Nach Auswärtssieg in Kassel folgt Heimpleite gegen Dresden

Die zwei Gesichter des ESVK

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ESVK-Stürmer Max Schmidle traf beim Auswärtserfolg gegen die Kassel Huskies gleich zweimal.

Kaufbeuren – Kurz vor Beendigung der Hauptrunde in der DEL schien die erste Mannschaft des ESVK scheinbar in Schwung gekommen zu sein, wie der überraschende 5:2-Auswärtssieg in Kassel vermuten ließ, doch zwei Tage später folgte bei der 2:5-Heimniederlage im Spiel gegen die Dresdner Eislöwen wieder ein Rückfall in alte, formschwache Zeiten.

Überraschungssieg in Kassel 

Der 5:2-Auswärtssieg der Joker am Freitagabend war sicherlich die Überraschung des 51. Spieltages. Der vor Spielbeginn noch aktuelle Tabellenzweite Kassel Huskies wollte seine gute Ausgangsposition für die anstehenden Play-Off-Duelle sicher mit einem Erfolg weiter festigen. 

Für den ESVK kam noch erschwerend hinzu, dass die grippekranken Verteidiger Alexander Winkler und Michael Schöppl fehlten. Außerdem fehlten aus schulischen Gründen die beiden jungen Stürmer Daniel Pfaffengut und Jonas Lautenbacher. Das Tor hütete Stefan Vajs und der brachte anhand seiner brillanten Leistung die Gastgeber schier zur Verzweiflung. 

Die einzige Überzahlsituation für die Joker im ersten Drittel nutzte prompt Max Schmidle zur Führung. Kaum aus der Kabine gekommen, trafen die Huskies zum Ausgleich. Doch diesmal ließen sich die Kaufbeurer nicht überrennen. Taktisch gut eingestellt warteten sie auf ihre Chancen. Diese kamen und zuerst Jordan Knackstedt und kurz darauf Tim Richter erhöhten nach 30 Minuten auf 1:3. 

Das torreiche zweite Drittel bescherte noch den Anschlusstreffer der Gastgeber und ebenfalls in Überzahl traf ESVK-Verteidiger Matthias Bergmann zum 2:4. Interessant, die vier Treffer fielen in gerade einmal dreieinhalb Minuten. Gleich zum Auftakt des letzten Drittels machte Max Schmidle mit dem fünften Treffer alles klar und die Joker spielten vor 3274 Zuschauern den Auswärtssieg souverän nach Hause. Huskies-Coach Rico Rossi schob die eigene Niederlage auf ein Unterschätzen der doch starken ESVK-Mannschaft. 

Es wurde am Sonntagabend doch noch etwas spannend, was den ersten Gegner der Joker in der nächsten Runde angeht. Die Dresdner Eislöwen mussten im Fernduell gegen Bad Nauheim bestehen. Die Eislöwen hatten nur zwei Punkte Vorsprung, deshalb bedeutete ein Erfolg in Kaufbeuren den sicheren Klassenerhalt. Förderlizenzspieler Stefan Loibl wurde von Straubings Trainer Larry Mitchell nicht mehr nach Kaufbeuren beordert und so fehlten dem jungen Stürmer nur noch zwei Spiele, um für die Joker im Abstiegskampf mit auflaufen zu dürfen. 

Heimniederlage gegen Dresden 

Vor 998 Zuschauern boten die Joker eines der schwächsten Heimspiele der Saison. Deshalb hatten die Dresdner Eislöwen leichtes Spiel, um hier die wichtigen drei Punkte zum Klassenerhalt einzufahren. N

ach quasi elf Minuten war das Match schon entschieden, die Gäste führten bereits mit drei Toren Vorsprung, wobei auch ESVK-Keeper Pasi Häkkinen keinen guten Tag hatte. Rob Kwiet und Jordan Knackstedt trafen für die Joker im zweiten Drittel, doch bei zwei weiteren Gegentoren war keine Besserung in Sicht. Das letzte Drittel endete torlos und die beiden Teams schienen sich eher auf die nächsten Aufgaben zu schonen. 

Durch die Niederlage gegen Dresden heißt der Play-Down-Gegner der Joker nun Rote Teufel Bad Nauheim. Nach dem letzten Hauptrundenspiel steht nun eine zehntägige Pause an, ehe es mit der Auswärtspartie bei den Roten Teufeln Bad Nauheim gegen den ESVK am Freitag, den 13. März, zum Auftakt der ersten Play-Down-Serie um den Klassenerhalt in der DEL 2 geht. Vier Siege in maximal sieben Partien sind dann nötig. 

Siegreiches ESVK-DNL-Team

 Zweimal hatten es die Kaufbeurer Youngster mit der Düsseldorfer EG zu tun. In beiden Heimspielen gingen sie als Sieger vom Eis. Am Samstag gab es vor 135 Zuschauern einen 3:1-Erfolg, wobei nach einem 0:1-Rückstand zur ersten Pause dann Edwin Gutar und zweimal Daniel Pfaffengut den Sieg sicherstellten. An der Bande fungierte diesmal wieder Juha Nokelainen. 

Am darauffolgenden Sonntag ging es noch spannender her und die Kaufbeurer mussten trotz einer 2:0-Führung (Treffer durch Thomas Heger und Daniel Pfaffengut) nach dem zweiten Drittel aufgrund des 2:2-Ausgleiches der DEG noch in die Verlängerung. Hier traf Denis Pfaffengut vor 106 Zuschauern zum 3:2-Siegtreffer für die von Max Holzmann gecoachte ESVK-Mannschaft. 

Trotz dieser fünf am Wochenende gewonnenen Punkte bleiben die Kaufbeurer mit nun 17 Punkten Tabellenachter in der DNL. Kommendes Wochenende tritt das Kaufbeurer DNL-Team zweimal im Berliner Wellblechpalast gegen die Eisbären Juniors Berlin an.

von Werner Mayr

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