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Starke Joker schlagen die Wölfe Freiburg

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Von: Thomas Schreiber

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Torwart Dieter Geidl (am Boden) musste schon in der ersten Minute behandelt werden.
Torwart Dieter Geidl (am Boden) musste schon in der ersten Minute behandelt werden. © Schreiber

Kaufbeuren – Der ESV Kaufbeuren hat am Dienstagabend im Heimspiel gegen den EHC Freiburg vor 856 Zuschauern einen unmittelbaren Konkurrenten um die Play-Off-Plätze verdient mit 6:3 geschlagen. Nach dem Spiel war die kollektive Erleichterung von der Spielerbank bis hinauf zu den Zuschauern zu spüren, denn mit dem zweiten Sieg in Serie haben sich die Joker wieder etwas Luft verschafft.

Die Partie begann für den ESVK jedoch bereits in der ersten Spielminute mit einer Schrecksekunde, als Torhüter Dieter Geidl verletzt am Boden liegen blieb und vom Kaufbeurer Mannschaftsarzt behandelt werden musste. Doch zum Glück konnte der 18jährige nach kurzer Unterbrechung weiterspielen und entwickelte sich zunehmend zu einem starken Rückhalt für seine Mannschaft. Mit der Rückkehr von Sami Blomqvist und einigen Umstellungen konnte Trainer Tray Tuomie erstmals wieder vier Sturmreihen aufs Eis schicken, dass sich bezahlt machen sollte. In der zwölften Minute war Blomqvist dann auch der erste Torschütze zum 1:0 für den ESVK.

Nur zwölf Sekunden später konnte sich DNL-Spieler David Diebolder über seinen ersten DEL2-Treffer zum 2:0 freuen. Jetzt waren die Joker so richtig in Spiellaune und Fabian Voit und Joey Lewis erhöhten noch bis zur 15. Minute auf 4:0. „Wir haben einen guten Start hingelegt und dabei viel Druck gemacht“, beschreibt ESVK-Coach Tray Tuomie die deutliche Führung zu diesem Zeitpunkt.

Nach diesem Treffer zog der Freiburger Trainer mit einem Time-out die Reißleine und beendete auch vorzeitig den Arbeitstag von seinem Torhüter Patrik Cerveny, der fortan von Luis Benzing ersetzt wurde. „Wir haben das erste Drittel total verschlafen, da ist es schwierig wieder zurückzukommen“, sagt Gästetrainer Robert Hoffmann nach den vier Gegentoren. Zwei unnötige Strafen für den ESVK zu Beginn des zweiten Drittels bescherten den Gästen eine Fünf gegen drei Überzahlsituation, die in der 23. Minute zum 1:4 für Freiburg führte.

Doch schon in der Folgeminute stellte Sami Blomqvist mit seinem zweiten Tor den alten Abstand zum 5:1 für die Joker wieder her. Die Gäste wirkten nun insgesamt etwas zielstrebiger und auch bissiger in den Zweikämpfen und konnten noch im zweiten Drittel bis auf 3:5 verkürzen. Auf Kaufbeurer Seite war man froh, dass man diese Führung noch in die zweite Pause retten konnte. Ganze acht Sekunden waren im letzten Abschnitt gespielt, da erzielte John Lammers das wichtige 6:3 für den ESVK, das den Gästen auch etwas die Moral genommen hatte. Zudem schwächten sich die Wölfe durch drei Strafzeiten selbst noch zusätzlich. Zwar versuchte der Gäste-Trainer bereits in der 58. Minute ohne Torhüter dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch der ESVK ließ in der restlichen Spielzeit nichts mehr anbrennen und konnte sich unter dem Applaus der Zuschauer über den zweiten Sieg in Serie freuen.

„Das war heute ein gutes Spiel von uns, denn wir sind Defensiv wie auch Offensiv gutgestanden. Jetzt müssen wir in Tölz nachlegen, dann sind wir weiter gut dabei im Kampf um die Play-Off-Plätze“, sagte A-Kapitän Alexander Thiel nach dem Spiel.

Bereits am Donnerstag um 19.30 Uhr steht für die Joker bei den Tölzer Löwen das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Den aktuellen Spielbericht dazu gibt es wie gewohnt auf www.kreisbote.de.

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