Westendorfer Ringer verkaufen sich bei Deutscher Meisterschaft gut

Die "jungen Wilden" am Start

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Steve Masuch (TSV Westendorf) im Kampf gegen Marcel Fornoff.

Westendorf – Der Westendorfer Ringer Steve Masuch hat sich mehr als gut verkauft. Als einer der „jungen Wilden“ nahm er bei den Deutschen Freistil-Meisterschaften der Männer in Unterföhring teil.

Obwohl Masuch noch für die Junioren startberechtigt ist, wollte BRV-Sportdirektor Erich Stanglmaier ein Zeichen setzen, in dem er bei den aktuellen Titelkämpfen jungen und aufstrebenden Akteuren, wie eben dem 19-Jährigen, die Chance gab, sich zu beweisen. Der Zweitliga-Ringer ging bei den Deutschen Meisterschaften im Freistil in Unterföhring in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm an den Start. Seinen ersten Kampf gestaltete der Ostallgäuer erfolgreich.

Gegen den Laudenbacher Arkadius Böhm verlor Masuch zwar Runde eins mit 1:3, doch dann drehte er den Kampf zu seinen Gunsten. Mit 5:1 und 6:0 überzeugte er gegen seinen nordbadischen Kontrahenten. Knapp ging es für den Westendorfer dann im Viertelfinalkampf gegen den Gailbacher Marcel Fornoff zu. Hier fehlte es ihm allerdings an Glück. Sein Gegner wirkte abgezockter, obwohl er ihm nicht körperlich überlegen war. Der für den hessischen Landesverband startende Fornoff fuhr somit die beiden Runden mit 1:0 und 3:0 nach Hause. Für Steve Masuch waren die Titelkämpfe bei den Herren mit Platz neun beendet. Trotzdem zeigte sich der Ostallgäuer doch etwas enttäuscht.

„Ich lasse jetzt den Kopf überhaupt nicht hängen. Ich lerne aus jedem Kampf“, bereitet sich Masuch nun akribisch auf die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften bei den Junioren Anfang April im württembergischen Waldkirch vor. Selbst Landestrainer Andreas Walter (Unterföhring) bescheinigte dem Westendorfer die Zukunft. „Für die Juniorenringer, also auch für Steve, waren diese Meisterschaften ein Training unter Wettkampfbedingungen. Wir bauen auf die jungen Wilden“. 

Schon im Vorfeld der Titelkämpfe in Unterföhring schraubte Erich Stanglmaier die Erwartungen zurück. Hatte sich der BRV-Vizepräsident für Sport insgeheim doch mehr von Tim Schleicher (Nürnberg) und Ergün Aydin (Halbergmoos) erwartet, ist der Umbruch bei den Senioren nicht mehr aufzuhalten. „Wir bauen jetzt eine neue Mannschaft auf. Da wird auch Steve Masuch eine große Rolle spielen“. Unterdessen sendete die deutsche Ringergemeinde bei den Deutschen Freistil-Meisterschaften ein deutliches Zeichen in Richtung internationales Olympisches Komitee. Eine volle Halle, tolle Stimmung und packende Zweikämpfe machten klar: die Ringer glauben fest an einen Verbleib bei Olympia. „Wenn wir alle unsere Hausaufgaben machen und schnell die angestoßenen Reformen auf den Weg bringen, dann hat das Ringen gute Chancen, davon bin ich überzeugt“, so DRB-Präsident Manfred Werner (Veitshöchheim). Die Isaria-Arena in Unterföhring war an allen Kampftagen bis auf den letzten Platz gefüllt. Die unmissverständliche Botschaft an das IOC und den DOSB: „Lasst unseren olympischen Traum nicht platzen“. von Stefan Günter

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