Eine Stunde harter Kampf

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Anton Pertl landete schon kurz nach Beginn des Spiels den ersten Treffer für die Joker, nachdem Max Hadraschek den Puck vor das Tor gebracht hatte.

Kaufbeuren – Einen über 60-minütigen aufopfernden Kampf erlebten die knapp 1800 Zuschauer am Mittwochabend in der Sparkassen Arena Kaufbeuren. Gegen den amtierenden deutschen Vizemeister und DEL-Ligisten ERC Ingolstadt legte sich der ESV Kaufbeuren ins Zeug, verlor aber mit 4:6 gegen den Erstligisten.

Freilich war es nur ein Testspiel für beide Teams. Doch für die zahlreichen Zuschauer, darunter auch eine stattliche Anzahl aus Ingolstadt, war es ein unterhaltsamer Eishockeyabend. Zwar mit Kampfgeist, aber ein absolut faires Match, mit etlichen Kabinettsstückchen. 

Vor allem die Schnelligkeit und das schnelle Umschaltspiel der Ingolstädter Panther sorgten für Erstaunen. Die Joker setzten dagegen auf Einsatz und Kampf. Am Ende hieß es nur 6:4 für die Ingolstädter. Bei den Jokern fehlte neben Daniel Oppolzer auch kurzfristig Josh Burnell, der wegen einer Prellung am Fuß nicht auflaufen konnte. 

Pfeilschnelle Gäste 

Im Tor der Ingolstädter stand diesmal Marc-Michael Henne. Der ESVK erwischte den besseren Start und überraschte die Gäste nach nur zwei Minuten mit der Führung durch den Förderlizenzspieler Anton Pertl. Den Ingolstädtern gelang in den ersten 20 Minuten lediglich noch der Ausgleichstreffer. 

Im zweiten Durchgang kamen die klar dominierenden Gäste zur erstmaligen Führung. Doch die währte nicht lange, denn Chris St. Jacques stellte mit dem wohl schönsten Treffer des Abends den Ausgleich her. Durch ihr drittes Tor gingen die Panther mit einer 3:2-Führung in die zweite Pause. 

Dem nächsten Gästetreffer setzte Max Schmidle den dritten Torerfolg der Joker entgegen. Das gleiche wiederholte sich kurz darauf, denn nach einem weiteren Gästetor machte ESVK-Verteidiger Martin Heider mit einem Schlenzer von der blauen Linie den Anschluss zum 4:5 perfekt. 

Mit dem sechsten Treffer stellten die Gäste den Endstand her. ESVK-Coach Mike Muller nahm kurz vor Schluss noch Stefan Vajs zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und wollte bei einer gleichzeitigen Strafzeit gegen die Gäste noch einmal Ergebniskosmetik betreiben. Doch es blieb beim 4:6. 

Als Fazit der ersten beiden Testspiele konnten die Jokerfans schon den Eindruck gewinnen, dass heuer eine konkurrenzfähige Mannschaft für die zweite Liga zusammengestellt wurde. Auch der Einsatz von vier Reihen belebt sichtbar das Angriffsspiel der Joker.

von Werner Mayr

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