Dennis Motzer spielt zukünftig für den Bezirksligisten TSV Mindelheim

SVK-Torwart kehrt Mannschaft den Rücken

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Dennis Motzer wechselt zum TSV Mindelheim.

Kaufbeuren – Mit personellen Veränderungen geht Fußball-Landesligist Kaufbeuren in das nächste schwere Auswärtsspiel am kommenden Sonntag (10. August) gegen Mering.

Torwart Dennis Motzer hat völlig überraschend der SVK den Rücken zugewandt und spielt künftig als Vertragsamateur für den Bezirksligisten TSV Mindelheim. So richtig nachvollziehen kann diesen Schritt bei der SVK keiner. „Ich finde es sehr schade, dass Dennis gerade in dieser Situation seine Mannschaftskollegen im Stich lässt“, bedauert SVK-Herrenchef Thomas Neumann den Schritt des 19-Jährigen. Mit Bernd Grund fehlt zudem noch beruflich bedingt ein Torhüter, der erst Ende September wieder das Training aufnehmen kann. Auch für Mannschaftkapitän Benjamin Kleiner kamen die Wechselabsichten völlig überraschend: „Wir verlieren in der für uns wichtigen Phase einen Torwart. Ich hätte mir gewünscht, dass er es wenigstens bis zur Winterpause durchzieht und uns dann verlässt“.

Der 28-jährige Kapitän respektiert aber die Entscheidung Motzers. „Wir machen jetzt das Beste draus und versuchen über die Runden zu kommen“. Zwölf Jahre lang war Dennis Motzer der SpVgg Kaufbeuren treu. Seit der D-Jugend kickte er für die Wertachstädter. Den Entschluss den Verein zu verlassen, kam nicht von ungefähr. „Ich habe schon nach der Winterpause spekuliert die SVK zu verlassen, habe aber dann dennoch die Vorbereitungsphase absolviert“, so Motzer, der unterm Strich „einfach keine Perspektiven mehr sieht“.

Mit Carsten Schmelz und Bernd Grund habe er auch direkte Konkurrenten um die Nummer eins. „Ich bin doch erst 19 Jahre alt. Ich bin auch der Meinung, dass mir ein Wechsel auch mal ganz gut tut“, will er sich nun beim Bezirksligisten voll ins Zeug legen. Mit Carsten Schmelz und Tobias Winkelhorst stehen der SVK nur zwei Torhüter für beide Herrenmannschaften zur Verfügung. Schmelz hielt schon wie gegen den FC Affing auch gegen den TSV Gersthofen seinen Kasten sauber. Mit dem SV Mering wartet insgeheim ein Meisterschaftsfavorit auf die Ostall- gäuer. Mit zwölf Punkten liegen die Fuggerstädter derzeit auf Rang zwei in der Landesliga-Tabelle.

Zuhause ist das Team von Coach Günter Bayer noch ungeschlagen. Siegten sie doch gegen Illertissen mit 3:2 und auch gegen Aindling behielten sie die drei Punkte. „Wir fahren nach Mering als krasser Außenseiter“, schiebt Thomas Neumann gleich die Favoritenrolle an den SVM ab. Kaufbeuren konnte in der Fremde nur einmal aufblitzen und zwar beim 2:2-Unentschieden zum Saisonauftakt bei den Sportfreunden aus Dinkelsbühl. Sonst hagelte es nur Pleiten wie in Ichenhausen (1:5) und in Nördlingen (2:5). „In unserer jetzigen Situation schauen wir nicht auf den Gegner. Mering ist Favorit.

Sie haben einen erfahrenen Trainer und viele Neuzugänge in ihren Reihen. Das macht es uns in keiner Weise einfacher“, hofft Benjamin Kleiner in der Fremde auf eine Initialzündung der Mannschaft. Thomas Neumann ergänzt: „Wenn wir die Leidenschaft und den Willen aus den Spielen gegen Affing und Gersthofen an den Tag legen, gehen wir nicht mit leeren Händen nach Hause“.

Von Stefan Günter

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