SVK-Fußballherren wie verwandelt beim 2:0-Sieg in Gundelfingen

"Wir haben clever gespielt"

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Michael Kares wird nach seinem 1. Saisontor frenetisch gefeiert.

Kaufbeuren – Die Erleichterung war ihnen direkt nach dem Schlusspfiff im Gesicht anzusehen: Fußball-Landesligist Kaufbeuren hat durch den Sieg beim Tabellenzweiten Gundelfingen wieder jede Menge Selbstvertrauen getankt. Und so reichte es zu einem tollen 2:0.

Durch eine kompakte Spielweise gelang den Ostallgäuern in der Schlussphase die entscheidenden Treffer zum 2:0 durch Lukas Zink (86.) und Michael Kares (90.). Für Kares war es zugleich sein erstes Saisontor im Dress der SVK. Allerdings bewiesen die Ostallgäuer einmal mehr, dass sie nicht nur jedes Team schlagen können, sondern auch die bittere Niederlage gegen Ottobeuren weggesteckt haben. 

„Das ist wirklich klasse anzuschauen“, lobte Mannschaftsbetreuer Thomas Motzer schon während der Partie die Lauf- und Kampfbereitschaft der SVK. Wie verwandelt präsentierte sich die SpVgg Kaufbeuren nach der peinlichen Vorstellung gegen den TSV Ottobeuren, als man in eigener Wirkungsstätte mit 0:1 das Nachsehen hatte. Beim Spitzenteam in Gundelfingen standen die Gäste in der Defensive kompakt, ließen kaum was zu und waren im Gegensatz zum letzten Heimspiel bissiger. Mit dem Lattentreffer durch Michael Kares (27.) hatte die SVK sogar die einzige große Chance im ersten Durchgang. 

Gundelfingen präsentierte sich eher verunsichert, machte doch hin und wieder einige Fehler, was die Kaufbeurer mehr ermunterte, da weiter zu machen: nämlich mit einer gesunden Portion kämpferischen Klasse. Immer wieder wurden die Angriffsbemühungen des FCG zerstört, die ihre einzige Niederlage in der laufenden Saison ausgerechnet zuhause gegen Bubesheim kassierten. Die SVK spürte, da ist mehr drin als nur ein Punkt, obwohl mit Mathias Franke, Emanuel Richter, Lukas Greif und Ali Ünal vier wichtige Kräfte fehlten. 

Auch im zweiten Durchgang stand Kaufbeuren sicher und hatte den Gegner stets im Griff. Die größeren Möglichkeiten hatten Benjamin Kleiner und Christian Sontheimer auf Kaufbeurer Seite. Gundelfingen kam mit der Spielweise der SVK nicht zurecht. Schiedsrichter Pollinger aus München zückte in dieser fairen Partie nur einmal die Gelbe Karte gegen den SVK’ler Lukas Göttle wegen eines Foulspiels. In der Schlussphase wurde Kaufbeuren mit drei Punkten belohnt. 

„Die Aussprache hat wohl genutzt. Ich freue mich sehr für die Mannschaft“, so Herrenchef Thomas Neumann, der in einer Teamsitzung klare Worte fand. „Positiv ist auch, dass wir es schaffen, verletzte Spieler und Leistungsträger zu kompensieren“. Coach Dragan Lazic hat für den unerwarteten Sieg doch eine simple Erklärung: „Mit dieser Spielweise von heute hätte es jede Mannschaft schwer gehabt“. Kapitän Benjamin Kleiner ergänzt: „Entscheidend war, dass wir in Gundelfingen nicht einfach so nach vorne rennen wollten. Wir haben uns dafür entschieden, abwartend zu reagieren, aber uns auch nicht in die Defensive reindrängen zu lassen“. Die Taktik ging auf. Kaufbeuren machte von der ersten Minute an die Räume dicht und ließ Gundelfingen kaum Chancen zu. „Wir haben heute einfach clever gespielt, sind super gestanden und haben uns in den Schlussminuten mit zwei Toren belohnt“. 

Kaufbeuren hat sich in der Tabelle auf den 10. Rang vorgearbeitet. Allerdings liegen die Ostallgäuer nur vier Punkte auf einen Relegations- und fünf Punkte von einem Abstiegsrang entfernt. Für Kleiner seien die Ergebnisse der anderen Mannschaften eher Nebensache. 

„Wir schauen nach vorne und nehmen die Partie am kommenden Samstag zuhause gegen Thannhausen wieder sehr ernst“. Die TSG verlor ihr Heimspiel gegen Nördlingen mit 0:6 und liegt aktuell auf Rang 14. Mit der Begegnung gegen das Team aus dem Landkreis Günzburg endet für die SVK die Vorrunde in der Landesliga-Südwest. von Stefan Günter

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