1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kaufbeuren

Thomas Höneckl aus Österreich nimmt beim ESVK die fünfte Ausländerstelle ein

Erstellt:

Von: Thomas Schreiber

Kommentare

Neuzugang Thomas Höneckl, ESVK.
Neuzugang Thomas Höneckl ist von den Black Wings Linz für den Rest der Saison zum ESVK gewechselt. © Schreiber

Kaufbeuren – Es war sprichwörtlich eine Nacht und Nebel Aktion, wie der Wechsel von Thomas Höneckl von den Black Wings Linz zum ESV Kaufbeuren ablief. „Ich bin von meinem Agenten an einem Sonntag gefragt worden, ob ich Interesse an einem Wechsel hätte, da ein Verein aus der DEL2 in Deutschland dringend einen Torhüter sucht“, erzählt der 32-jährige Keeper über die ersten Annäherungen zum ESVK. Doch zunächst legte sein aktueller Arbeitergeber ein Veto ein, da die Black Wings am Dienstag noch ein Spiel absolvieren mussten

„Ich habe mich jedoch gefreut, dass mir die Verantwortlichen dann doch grünes Licht gegeben haben und so saß ich am Mittwoch in der Früh mit meiner Ausrüstung und den wichtigsten Utensilien bereits im Zug nach Kaufbeuren“, sagt der gebürtiger Salzburger. Dabei habe er recht kurzfristig Abschied von seiner Frau und der zweijährigen Tochter nehmen müssen. Jedoch soll die Familienzusammenführung schon recht bald folgen und auch auf seinen Hund Meilo freue sich der Familienmensch schon sehr.

Sportlich sieht er in Kaufbeuren eine reizvolle Aufgabe. „In Linz war die Saison für uns praktisch gelaufen, deshalb hat auch der eine oder andere Spieler den Verein bereits verlassen. Es ist immer schön, wenn es noch um etwas geht, deshalb werden die letzten Spiele für den ESVK sicher von großer Bedeutung sein. Ich möchte mich ganz in den Dienst der Mannschaft stellen und meinen Beitrag dazu leisten, damit wir die Play-Offs erreichen“, sagt Höneckl. Sich selbst bezeichnet er als Teamplayer.

Seine ersten Eindrücke von der Mannschaft seien sehr positiv gewesen. „Zur Begrüßung haben sie gleich ‚I am from Austria‘ in der Kabine gespielt, das war ein sehr herzlicher Empfang.“ Mit John Lammers habe er auch gleich ein bekanntes Gesicht entdeckt, denn mit ihm verbrachte er bereits in der Saison 2014/15 eine Spielzeit zusammen in Villach. „Auch in der DEL2 gibt es einige Spieler, die ich aus der Zeit in Österreich kenne“, sagt der Torwart. Dazu gehöre der jetzige ESVK-Betreuer Armin Ratzesberger, der vor seiner Zeit ebenfalls bei den Black Wings in Linz tätig war.

Sich selbst beschreibt der junge Familienvater als ruhigen, unspektakulären Torwart, der über die Jahre sportlich gereift ist. „Es kommt nicht auf den Stil an, wie man das Torwartspiel betreibt, sondern du musst die Pucks einfach halten. Früher hatte ich dazu noch einige abergläubische Rituale vor den Spielen, doch davon habe ich mit der Zeit wieder Abstand genommen“, sagt der sympathische Sportler ohne Allüren. Dabei kann er in seiner Karriere auf drei Österreichische Meisterschaften mit Red Bull Salzburg zurückblicken und er wurde auch mit 20 Jahren in das NHL-Camp der Vancouver Canucks eingeladen. Unvergessen bleibe für ihn jedoch der 21. Dezember 2012, als er im Trikot von Villach gegen den HC Innsbruck ein Empty-Net-Goal erzielte.

Dass der ESVK durch seine Verpflichtung nun fünf Kontingentspieler unter Vertrag hat war ihm durchaus bewusst: „Ich denke der Trainer wird dazu von Spiel zu Spiel die richtige Entscheidung treffen. Wichtig ist der Erfolg für die gesamte Mannschaft.“ Bei seinem Debüt gegen Freiburg startete Höneckl gleich mit einem Sieg. „Wir haben die Punkte dringend gebraucht, ich bin nur Happy das wir abliefern konnten“, sagt der Neuzugang über den geglückten Einstand.

Auch interessant

Kommentare