Vom Leihvertrag zur Festanstellung

Maximilian Meier hat sich für neuen Vertrag beim ESVK empfohlen

Torwart Maximilian Meier beim ESVK
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Torwart Maximilian Meier macht sich schon mal abseits vom Eis mit seinem Tor vertraut.

Kaufbeuren – Manchmal muss im Sport das Glück auch ein wenig mitspielen. Hätte der ESV Kaufbeuren vergangene Saison nicht kurzfristig auf die Verletzung von Torhüter Stefan Vajs reagieren müssen und dabei auch das wohlwollende Einverständnis des EV Füssen bekommen, so wäre Maximilian Meier wohl nicht so schnell in der DEL 2 gelandet.

Der 21-Jährige packte dabei seine Chance sprichwörtlich am Schopfe und beeindruckte bei seiner Premiere gegen die Lausitzer Füchsen gleich mit einem Shut-out und drei Punkten. „Ich konnte damals ganz ohne Druck spielen, denn keiner hat etwas von mir erwartet, das hilft dir als Torwart ungemein“, schildert Meier seine Eindrücke von damals. Doch seine Leistungen, die auch mit dem damaligen Aufschwung des ESVK verbunden waren, hatten offensichtlich bei den Verantwortlichen Eindruck hinterlassen, so dass es noch am Ende der vergangenen Spielzeit die ersten Gespräche über einen neuen Vertrag gab. „Das sportliche Paket verbunden mit der Heimatnähe zu meinem Wohnort Peißenberg haben letztendlich den Ausschlag gegeben“, sagt der Torhüter, der sich beim ESVK auf jeden Fall weiterentwickeln möchte und auch noch mit einer Förderlizenz für den EV Füssen ausgestattet ist.

Trotz seinem ersten Profivertrag hat er seinen Job als Bürokaufmann noch nicht endgültig an den Nagel gehängt. „Ich habe mich mit meinem Chef darauf verständigt, dass ich noch acht Stunden in der Woche arbeiten werde. Für sein Verständnis, das er auch schon in der vergangenen Spielzeit zeigte, bin ich ihm sehr dankbar“, sagt der junge Sportler, der dies auch als kleine persönliche Absicherung sieht.

Die Sommervorbereitung hat der Torwart, wie in den Jahren zuvor, ganz individuell absolviert. „Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, doch freue ich mich schon, wenn alle Jungs wieder in der Kabine sind“, schildert Meier seine Vorfreude. Zumindest die Eingewöhnung an die neuen Kollegen fällt bei ihm in der neuen Saison weg, denn Meier wurde schon bei seiner Leihe super im Team aufgenommen. Auch die Umstellung auf neue Mitspieler in der Verteidigung sieht der Torwart nicht als großes Problem. „Daran hat man sich nach ein paar Spielen schnell gewöhnt und auch die wissen dann, wie ich ticke“, sagt der Keeper.

Seine sportlichen Ziele hat der 21-Jährige schnell umschrieben: „Verletzungsfrei bleiben und möglichst viele Spiele absolvieren“, sagt Meier, der darüber hinaus natürlich auch bei sich selbst noch Potential nach oben sieht. „Ich bin mit meinen 1,76 Meter ein verhältnismäßig kleiner Torwart, der ein Spiel lesen und abwartender reagieren muss, sonst ergeben sich für den Stürmer einfach mehr Möglichkeiten“, schildert er sein Torwartspiel.

Neu wird auf jeden Fall seine Maske sein, denn der alte Gesichtsschutz mit dem Logo des EV Füssen hat ihren Dienst quittiert. Ob es darauf eine passende Beschriftung geben wird, wollte sich der Torwart noch nicht festlegen. „Ich lege darauf keinen großen Wert“, sagt Meier, der sich mehr über ein volles Stadion freuen würde. „Ich habe die ESVK-Fans vor Jahren mal beim DEL2-Halbfinale in Garmisch erlebt, das war schon faszinierend“, beschreibt er die damaligen Eindrücke.

Thomas Schreiber

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