SpVgg Kaufbeuren siegt gegen SC Oberweikertshofen mit 2:0

Passende Antwort gegeben

+
Jubel nach dem Tor durch Lukas Greif zum 2:0.

Kaufbeuren – Die SpVgg Kaufbeuren hat nach der unlängst unnötigen 0:1-Heimniederlage gegen den VfB Durach erneut zu Hause gegen den SC Oberweikertshofen die passende Antwort gegeben. Die SVK siegte gegen den Aufsteiger verdient mit 2:0.

Mit einem 2:0 gegen den SC Oberweikertshofen gingen die Spieler der SVK stolz von Platz. Allerdings hatten die Ostallgäuer auch etwas Glück, dass die Gäste ihre Chancen im zweiten Durchgang nicht verwerteten. Die Oberbayern aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck traten ohne sieben Stammspieler an. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, lobt Coach Fred Jentzsch das Auftreten seiner Mannschaft. Sie habe über weite Strecken ein gutes Spiel abgeliefert. Allerdings vergab die SVK wie so oft bis zur Pause hochkarätige Chancen. 

Der Gastgeber machte von Anfang Druck, wohl wissend, dass den Oberbayern allein sieben Stammspieler fehlten. Michael Kares hatte in der 15. und 20. Minute zwei Chancen, die nicht konsequent verwandelt wurden. Aus dem Nichts heraus hatten die Gäste ihre dickste Chance, als Spielertrainer Florian Hönisch freistehend in der 24. Minute den Ball nicht in die Maschen bekam. Die SVK war zu diesem Zeitpunkt trotzdem optisch überlegen. 

Eine halbe Stunde später das gleiche Bild: Kaufbeuren in der Vorwärtsbewegung, doch ein Tor wollte nicht fallen. Oberweikertshofen agierte abwartend. Noch vor dem Pausenpfiff gelang dem Gastgeber der verdiente Führungstreffer in der 45. Minute. Nach einem Lupfer von Michael Kares stand Patrick Saur am langen Eck und drückte die Kugel mit dem Bauch zum 1:0 ein. „Dieses Tor war für uns sehr wichtig, weil wir im ersten Durchgang schon auf ein Tor gespielt haben und uns damit belohnt haben. Doch wir haben erneut zahlreiche Möglichkeiten auf der Strecke gelassen“, bilanziert Kapitän Benjamin Kleiner. Selbst mit Beginn der zweiten Hälfte übte die SVK weiterhin Druck auf. Dabei hatte Lukas Zink in der 50. Minute nach einem Schuss aus halblinker Position eine hundertprozentige Möglichkeit. Eine Minute später konnte Lukas Greif nach einer Ecke von Michael Kares das 2:0 erzielen. Greif ging in dieser Partie ein hohes Tempo wie auch seine Mitspieler, die im Gegensatz zum Duell gegen Durach einiges an Prozent drauflegten. 

"Freude überwiegt" 

Doch die Gäste gaben sich in der Fremde nicht so einfach geschlagen. George Alexandrescu hatte in der 57. Minute eine Doppelchance, doch Lukas Zink und das Lattenkreuz retteten. Zwei Minuten später probierte sich erneut Spielertrainer Florian Hönisch, dessen Volleyschuss knapp zwei Meter am Tor vorbeiging. Oberweikertshofen roch Lunte und hatte in der 65. Minute erneut durch Alexandrescu das 2:1 auf dem Fuß, doch Patrick Saur fischte nach Lupfer über Torwart Bernd Grund noch den Ball vor der Linie. Dusel erneut für die SVK als Qemajl Beqiri aus fünf Meter freistehend den Ball nicht im gegnerischen Tor versenken konnte. Kaufbeuren überstand in der Schlussphase noch eine Drangphase der Gäste. 

„Wir haben nach dem zweiten Tor das Spiel etwas aus der Hand gegeben“, meint Benjamin Kleiner. Grund hier war das zu hohe Tempo, welches die SVK im ersten Durchgang ging. Dennoch: Die Freude überwiegt, insbesondere bei Lukas Greif, der gegen Oberweikertshofen nicht nur ein tolles Spiel ablieferte, sondern sich eben mit einem Tor belohnte. „Wichtig sind uns die drei Punkte. Hätten wir heute nicht gewonnen, wären wir wohl im unteren Tabellenkeller angekommen“. Auch Stürmer Lukas Zink konnte nach dem Schlusspfiff durchatmen. „Klar, wir hatten etwas Glück, dass der Gegner seine Chancen nicht konsequent verwertet hat, aber für uns überwiegt die Freude und Zu- friedenheit“. Dass die Liga weiterhin verrückt spielt, zeigen die jüngsten Ergebnisse. Mit Null Punkten reiste Ottobeuren nach Durach und feierte dort einen 4:2-Auswärtserfolg. „Du kannst dir nie sicher sein. Obwohl wir aus vier Spielen nur einen Punkt geholt haben, sind wir ruhig geblieben und konnten wieder gewinnen“, sagt Benjamin Kleiner, der schon auf das nächste Duell beim Tabellenführer Landsberg blickt. 

Die Oberbayern haben wie der FC Gundelfingen noch kein Spiel verloren, aber schon zwei Unentschieden eingefahren. Beide Teams liegen mit jeweils 17 Punkten an der Spitze der Fußball-Landesliga-Südwest. Keine besonders guten Erinnerungen hat die SVK an das letzte Auswärtsspiel in der Fremde, als der TSV sie mit 1:7 aus dem eigenen Stadion schoss. Cheftrainer Dragan Lazic erinnert sich zurück: „Wir hatten an diesem Tag richtig Angst vor dem Gegner. Es fehlten der Wille und der Biss. Das hatte mit Fußball nichts zu tun“. 

Um dem entgegen zu wirken, war der Sieg gegen Oberweikertshofen extrem wichtig: „Jetzt können wir auch in Landsberg befreiter aufspielen“, zeigt sich Lukas Greif vor dem Auswärtsspiel optimistisch. Schließlich verlor die SVK bisher in der noch jungen Saison nur einmal in der Fremde. von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

Knappe Niederlage im Derby
Knappe Niederlage im Derby
ESVK bezwingt Vizemeister
ESVK bezwingt Vizemeister
Zwei Siege
Zwei Siege
Überglücklich und stolz
Überglücklich und stolz

Kommentare