SVK: Sieg in Gerolstein entscheidet über Verbleib in der Landesliga

Klassenerhalt ist geschafft!

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Jubel beim gesamten Team: Kaufbeuren schließt die aktuelle Spielzeit mit dem entscheidenden Sieg ab.

Kaufbeuren – Es ist vollbracht: Die Spielvereinigung Kaufbeuren hat im letzten Saisonspiel ihren weiteren Verbleib in der Landesliga/Südwest perfekt gemacht. In Gerolfing siegten die Ostallgäuer mit 2:1.

Während der TSV Bobingen und der FC Memmingen II den bitteren Gang in die Relegationsrunde antreten müssen, ist der SVK nach dem 2:1-Sieg in Gerolfing der Verbleib in der Landesliga sicher. Dabei machte es die SVK in der Fremde wieder einmal richtig spannend. Erst knappe zehn Minuten vor Spielende bog Kaufbeuren in die Zielgerade ein. 

„Wir machen wieder einmal ein sehr gutes Spiel, doch die Chancenverwertung war leider ebenfalls wieder einmal mehr als katastrophal. Wir mussten bis zur letzten Sekunde zittern“, so ein absolut glücklicher Dragan Lazic. Der Cheftrainer zeigte sich richtig froh, der Relegationsrunde entkommen zu sein: „Das wäre fatal für uns geworden. Wir hätten dann überhaupt keine Pause mehr ge- habt“. Co-Trainer Fred Jentzsch würdigte die unbändige Leistung und Willensstärke der jungen Mannschaft. „Die Jungs haben es am Ende in Gerolfing cool heruntergespielt. Die gesamte Mannschaft hat sich den Klassenerhalt verdient“. Schon vor dem finalen Duell bei den Oberbayern war jeder Spieler bis in die Haarspitzen motiviert. Für Benjamin Kleiner war jedoch gerade dieses Duell nach eigener Aussage sehr schwer, „weil wir unbedingt gewinnen mussten“. Tatsächlich lag ein enorm hoher Druck auf der Mannschaft, auf Schützenhilfe konnte und wollte man sich nicht verlassen. „Ich war der einzige auf dem Feld, der die Ergebnisse der anderen Spiele wusste. Das haben wir im Vorfeld so abgesprochen“, so der Mannschaftskapitän. Für ihn und sein Team sei es nun „ein versöhnlicher Abschluss einer recht turbulenten Saison“. 

Nervosität zu Beginn 

Von der ersten Minute an stand Kaufbeuren in Gerolfing unter Druck. Nur ein Sieg konnte den Wertachstädtern helfen, die ungeliebten Relegationsplätze zu umgehen. Und bereits in der 6. Minute hätten die Wertachstädter durch Christian Sontheimer mit 1:0 in Führung gehen können. Nach einem Ballverlust der Gastgeber ging sein Schuss aus etwa 16 Metern knapp am Tor vorbei. Die Oberbayern ließen insbesondere im ersten Durchgang laufen und hatten Spaß am Fußball. In der 17. Minute brachte Ali Ünal seine SVK nach einem Pass von Lukas Zink schließlich doch mit 1:0 in Führung. Aus etwa 14 Metern Entfernung war der gegnerische Schlussmann chancenlos. Doch die Führung dauerte keine fünf Minuten: Der Gerolfinger Benjamin Anikin bekam einen 40-Meter-Pass vor die Füße, brachte sich gekonnt in Schussposition und ließ Torwart Bernd Grund keine Chance. Kaufbeuren machte in der Folge zum Teil fahrlässige Fehler im Abwehrverbund. Vergessen war die solide Abwehrleistung in den drei Partien zuvor, als man keinen Gegentreffer zuließ. Noch in der Schlussphase der ersten Halbzeit brannte es lichterloh im Kaufbeurer Strafraum, doch die SVK brachte das 1:1 in die Pause. Die zweiten 45 Minuten gehörten eindeutig den Gästen. Mit druckvollem Spiel nach vorne war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis zur erlösenden Führung. Darüber hinaus war die SVK-Bank stets über die anderen aktuellen Zwischenstände informiert. Großchancen durch Alexander Weber, Christian Sontheimer, Ali Ünal, Lukas Zink und Alexander Günter blieben ungenutzt. Bis kurz vor dem gegnerischen Tor lief es nach Plan, doch der Siegtreffer wollte nicht fallen. In der 79. Minute gelang Mathias Franke ein sehenswertes Freistoßtor zur 2:1-Führung. Diesen knappen Vorsprung brachten die Gäste über die Zeit. 

„Nach den Höhen und Tiefen in dieser Saison bin ich natürlich sehr froh darüber, dass wir die Klasse halten konnten“, kann jetzt auch Herrenchef Thomas Neumann wieder richtig durchschnaufen. Trotz der Negativserie hatte er bewusst am Trainer festgehalten. Er sei sehr stolz „auf alle Jungs, Betreuer und Funktionäre, die Wochenende für Wochenende bereitstehen und ihre Arbeit zum Wohle der SVK verrichtet haben“. von Stefan Günter

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