"Wir haben Blut geleckt"

FC Thalhofen ärgert die Konkurrenz – Heimspiel am Samstag gegen Haunstetten

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Florian Niemeyer (links) und sein Co-Trainer Rajko Laetzig können sich über die aktuelle Situation beim FC Thalhofen freuen.

Thalhofen – Die Gemütslage beim FC Thalhofen ist mehr als rosig und entspannt. Die Ostallgäuer führen nach dem sechsten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga-Süd das Feld mit 15 Punkten an. Nach der bis dato einzigen Niederlage in Bobingen musste die Elf von Florian Niemeyer dem BSK Olympia Neugablonz sogar für einen Spieltag die Tabellenspitze überlassen. Doch nach dem deutlichen 4:1-Sieg am vergangenen Wochenende daheim gegen den TSV Babenhausen steht Thalhofen wieder am Platz an der Sonne.

Es ist wie eine verkehrte Welt. Vor einem Jahr hatte der Liga-Primus gerade einmal fünf magere Zähler auf dem Konto, jetzt dominiert der FC Thalhofen das Bezirksliga-Geschehen in der Südstaffel. Das kommt auch nicht von ungefähr. Das Team ist personell zusammengeblieben. Mit den beiden Torhütern Lukas Kress und Christoph Friegel hat Florian Niemeyer Wochenende für Wochenende stets die Qual der Wahl. Eine klassische „Nummer eins“ hat der Cheftrainer nicht ausgegeben. Beide wechseln sich Spieltag für Spieltag ab.

Der Anspruch im gesamten Team wächst, was den 32-jährigen Übungsleiter auch nicht überrascht. „Wir wollen nicht mehr in den Abstiegsstrudel geraten. Wir wollen so schnell wie möglich die 36-38-Punktemarke überschreiten.“ Denn im Aufstiegsjahr machte Thalhofen erst am vorletzten Spieltag den Deckel für den Klassenerhalt drauf.

Dabei sind die Ostallgäuer schon jetzt auf einem sehr guten Weg, setzen sie doch ihre beeindruckende Serie saisonübergreifend fort. In 16 Pflichtspielen gab es elf Siege, zwei Unentschieden und nur drei Niederlagen. „Die Jungs sind fleißig und sehr gierig nach dem Erfolg“, lobt Niemeyer den Einsatz seiner Spieler. Besonders daheim werden die Zuschauer verwöhnt. In drei Spielen gab es elf Tore zu bejubeln. Gegen Viktoria Augsburg hieß es 3:0 und jüngst beim Heimsieg gegen den TSV Babenhausen war ein 4:1 drin.

Der Spielplan hat es mit dem FCT bisher gut gemeint, Florian Niemeyer verweist aber auf die nächsten Wochen, wenn sein Team gegen den TV Bad Grönenbach (A), Türkgücü Königsbrunn (H), Landesliga-Absteiger SV Cosmos Aystetten (A) und Aufsteiger TSV Ottobeuren (H) gefordert ist. „Wir haben, im Gegensatz zu anderen Teams, keinen Druck. Wir können Sachen ausprobieren und werden auch noch belohnt. In allen Spielen waren wir die bessere Mannschaft“, weiß Niemeyer, dass seine Jungs besonders in der Schlussviertelstunde nochmals auf enorme Kraftreserven zurückgreifen können.

Dennoch: Der erste Tabellenplatz ist eine Momentaufnahme. Der TV Erkheim sei für den Cheftrainer immer noch der Topfavorit. Das musste am vergangenen Wochenende der BSK Olympia Neugablonz am eigenen Leib erfahren, als die Schmuckstädter beim 1:3 daheim den Kürzeren zogen.

Der FC Thalhofen hat nicht nur jede Menge Entwicklungspotential sondern die Jungs brennen für ihren Erfolg. Die Tabellenführung soll am Wochenende verteidigt werden, wenn am Samstag um 15.30 Uhr der TSV Haunstetten seine Visitenkarte abgibt. Zum ersten Mal stehen sich beide Mannschaften gegenüber und kreuzen somit die Klingen. Der Aufsteiger aus Augsburg ist mit zehn erkämpften Punkten relativ gut in die neue Saison gestartet.

„Unser Anspruch ist es, auch weiterhin zu Hause den Lauf fortsetzen. Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst“, steht der Niemeyer-Elf eine nicht einfach Aufgabe bevor. Dennoch sieht der 32-Jährige einen leichten Vorteil, „da eine Augsburger Mannschaft ins Marktoberdorfer Hinterland fährt und nicht weiß, was sie erwartet. Wir haben Blut geleckt, wollen gewinnen und weiterhin Selbstvertrauen für die nächsten Partien tanken.“

von Stefan Günter

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