ESVK ringt Löwen einen Punkt ab

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Mit 3:1 führten die Joker gegen Frankfurt bis sieben Minuten vor Spielende. Dann wendete sich das Blatt und die Löwen siegten in Overtime.

Kaufbeuren – Es läuft derzeit überhaupt nicht, das Glück ist nicht auf Seiten der Kaufbeurer. Schon beim Freitagsmatch gab es in Rosenheim beim Tabellenschlusslicht eine enttäuschende und unnötige 4:3-Niederlage. Am Sonntag folgte der nächste Dämpfer. Nach einer 3:1-Führung bis sieben Minuten vor Schluss gegen Frankfurt gaben die Joker nach großartigem zweiten Drittel die Partie aus der Hand. Zu allem Überfluss ging auch noch die Overtime verloren, so dass nur ein einziger Punkt vor Ort blieb.

Deshalb rutschten die Kaufbeurer noch einen Rang nach unten und sind nun Vorletzter, da die Starbulls Rosenheim am Sonntag mit 6:1 bei den Heilbronner Falken unter die Räder kamen und die „Rote Laterne“ wieder entfachten.

Löwen im Glück

Im Heimspiel gegen die favorisierten Löwen am Sonntagabend zeigten die Kaufbeu­rer erfrischendes Hockey und brachten die Startruppe vom Main an den Rand einer Niederlage. Nach dem 0:1 nach nur 88 Sekunden nahm ESVK-Coach Brockmann eine Auszeit und puschte seine Jungs noch einmal auf. Dies trug Früchte, denn die Kaufbeurer hielten dem Druck der Gäste stand. Das zweite Drittel stand dann ganz im Zeichen des ESVK. Mit unwahrscheinlich viel Ehrgeiz und Kampf rissen die Joker das Match an sich. Drei Treffer durch Fröhlich, Gracel und Karevaara ließen das Spiel kippen und ermöglichten nachfolgende Chancen. Der ESVK hielt auch im letzten Durchgang der nun folgenden Daueroffensive stand. Erst sieben Minuten vor Ende fiel der Anschlusstreffer der Löwen. 

Es sollte ein Dreier werden, wenn nicht der schwache Hauptschiedsrichter Eugen Schmidt in der letzten Spielminute eine mehr als fragwürdige Strafzeit gegen die Joker ausgesprochen hätte. Dieses Geschenk nahmen die Löwen dankend an und erzielten mit zwei Mann mehr auf dem Eis den nicht mehr geglaubten Ausgleich. In der nachfolgenden Verlängerung merkte man den Frust der Joker an und Frankfurt siegte nach dem 4:3 durch Nils Liesegang. Die Jokerfans unter den 1398 Zuschauern mussten wieder einmal enttäuscht den Heimweg antreten. ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Wir sahen ein hervorragendes zweites Drittel und einen Kampf bis zum Umfallen. Enttäuschung jedoch, dass es letztlich nicht zu mehr Punkten gereicht hat, da sogar nach dem 3:1 gute Möglichkeiten ausgelassen wurden um die Führung weiter ausbauen zu können.“

Niederlage in Rosenheim

Am Freitagabend kehrten die Joker mit einer 4:3-Niederlage vom Tabellenschlusslicht aus Rosenheim zurück. Trotz einer 2:0-Führung durch Laaksonen und Verteidiger Pozivil fiel kurz vor der ersten Pause der Anschlusstreffer. Das Match wurde eigentlich schon im zweiten Durchgang verloren, als zu lasches Abwehrverhalten die Starbulls auf die Siegerstraße brachten. Gleich der erste Angriff der Rosenheimer brachte die Vorentscheidung. Anton Pertl gelang an seiner alten Wirkungsstätte nochmals der Anschlusstreffer zum 4:3, doch dabei blieb es und die Starbulls zogen vor 2243 Zuschauern mit diesem Sieg an dem ESVK in der Tabelle vorbei. Denis Pfaffengut bekam im ersten Drittel noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt.

Dresdner Eislöwen zu Gast

Schon an kommenden Freitag, 28. Oktober, empfängt der ESVK um 19.30 Uhr am Berliner Platz die Eislöwen aus Dresden. Das Team von Trainer Bill Stewart startete mit Anlaufschwierigkeiten in die Saison. Doch mittlerweile haben sie sich gefangen und rangieren auf Rang Sechs. Zuletzt siegten sie zuhause gegen Ravensburg und auswärts in Riessersee.

Fanstammtisch

Im kleinen überschaubaren Kreis fand vergangenen Donnerstag in der Stadiongaststätte „Zum Puck“ der zweite Fanstammtisch dieser Spielzeit statt. Von Seiten des ESVK gaben Geschäftsführer Michael Kreitl, Trainer Andreas Brockmann, Kapitän Sebastian Osterloh und Pressesprecher Philippe Bader bereitwillig Auskunft über die aktuelle sportliche Situation der Joker und über den Stadionneubau. Interessant auch die Diskussion über die Schwierigkeiten und (Un)-Möglichkeiten so manchen talentierten Nachwuchsspieler längerfristig an den Heimatklub zu binden. Letzte Saison musste es der ESVK anhand von Max Lukes und Daniel Pfaffengut wieder erfahren, die einfach bei sportlich und finanziell besser gestellten Klubs anheuern wollten, in der Hoffnung auf eine eventuelle spätere Profikarriere.

DNL-Team in der Endrunde

Trotz einer 5:3-Niederlage im letzten Vorrundenspiel beim EV Regensburg erreichten die Kaufbeurer Youngster die Teilnahme an der Endrunde als Tabellenvierter mit 22 Punkten. Nach dem zweiten Drittel hieß es durch Treffer von Thomas Heger und Fabian Koziol 2:2-Unentschieden. Die Gastgeber erwischten den besseren Auftakt im letzten Drittel und der ESVK konnte nur noch durch Fabian Koziol einen Treffer erzielen und verlor somit. Trotzdem hat die Truppe von Trainer Juha Nokelainen damit die Endrundenteilnahme der besten acht Teams gesichert.

von Werner Mayr

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