David gegen Goliath

SVO Germaringen trifft in der 1. BFV-Pokalhauptrunde auf Bayernligist Landsberg

Coach Franz Zimmermann
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Germaringens Coach Franz Zimmermann freut sich wie seine Mannschaft auf den Vergleich mit dem TSV Landsberg.
  • Selma Höfer
    VonSelma Höfer
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Germaringen – 22 Kreissieger sowie 26 Bayern- und Landesligisten spielen noch bis zum 14. Oktober in den sechs eingeteilten Regionalzonen um den Einzug in die nächste Toto-Pokal-Hauptrunde. Vor einer großen Hürde und Herausforderung steht auch der SVO Germaringen am Sonntag, 11. Oktober, wenn das Team von Coach Franz Zimmermann in der ersten Runde den TSV Landsberg zum Gegner hat. Anstoß im Germaringer Sportpark ist um 16 Uhr.

Es ist das Duell „David gegen Goliath“ oder Kreisligist gegen Bayernligist. Germaringen schaffte mit seinem souveränen Finalsieg auf Kreisebene gegen Türk Kempten die Teilnahme an der BFV-Hauptrunde. Gegner TSV Landsberg hat sich in der Corona-Pause extrem verstärkt, auch mit dem Marktoberdorfer Dennis Hoffmann. Der 29-Jährige freut sich auf das Duell gegen den Underdog, wenn gleich der Neuzugang der Lechstädter verletzungsbedingt leider nicht dabei sein kann. Hoffmann brach sich Anfang August den Schienbeinkopf im rechten Knie. Dazu kam noch ein Riss des Meniskus. Es passierte ohne Fremdeinwirkung. Etwa zwei Wochen soll Hoffmann noch außer Gefecht sein, wobei er derzeit ein Aufbautraining absolviert. „Es ist wirklich sehr bitter, dass ich nicht dabei sein. Ich hätte gerne gespielt“, so der Marktoberdorfer. Seiner Einschätzung nach dürfe man so ein Spiel unter keinen Umständen auf die leichte Schulter nehmen. „Wir können uns da nur blamieren.“ Hoffmann rechnet damit, dass der SVO defensiv dagegenhalten wird. „Ich gehe davon aus, dass das Ergebnis nicht allzu hoch ausfallen wird.“

Schon während der gesamten Totopokalrunde auf Kreisebene präsentierte sich Germaringen in bestechender Form. „Wir haben uns hier mit Abstand sehr gut verkauft“, verweist Coach Franz Zimmermann auf die Einzelergebnisse. Denn in sieben Pokalspielen kassierte der SVO nur ein einziges Gegentor. Im Achtelfinale gewann der Kreisligist das Duell gegen den FC Buchloe mit 2:1. Die ersten drei Runden dominierten die Ostallgäuer schon auf ganzer Linie, als sie den SV Frechenrieden (5:0), die Landesliga-Reserve der SpVgg Kaufbeuren (2:0) und den 1. FC Biessenhofen-Ebenhofen (5:0) bezwangen. Auch im Viertelfinale (SpVgg Baisweil) und Halbfinale (TSV Buching/Trauchgau) konnte kein Team den Siegeszug des SVO stoppen. Auch nicht Türksport Kempten, die im Finale ebenfalls ohne Torerfolg blieben. Franz Zimmermann hat den anstehenden Gegner jedenfalls genau studiert. „Wenn ich den Spielerkader von Landsberg so betrachte, fällt mir auf, dass sie eine extrem hohe Qualität haben.“

Allein elf neue Kicker wurden in der Corona-Pause verpflichtet, einige von ihnen haben in der Regionalliga gespielt. Es sei ein besonderes Erlebnis als niederklassiger Verein gegen einen Bayernligisten zu spielen. „Landsberg ist auf Grund der Nähe schon fast wie ein Lokalderby“, weiß Zimmermann nur zu gut, dass der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. „So eine Partie ist das Sahnehäubchen.“ Die Generalprobe zu diesem Gipfeltreffen hat Germaringen in der Kreisliga-Mitte bereits mit Bravour gemeistert, auch wenn es nach den Worten von Kapitän Fabian Wörz gegen den TSV Legau ein „dreckiger 2:1-Sieg“ war. Der SVO habe den Kampf gegen die Unterallgäuer angenommen, so Zimmermann. Nur so konnte sein Team gewinnen. Diese Portion Leidenschaft und Willensstärke ist auch gegen den Tabellenvierzehnten der Bayernliga von Nöten, um mithalten zu können. Nicht nur das Tempo dürfte um ein Vielfaches höher sein als in der Kreisliga. Dennoch wird der TSV Landsberg den SVO nicht unterschätzen: „Mit Spitze, Hacke, 123 kommen wir da nicht weiter. Wir haben in Germaringen eine große Aufgabe vor uns“, schwört Dennis Hoffmann, der sich ebenfalls im Stadion aufhalten wird, seine Jungs auf den Pokalfight schon einmal ein.

Dass in Corona-Zeiten nur 200 Zuschauer zugelassen werden, sei für Zimmermann zwar sehr schade, rechnet er doch am Sonntagnachmittag nicht mit einem allzu großen Gedränge.

Stefan Günter

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