Zittern bis zum Schluss

SV Stöttwang schnappt sich am letzten Spieltag noch die Meisterschaft

+
Jubelstürme und Ausnahmezustand in Blonhofen: Hier feierte der SV Stöttwang seine Meisterschaft.

Stöttwang – Es ist eine Erfolgsgeschichte, die die Fußballer des SV Stöttwang am vergangenen Wochenende geschrieben haben. Nach dem 3:0-Auswärtssieg beim FC Blonhofen und der gleichzeitigen 1:3-Niederlage des TSV Betzigau beim TSV Pfronten, krallten sich die Ostallgäuer am finalen Spieltag der Kreisliga-Süd noch den Titel. Der SVS spielt künftig in der Bezirksliga-Süd. Für den Dorfverein eine absolute Premiere.

Ausnahmezustand ausgerechnet beim Rivalen in Blonhofen: Stöttwang schaffte die Sensation, während Aufsteiger Betzigau in die Relegation muss. „Mit dem Tag, an dem wir unsere Meisterschaft ausgerechnet in Blonhofen geholt haben, ändert sich nun einiges“, strahlt Abteilungsleiter Michael Müller. Es sei das Höchste der Gefühle, „einfach unbeschreiblich“, sagt er stolz.

Ein ganzes Dorf fieberte und zitterte eine ganze Saison mit. Im April gab es ein kleines Tief. Hier ließ Stöttwang gegen Pfronten (1:1), Altusried (2:2) und Obergünzburg (1:2) wertvolle Punkte liegen. Da sah man schon die Felle davonschwimmen. Weil auch Betzigau kein Kapital daraus schlug, roch der SVS wieder Lunte und machte am Ende nicht unverdient den Deckel drauf. Auslöser war der wichtige 3:1-Sieg gegen den TSV Kottern II. „Weil wir zusammengehalten und ans uns geglaubt haben, kam diese Sensation erst zustande“, so Müller.

Mit 32 Gegentoren stellte Stöttwang nach dem SC Ronsberg (28) die zweitbeste Abwehr der Liga. Dem gegenüber stehen 54 erzielte Tore. Bei 26 absolvierten Partien ging der SVS 16 Mal als Sieger vom Platz, bei sechs Unentschieden und vier Niederlagen.

Jetzt laufen die Planungen für die neue Saison in der Bezirksliga-Süd. Laut Abteilungsleiter Müller soll die gleiche Mannschaft auch dieses Abenteuer bestreiten. „Alle Spieler bleiben“, freut sich der Fußballchef. Marco Schmitt geht mit Stöttwang in die mittlerweile vierte Saison. „Ich fühle mich hier sauwohl. Das Miteinander muss man einfach erleben“, verweist der Meistertrainer auf seine homogene Mannschaft, die über sich hinausgewachsen ist. Für den 37-jährigen Trainer ist es der zweite Aufstieg binnen drei Jahre. Besonders groß ist nun die Vorfreude auf die Derbys gegen den BSK Olympia Neugablonz und FC Thalhofen.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

BSK-Chef denkt ans Aufhören
BSK-Chef denkt ans Aufhören
BSK gewinnt gegen Landesligist Memmingen
BSK gewinnt gegen Landesligist Memmingen
Trainingsauftakt beim BSK Olympia Neugablonz
Trainingsauftakt beim BSK Olympia Neugablonz
Keine Finalpartien beim Allgäu-Cup wegen Regenschauer
Keine Finalpartien beim Allgäu-Cup wegen Regenschauer

Kommentare