Au revoir, Bernd Grund!

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SVK-Torhüter Bernd Grund verlässt die Mannschaft aus beruflichen Gründen – Rückkehr nicht ausgeschlossen.

Kaufbeuren – Im Jahr 2012 wechselte er vom SV Salamander Türkheim in die Wertachstadt. Bei der SpVgg Kaufbeuren wurde er schnell zur Nummer eins. Jetzt in seiner vierten Spielzeit für den Fußball-Landesligisten muss sich Bernd Grund vorzeitig verabschieden.

Beruflich zieht es den 27-Jährigen im Rahmen eines Trainee-Programms seines Arbeitgebers für zwei Jahre nach Frankreich. Schon am vergangenen Wochenende absolvierte er vorerst letztmalig ein Punktspiel für seine SVK gegen den SC Ichenhausen.

Der erhoffte Sieg blieb zwar aus, dennoch konnte sich Grund erneut mit tollen Paraden und einem gehaltenen Elfmeter wieder von seinen Mannschaftskameraden feiern lassen. Bernd Grund stand vorerst ein letztes Mal Rede und Antwort:

War es seltsam, gegen Ichenhausen das Trikot der SVK zum „vorerst letzten Mal“ anzuziehen?

Grund: Definitiv ja. Seit der Bekanntgabe meines Abschieds habe ich versucht, jede Minute zu genießen. Als Fußballer hat man vor jedem Spiel seine Rituale, daran habe ich auch in Ichenhausen nichts geändert. Die Tatsache, dass es mein vorerst letztes Fußballspiel war, habe ich erst nach dem Schlusspfiff so richtig realisieren können.

Ist es ein Abschied für immer oder nur für den Zeitpunkt Ihres Auslandsaufenthaltes?

Grund: Mein Pass bleibt auf jeden Fall bei der SVK. Jedoch muss man abwarten, wie sich die Dinge innerhalb der nächsten beiden Jahre entwickeln. Frei nach dem Motto: „Sag niemals nie!“ möchte ich eine Rückkehr nicht ausschließen.

Gehen Sie mit einem weinenden oder lachenden Auge?

Grund: Wenn man nach 21 Jahren Vereinsfußball die Karriere und damit sein größtes Hobby vorerst beenden muss, geht man natürlich mit einem weinenden Auge. Wir haben uns in den letzten Jahren zu einem richtigen Team entwickelt, auch abseits des Trainingsplatzes. Daher werde ich sowohl Spieler, Trainer als auch sämtliche Funktionäre und Fans als Freunde in Erinnerung behalten. Glücklicherweise bin ich immer von schweren Verletzungen verschont geblieben.

Sie müssen also vorerst Ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen? 

Grund: Ich habe nicht vor, in der Zeit meines Auslandsaufenthaltes in Frankreich Fußball zu spielen, zumal es für mich auch nicht in Frage kommt, ein Trikot ohne das SVK-Emblem zu tragen.

Coach Norbert Schmidbauer meinte, er habe Sie in dem einen Jahr kennen und schätzen gelernt. Was bedeutet diese Aussage für Sie?

Grund: Das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Die Zusammenarbeit mit Norbert Schmidbauer und Wolfgang Kress war zu jeder Zeit einwandfrei. Man merkt, dass die beiden ein über Jahre eingespieltes Team sind und jede Menge Wissen und Erfahrung mitbringen. Ich habe stets das volle Vertrauen ausgesprochen bekommen. In der Rückrunde der vergangenen Spielzeit hat die Mannschaft gezeigt, zu was sie unter dem Trainerduo im Stande ist zu leisten. Ich hoffe, dass wir eine ähnliche Rückrunde spielen werden.

Hat Sie die Zeit bei der SVK geprägt?

Grund: Ich habe mich in den vier Jahren Landesligafußball im SVK-Trikot fußballerisch wie auch persönlich sehr weiterentwickeln können. Heutzutage gehört man mit 27 Jahren schon zu den erfahrenen Spielern im Team. Daher versucht man natürlich, die gemachten Erfahrungen an die jungen Spieler weiterzugeben.

Was nehmen Sie als Fußballer von der SVK mit?

Grund: Wir haben in den letzten Jahren viele Höhen und Tiefen durchgemacht. Teilweise konnten wir den Klassen­erhalt erst am letzten Spieltag perfekt machen, das hat uns als Team zusammengeschweißt. Am meisten imponiert hat mir das Zusammenspiel mit Kapitän Benjamin Kleiner. Mit einem so erfahrenen Spieler in den eigenen Reihen kann jeder Torwart nur profitieren. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich mir selbstverständlich die Spiele im Parkstation ansehen. Ansonsten werde ich jeden Samstag den SVK-Liveticker verfolgen. Ich hoffe natürlich, dass es so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller geht. Mit Carsten Schmelz wird zweifelsfrei ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten stehen.

Vielen Dank.

Das Interview führte Stefan Günter

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