Von Japan über Georgien zum Trainingslager nach Köln

Straffer Zeitplan für Dollinger

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Zeit für ein Gruppenbild mit den Japanerinnen: Riho Shibata (v. li.), Antonio Freytag, Theresa Stoll, Lisa Dollinger, Amelie Stoll und Lori Nakamura.

Kaufbeuren – Der Terminkalender von Lisa Dollinger ist dicht gedrängt. Die 22-jährige Kaufbeurerin war unlängst für zweieinhalb Wochen wieder in Japan, ehe sie im Anschluss an einem Grand-Prix in Georgien mit Erfolg teilnahm. Dennoch: Die Judo-Europameisterschaften in Israel finden jetzt im April ohne die Nationalkaderathletin aus der Wertachstadt statt.

Lisa Dollinger hat ihre Nichtnominierung relativ locker aufgenommen. Denn sie ahnte es bereits. Groß ist die Konkurrenz innerhalb des Nationalteams. „Ich muss es realistisch und objektiv betrachten, dass ich in diesem Jahr kein großes Turnier, wie eine EM und WM, bestreiten werde.“ Dennoch gehört die Kaufbeurerin seit Anfang April zum Olympiakader. „Ja, ich habe diesen Kaderstatus“, freut sie sich. Zwar sei dieser Status erst einmal auf ein Jahr begrenzt, dennoch könne sie das Wettkampfjahr 2018 ohne Stress weiter angehen. „Mein Ziel ist es, bei vielen Turnieren dabei zu sein und die nötigen Rang­listenpunkte zu holen.“

Ihr Terminkalender führte sie zusammen mit ihren Teamkolleginnen aus der Nationalmannschaft, Antonia Freytag sowie die Geschwister Theresa und Amelie Stoll, nach Tsukuba, Japan. Das Quartett trainiert sonst im Olympiastützpunkt München. In der örtlichen Universität untergebracht, gab es für sie allerbeste Trainingsbedingungen. „Wir haben immer vier bis fünf Tage nacheinander trainiert, immer früh. Eine Einheit dauerte rund zweieinhalb Stunden“, erzählt sie. Vorwiegend standen Trainingswettkämpfe, also Randori, auf dem Programm. Hinzu kamen noch weitere Lauftrainingseinheiten sowie Übungen im Kraftraum. An einem Regenerationstag fuhren sie meistens ins etwa 60 Kilometer entfernte Tokio. Im Dezember war Dollinger bereits mit der Nationalmannschaft zum ersten Mal bei einem Lehrgang in der Weltmetropole.

Platz fünf in Tiflis

Wenige Tage nach der Trainingsmaßnahme in Japan folgte für Lisa Dollinger bereits ein Grand-Prix im georgischen Tiflis. Über Ostern stand das internationale Turnier auf dem Programm. Am Ende belegte die Kaufbeurerin den fünften Platz. Im Kampf um Bronze unterlag sie der Polin Beata Pacut. „Ich habe mich in Georgien gut verkauft“, freut sich Dollinger über ihre Platzierung.

Ihr Blick richtet sich bereits auf die nächsten Maßnahmen. Bis zum kommenden Freitag, 13. April, ist ein EM-Vorbereitungslehrgang in Köln angesetzt. Hier dient sie als Trainingspartnerin für ihre Teamkolleginnen in der Nationalmannschaft. Schon am Samstag, 14. April, steht sie ab 17 Uhr für den TSV Großhadern in der Ersten Bundesliga auf der Tatami. Dann geht es in München gegen den Judoclub Wiesbaden um die ersten Punkte.

von Stefan Günter

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