"Gerechtes Unentschieden" zwischen SpVgg Kaufbeuren und TSV Kottern

Seit sieben Spielen ungeschlagen

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Lukas Zink (ganz rechts im Bild) erzielte in der 74. Minute nach einer tollen Flanke von Alexander Schmidbauer den 1:1-Ausgleich gegen den TSV Kottern.

Kaufbeuren – Fünf Siege und zwei Unentschieden aus den letzten sieben Spielen: Kaufbeurens beeindruckende Serie in der Fußball-Landesliga-Südwest sorgt weiterhin für großes Staunen. Der einstige Abstiegskandidat erkämpfte sich 17 Punkte in Folge und liegt nun fünf Spieltage vor Saisonende mit 38 Zählern auf Rang elf.

Jüngst holte die SVK gegen den TSV Kottern ein 1:1. „Es ist ein gerechtes Unentschieden zwischen beiden Mannschaften. Kompliment an die Mannschaft, die nach dem Rückstand wieder zurückgekommen ist“, freut sich Herrenchef Thomas Neumann über die weiter andauernde Erfolgssträhne. Bereits in der 7. Spielminute hatte SVK-Stürmer Lukas Zink per Kopf die Möglichkeit seine Mannschaft in Führung zu bringen. 

Drei Minuten später war Furkan Kircicek zur Stelle, doch sein Distanzschuss brachte Kotterns Schlussmann Michael Liebherr nicht in Gefahr. Kurz vor der Pause erzielten die Oberallgäuer durch Stefan Liebert überraschend die 1:0-Führung. Aus rund 30 Metern verwandelte er direkt die einzig richtige Chance. Kaufbeurens Schlussmann Bernd Grund war hier nicht chancenlos. 

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Erhan Erden (51.) die Möglichkeit seinen TSV mit 2:0 in Führung zu bringen. Von der Strafraumgrenze aus etwa halbrechter Position zog er am linken Pfosten vorbei. Bernd Grund wäre nicht an die Kugel herangekommen. Glück für die SVK, Pech für Kottern. Der Gastgeber hatte zwar in der Folge gute Ansätze, doch fehlte es am Abschluss. Binnen drei Minuten vergab Kaufbeuren durch zwei Freistöße von Lukas Göttle (64.) und Alexander Schmidbauer (66.) gute Möglichkeiten. 

Kottern verteidigte mit Mann und Maus, was für die SVK erst einmal kein Durchkommen bedeutete, obwohl die Hausherren das Spiel dominierten und auf Fehler der Gäste warteten. Nach einer tollen Flanke von Alexander Schmidbauer stand Lukas Zink goldrichtig und köpfte in der 74. Minute zum längst überfälligen 1:1 ein. „Das war natürlich eine super Flanke von Axi Schmidbauer. Ich habe einfach nur meinen Kopf hinhalten müssen. Ich hatte auch etwas Glück, weil der Torwart drin blieb“, so der 22-Jährige. 

Kottern enttäuschte leider im zweiten Durchgang, wirkte ideenlos, während die SVK frech nach vorne spielte. „Den Gegentreffer zum 0:1 muss ich mir selbst ankreiden“, zeigt sich Kaufbeurens Schlussmann Bernd Grund nach dem Spiel selbstkritisch und verteilt im gleichem Atemzug Lob an seine Vorderleute: „Wir stehen in der Defensive super und lassen kaum was zu“. 

Beeindruckend mit welcher mentalen Stärke und Sicherheit die SVK die vergangenen Spiele auftrumpfte. „Auch nach dem Rückstand haben wir den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern einfach weitergespielt und gekämpft“, unterstreicht Abwehrspieler Lukas Göttle die mannschaftliche Geschlossenheit. 

Nochmals nachsitzen 

Am Mittwoch (29. April) wartet auf die SVK das letzte Nachholspiel. Beim abstiegsgefährdeten Team aus Affing kann Kaufbeuren um 18.15 Uhr selbst einen großen Schritt Richtung vorzeitigem Klassenerhalt machen. „Hier haben wir es selbst in der Hand, die 40 Punkte-Marke zu überschreiten“, hofft Abteilungsleiter Thomas Neumann auf ein weiteres Erfolgserlebnis. „Wir sollten Affing aber nicht unterschätzen“, betont Lukas Zink. 

Das Team aus dem Landkreis Aichach-Friedberg steckt mit 20 Punkten derzeit auf einem Abstiegsplatz. Torwart Bernd Grund sieht diesem Spiel gelassen entgegen: „Wir können befreit aufspielen. Wir haben nicht mehr den immensen Druck“.

von Stefan Günter

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