Nachgefragt

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Peter Feldbrügge.

Kaufbeuren – Nach 90 Minuten stand nicht nur ein deutliches Ergebnis im Achtelfinale des BFV-Verbandspokals fest, sondern auch die Erkenntnis, die Dominanz des FC Forstern neidlos anerkennen zu müssen. Mit sage und schreibe 0:9 (0:6) verloren die Frauen der SpVgg Kaufbeuren eine Woche vor dem Punktspielauftakt in der Liga dieses Pflichtspiel im eigenen Stadion.

Für das ehemalige Bayernliga-Team startet jetzt am Samstag die neue Spielzeit in der Landesliga-Süd mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Bad Aibling. Anpfiff ist um 16 Uhr. Der Kreisbote unterhielt sich im Vorfeld mit Coach Peter Feldbrügge. 

Wie ist das 0:9 im Pokal gegen Forstern zu erklären? 

Feldbrügge: Forstern war letztendlich nicht eine, sondern zwei Klassen spielerisch, läuferisch und fußballerisch im Vergleich Frau gegen Frau besser als die SVK. Im zweiten Durchgang ging bei uns nach vorne wenig bis gar nichts mehr. Selbst nach der schnellen Führung der Gäste zum 0:3 aus unserer Sicht nach 20 Minuten gingen die Köpfe nach unten. Mit der Qualität der einzelnen Spielerinnen und der gesamten Forsterner Mannschaft können wir nicht mithalten. 

Hat die Pleite Auswirkungen auf den Ligastart? 

Feldbrügge: Wir haben Anfang der Woche eine Teambesprechung angesetzt. Die Ein- stellung muss sich ändern und jede Spielerin muss begreifen, was es auch bedeutet in der Landesliga-Süd zu spielen. Die Liga ist kein Selbstläufer. Gerade im Hinblick auf den Punktspielstart erwarte ich eine Trotzreaktion. 

Muss die Mannschaft aufgerichtet werden? 

Feldbrügge: Das Team muss sich eher allgemein weiter entwickeln. Dennoch werden wir mit breiter Brust gegen Bad Aibling auf den Platz gehen. Wir müssen an uns glauben, das spielen, was wir können. Glück gehört zum Fußball natürlich auch dazu. Allerdings muss man sich das Glück auch hart erarbeiten. 

Ist Kaufbeuren nach der Klatsche im Pokal schon automatisch Außenseiter im ersten Saisonspiel? 

Feldbrügge: Nein, das sehe ich nicht so. Keiner ist Außenseiter. Es kann jeder jeden schlagen. Wir müssen konzentriert und wach sein. Es gibt in jedem Spiel etwas zu gewinnen und zu verlieren. Die Tagesform dürfte hier jedes Mal entscheidend sein. Erst nach dem fünften Spieltag werden wir sehen, welche Mannschaft die Richtung vorgibt. Ich sehe uns im Mittelfeld. Wir wollen aber auch so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Doch wir sind kein Meisterschaftskandidat. 

Aufsteiger Bad Aibling, Wacker München II und Dießen am Ammersee sind die ersten drei Gegner. Wie bewerten Sie das Auftaktprogramm? 

Feldbrügge: Wir werden jede Partie positiv angehen. Nach drei Spieltagen wird man sehen, ob es ein guter Auftakt oder eben ein Fehlstart war. Vor uns warten schwere Aufgaben. Wir haben durch den Abgang von Anna Wellmann und Alexandra Knestel Qualität verloren. Der Kader ist schmal, aber ich denke, für die Liga noch zu stemmen. Es hängt prinzipiell von jeder Spielerinnen ab, welche Einstellung sie zum Sport und zur Liga finden.

Das Interview führte Stefan Günter

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