsünder Zoran Vrbanic und Dorijan Ozvald wieder spielberechtigt sind. Ob Drazen Jelic und Waldemar Schander zur Verfügung stehen, ist noch fraglich. Allerdings dürfte die Aufgabe bei den Oberbayern zu keinem Selbstläufer werden. Nach drei Pleiten gelang ihnen ein 2:0-Auswärtssieg gegen Aufsteiger TSV Neusäß. In der vergangenen Spielzeit gab es gegen den VfL zwei Niederlagen. „Wenn unsere Einstellung passt, wir befreiter aufspielen und nicht zu verkrampft wirken, ist ein Sieg durchaus möglich“, schwört Mathias Franke das Team bereits auf diesen Gegner ein.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

Neuformiertes Westendorfer Ringerteam startet in der Bayerischen Oberliga
Neuformiertes Westendorfer Ringerteam startet in der Bayerischen Oberliga

Kommentare