Landesligist Kaufbeuren zwingt Favoriten Mering mit 3:0 in die Knie

Ein unerwarteter Sieg

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Nachwuchsakteur Furkan Kircicek war wieder nicht zu stoppen. Er erzielte in Mering sein bereits drittes Saisontor.

Kaufbeuren – Die SpVgg Kaufbeuren hat nach dem wichtigen 2:0-Heimerfolg über den TSV Gersthofen nun auch auswärts eine erste Duftmarke gesetzt.

Beim favorisierten SV Mering gelang der SVK ein verdienter 3:0-Erfolg. Einen Tag nach seinem 30. Geburtstag machte Torwart Carsten Schmelz ein grandioses Spiel und brachte mit seinen Paraden den Gegner zur Verzweiflung. „Das war eine klasse Mannschaftsleistung, wobei Torwart Carsten Schmelz hier heraussticht. Er hat alle brenzligen Situationen geklärt. 

"Hut ab vor dieser Leistung“, war Cheftrainer Fred Jentzsch natürlich sichtlich über drei Punkte erfreut. Die Gäste waren von Anfang an hellwach und hoch konzentriert. Ohne Lukas Kessler (Grippe), dafür mit Lukas Greif spielte die SVK in den ersten 15 Minuten einen kontrollierten Fußball. Beide Teams schenkten sich nichts. Die Partie war ausgeglichen, allerdings ohne nennenswerte Chancen. In der 18. Minute war Schmelz auf dem Posten und klärte einen Schuss. Der Druck der Hausherren wurde größer. Torjäger Agustin Barbano verfehlte freistehend in der 27. Minute das Tor. Die SVK musste fortan in der Defensive Höchstarbeit leisten. Zudem leisteten sich die Wertachstädter ein ums andere Mal unnötige Abspielfehler. Doch aus heiterem Himmel erzielte Fabian Freudling in der 33. Minute die 1:0-Führung für die Gäste. Direkt nach der Pause gelang Furkan Kircicek das 2:0 für die SVK (47.). Nach einer Glanztat von Kaufbeurens Schlussmann leitete Alexander Schmidbauer einen Konter ein. 

Der Youngster ließ drei gegnerische Spieler stehen und erzielte aus spitzen Winkel sein drittes Saisontor. Mering hatte an diesem Tag überhaupt nicht das Glück auf seiner Seite. Agustin Barbano schaffte es nicht aus drei Metern freistehend ins Tor zu köpfen. Dafür gelang der SVK heute alles. In der 62. Minute setzte sich Furkan Kircicek erneut durch, passte in den Rücken der gegnerischen Abwehr und Lukas Greif traf zum 3:0. Die Gastgeber ließen weiterhin nicht locker, doch ein Tor wollte für den haushohen Favoriten heute nicht fallen. Das gab es schon lange nicht mehr. Nach einem 2:0-Erfolg, folgte gleich nochmals ein Dreier. 180 Minuten ohne Gegentor ist jetzt zwar kein Aufschrei wert, doch der SVK ist es wie Balsam auf der Seele. Kaufbeuren ist auf dem Weg Kontinuität in sein Spiel zu bringen. „Es hat richtig Spaß gemacht, den Jungs zuzuschauen“, so Co-Trainer Martin Prediger. Noch am Samstag musste der 34-Jährige mit anschauen wie der FC Ebenhofen gegen sein U23-Team mit 2:0 gewann und somit den Wertachstädtern die zweite Saisonniederlage zufügte. „Jeder Spieler hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. So stelle ich mir ein junges und hungriges Team vor“. Selbst Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner steckte mit seiner Erfahrung und dem Siegeswillen die anderen Spieler an. 

„Wir haben von Anfang gemerkt, dass heute etwas in Mering zu holen ist. Ich bin natürlich sehr stolz auf die Mannschaft, insbesondere auf Carsten Schmelz, der seinen Kasten sauber hielt“. Mit nunmehr zehn Punkten liegt die SVK derzeit auf Rang zehn in der Landesliga-Tabelle. Zum Vergleich: Aufsteiger Ichenhausen liegt nur fünf Punkte vor der SVK auf Rang eins. „Die Liga ist so eng beisammen und spielt wieder verrückt. Du brauchst nur auf die Ergebnisse zu schauen. Die Tagesform ist jedes Mal entscheidend“, wiederholt sich Cheftrainer Fred Jentzsch und appelliert an seine Mannschaft weiter zu machen. „Wir können uns mit weiteren drei Zähler unsere drei Siege vergolden“, geht sein Blick schon in Richtung kommendes Heimspiel. Am kommenden Samstag, 16. August, gastiert der FC Memmingen II, der am vergangenen Wochenende im Unterallgäu-Derby gegen den TSV Ottobeuren zu seinem ersten Saisonsieg kam (3:0). Mit drei Unentschieden und drei Niederlagen und jetzt dem Sieg ist der Saisonstart für die Maustädter auch nicht gerade rosig verlaufen. Das Landesliga-Duell gegen den FCM beginnt am Samstag um 16 Uhr im Parkstadion. von  Stefan Günter

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