Schwäbischer-Futsal-Meister: Die Schale ist nach 30 Jahren wieder zurück bei der SVK

Ein historischer Moment

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Beste Torfrau des Turniers war: Anna Wellmann von der SVK

Kaufbeuren – Ein historischer Moment begeisterte am Samstag die Zuschauer in Günzach: Genau 30 Jahre, nachdem die SpVgg Kaufbeuren zum ersten und einzigen Mal den Meistertitel im schwäbischen Hallenfußball gewonnen hat, gelang den Wertachstädtern nun eine Wiederholung dieses Sieges. Gespielt wurde erstmals nach Futsal-Regeln.

30 Jahre nach dem ersten und bisher einzigen Titelgewinn hat sich die SpVgg Kaufbeuren nun wieder in die schwäbischen Geschichtsbücher verewigt. Der SVK gelang nach 1984 der erste Platz bei den diesjährigen Futsal-Titelkämpfen in Günzburg. Auch die Frauen der SVK erreichten das Finale, mussten sich aber am Ende gegen den Favoriten, TSV Schwaben Augsburg, deutlich mit 2:5 geschlagen geben. Torfrau Anna Wellmann wurde zur besten Torfrau, Spielertrainer Dragan Lazic zum besten Turnierspieler gewählt. 

Den Anfang machten die SVK-Frauen, die ihr Eröffnungsspiel gegen den FC Stätzling spannend gestalteten. Erst nach Sechsmeterschießen war die Sache zu Gunsten der Ostallgäuerinnen entschieden. Zuvor stand es nach regulärer Spielzeit 3:3. Dann kam der Auftritt von Torfrau Anna Wellmann. Die 19-Jährige hielt drei Sechsmeter, avancierte zur Matchwinnerin und Kaufbeuren stand nach dem 6:3 im Halbfinale. Noch vor zwei Jahren kassierte Kaufbeuren gegen den FC Augsburg an gleicher Wirkungsstätte im Halbfinale eine 2:8-Klatsche und schied vorzeitig aus. Der Regionalligist Schwaben Augsburg blieb in seinem Halbfinalduell gegen den FSV Wehringen seiner Favoritenrolle gerecht und gewann locker mit 3:0. Das Finale zwischen Kaufbeuren und den Fuggerstädtern erwies sich aber als klare Angelegenheit. Dank eines Doppelschlags in der 5. und 7. Minute ging der Regionalligist schnell mit 2:0 in Führung. Im zweiten Durchgang war die Dominanz deutlicher. Schwaben erhöhte schnell auf 5:1. Melanie Seidler verkürzte zwischenzeitlich und Lisa Höfler machte den Schlusspunkt in einer eher einseitigen Partie. „Wir haben uns im Finale mehr als teuer verkauft. Das stimmt mich sehr positiv“, so Coach Martin Prediger. Er sei sehr stolz auf sein Team. Zustimmung gibt es auch von Co-Trainer Tibor Mesaros, der auch Torfrau Anna Wellmann eine klasse Turnierleistung attestierte. „Sie war einfach klasse und hat zurecht die Auszeichnung als beste Torfrau erhalten“. Die 18-Jährige bleibt aber bescheiden. „Natürlich ist es schön, eine solche Ehrung zu erhalten“. Es sei aber nicht besonders schlimm, das Finale verloren zu haben. „Wir haben alles gegeben und sind darüber sehr froh“. 

Historischer Moment 

Als Ali Ünal nach dem 3:1-Finalsieg über den TSV Wertingen die Schale in Empfang nahm, kannte der Jubel im Lager der SVK keine Grenzen mehr. „Sie haben wohl alles richtig gemacht und taktisch sehr diszipliniert gespielt“, so Hubert Ressel. Der jetzige Funktionär gewann vor 30 Jahren den Hallentitel in Augsburg. Es freue ihn unbändig, dass die SVK wieder Schlagzeilen schreibe. „Sie hat sich den Titel mehr als verdient“. Schon im ersten Viertelfinalduell gegen den TSV Schwaben Augsburg stellten die Ostallgäuer ihren Weichen. Mit tollem Kombinationsspiel und jeder Menge Cleverness begeisterten sie die Zuschauer in Günzburg. Am Ende hieß es 3:2 für Kaufbeuren, die im Viertelfinale auf Gersthofen trafen. Der TSV setzte sich in seinem Viertelfinalspiel gegen den TSV Friedberg mit 7:4 durch. Auch im Halbfinale war Kaufbeuren hellwach, hatte Chancen am Fließband und konnte erst in der zweiten Hälfte der Partie durch Christian Sontheimer die verdiente Führung erzielen. 

Lukas Greif brachte die SVK mit 2:0 in Führung, doch mit dem Anschlusstreffer der Gersthofer wurde es zwar noch spannend. Torwart Dennis Motzer wuchs in diesem Turnier über sich hinaus und brachte sein Team mit den tollen Glanzparaden ins Finale.“ Unser Teamgeist und die geschlossene Mannschaftsleistung haben uns geholfen“, so der 19-Jährige. Das Finale war dann eine klare Sache für die Kaufbeurer, die auf das Überraschungsteam des Turniers traf. Der TSV Wertingen schaltete im Viertelfinale Topfavorit Illertissen (Regionalliga) aus. 

Auch im Halbfinale gelang dem Bezirksligisten ein Erfolg über Bayernligist Sonthofen. Doch Wertingen hatte gegen die Spielweise der Kaufbeurer nicht viel entgegen zu setzen. Die SVK bestimmte das Duell nach Belieben, erspielte sich Chancen über Chancen. Doch erst mit Beginn der zweiten Halbzeit platzte der Knoten. 1:0 durch Lukas Kessler. Alexander Günter markierte sein zweites Turniertor zum 2:0. Wertingen witterte noch seine Chance, schaffte aber nur noch den Anschlusstreffer. 

Christian Sontheimer setzte den Schlusspunkt zum 3:1 in einer für die SVK nie gefährdeten Finalpartie. Die Reaktionen waren danach überwältigend. Herrenchef-Trainer: „Einfach klasse. Gerade für die jungen Spieler, die überhaupt zum ersten Mal dabei waren, wird es ein Erlebnis bleiben“. Auch SVK-Boss Heinz Burzer zeigte sich hellauf begeistert. von Stefan Günter

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