Thaiboxen

Größter Erfolg überhaupt

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Stolz zeigt Omid Safdari (links) seine Silbermedaille. Mit im Bild ist sein Vereinscoach Markus Lang.

Kaufbeuren/Split – Es war sein erster großer Auftritt auf internationaler Bühne: Omid Safdari vom Sugrib Gym Kaufbeuren hat sich bei den Muaythai Europameisterschaften in Split sensationell die Silbermedaille erkämpft. Rund 250 Teilnehmer aus 37 Nationen traten in Kroatien an.

Er war der einzige bayerische Kämpfer im Nationalteam, der in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm für Furore sorgte. Überaus glücklich präsentierte er im Beisein von Sugrib Gym-Chef Markus Lang seine Medaille. „Ich bin sehr stolz. Zudem ist es ein unbeschreibliches Gefühl, das schafft nicht jeder“, so Safdari. Gleich zum Auftakt trat der Kaufbeurer im Viertelfinalkampf gegen den Ungarn Nagy Kristof an, den er in drei Runden bezwang. Im Halbfinale stand er sich dem Norweger Brandon Trung Moen gegenüber, den er ebenfalls in die Schranken wies. „Als ich mich für den Endkampf qualifizierte, konnte ich es erst gar nicht glauben. Ich dachte: Wow, ich kann international mithalten“, erzählt Safdari. Nur im Finale war der Schwede Johan Anderson einen Ticken besser.

Schon in der Vorbereitung gingen Safdari und sein Coach Markus Lang akribisch auf jedes Detail ein. „Wir hatten viele Einzeltrainingseinheiten. Der Aufwand war sehr groß. Ziel war es, Omid punktgenau für die EM fit zu bekommen. Da mussten wir schon etwas jonglieren“, so Lang. „Omid gibt immer 200 Prozent. Manchmal musste ich ihn der Gesundheit wegen schon etwas einbremsen.“ „Ich bin wahnsinnig stolz auf ihn. Omid hat bei mir das Thaiboxen angefangen. Dass ein Athlet aus meinem Stall so weit gekommen ist, das gab es noch nie.“

Omid Safdari hat weitere Ziele vor Augen. Im Januar stehen in Neugablonz die Bayerischen Meisterschaften an. Um sich für die deutschen Titelkämpfe qualifizieren zu können, ist für ihn ein Platz unter den ersten drei Voraussetzung. Selbst die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Mai in Minsk ist noch in weiter Ferne. „Ich kann und werde mich nicht auf meinem Vize-Titel bei der EM ausruhen“, sagt Safdari mit der Erkenntnis: „Meinen Platz im Nationalteam ist nicht sicher. Ich muss mich weiterhin beweisen.“

von Stefan Günter

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