Gut in Szene gesetzt

Kaufbeurer Judoka Moltschanov empfiehlt sich für weitere Aufgaben

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Roman Moltschanov bei der Vorbereitung zu einem Armhebel.

Kaufbeuren – Als einziger schwäbischer Aktiver hat Roman Moltschanov vom TV 1858 Kaufbeuren bei einem internationalen Judoturnier in Duisburg teilgenommen. Das renommierte Event wurde bereits zum 20. Mal ausgetragen. Es zählt zu den wichtigsten Sichtungsturnieren des Deutschen Judo-Bunds (DJB) im Bereich der männlichen U16.

Ziel ist es bei diesem Turnier unter die ersten sieben Plätze zu kommen. Mit einem hervorragenden fünften Platz machte sich Moltschanov nicht nur bei Bundestrainer Bruno Tsafack bemerkbar, sondern sammelte zudem wichtige nationale Ranglistenpunkte. Dadurch hält er sich die Chance für weiterführende Förderungen durch Lehrgänge offen.

Rund 350 Kaderathleten aus vielen europäischen Ländern nahmen im Ruhrpott an diesem hochkarätigen Wettkampf teil. Moltschanov startete im Limit bis 73 Kilogramm. Nach einem Freilos gewann der Kaufbeurer gegen Robert Lang (NRW) mit 7:0 Punkten. In seinem nächsten Duell geriet der TVK’ler gegen Poitr Debruyne mit 0:7 nach einem Körperwurf ins Hintertreffen, doch im Laufe des Kampfes setzte er den Belgier immer mehr unter Druck, sodass sein Gegner mit zwei Verwarnungen bedacht wurde. Ein dritter Shido hätte für Debruyne die Disqualifikation bedeutet. Allerdings hatte sein Gegenüber Glück und Moltschanov beendet seinen zweiten Kampf mit einer Niederlage.

Für den Kaufbeurer Nachwuchs­athleten ging es daraufhin in die Hoffnungsrunde. Hier machte es der TVK’ler spannend, als er das Duell gegen Dennis Rietz aus Brandenburg im Golden Score (Verlängerung) für sich entschied.

Auch gegen Anton Syvokin vom Schweriner Judo-Club setzte sich der Kaufbeurer taktisch klug durch, indem er seinen Kontrahenten drei Strafen aufdrückte und somit ins kleine Finale einzog. Hier stand ihm der Hamburger Daniel Schweizer gegenüber. Beide Kämpfer schenkten sich in dieser ausgeglichenen Begegnung nichts und es stand nach Beendigung der offiziellen Kampfzeit 0:0. Es ging erneut in die Verlängerung. Doch hier hatte Moltschanov Pech, als er in der Bodenlage in einen Würgegriff geriet, die ihn zur vorzeitigen Aufgabe zwang.

„Da die ausländischen Kämpfer aus der Sichtung fallen, steht Roman in der deutschen Rangliste auf Rang drei, damit können wir gut leben“, freut sich sein Trainer Dieter Zimmermann über das gute Abschneiden in Duisburg.

Am 28. April geht es für Roman Moltschanov in Erfurt bei einem internationalen Turnier weiter. „Hier werden die Karten dann wieder neu gemischt“, hofft Zimmermann ebenfalls auf eine gute Platzierung seines Schützlings.

von Stefan Günter

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