Torjäger mit Leidenschaft

Benjamin Maier schoss für den BSK Olympia Neugablonz schon 113 Pflichtspieltore

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Stürmer Benjamin Maier traf in seiner Karriere für den BSK schon 113 Mal.

Kaufbeuren-Neugablonz – Wenn Benjamin Maier im gegnerischen Strafraum auftaucht, sorgt der 29-Jährige stets für Gefahr. Der Angreifer des BSK Olympia Neugablonz holte sich in den Spielzeiten 2013/2014 und 2014/2015 jeweils die Torjägerkrone in der Fußball-Bezirksliga-Süd. Der Ausnahmestürmer erzielte am vergangenen Wochenende beim 3:1-Auswärtssieg bereits sein insgesamt 113. Pflichtspieltor für die Schmuckstädter. Auch in dieser Saison gehört Maier bereits mit zwölf erzielten Treffern zu den Top Fünf Torjägern.

Seit seinem vierten Lebensjahr kickt Benjamin Maier. Seine ersten Schritte machte er in Biessenhofen, ehe er dann von der F- bis zur C-Jugend bei der SpVgg Kaufbeuren seine Fußballschuhe schnürte. Es folgte ein Abstecher nach Ebenhofen. Hier ging er in der A-Jugend und im Seniorenbereich auf Torejagd. Dann ereilte ihn der Ruf nach Neugablonz. Dort erlebte er zwei für ihn sensationelle Spielzeiten, die Maier jeweils mit dem Titel „Erfolgreichster Torjäger“ krönte. „Das hat mich schon sehr gefreut. Das schaffst du nicht allein.“ Dabei überwand er die hohe Hürde als ehemaliger Kreisklassen-Akteur mit Bravour. Doch es zog ihn wieder zurück nach Ebenhofen. Auch hier traf er in zwei Spielzeiten 42 Mal. „Die Entscheidung, dann wieder für Neugablonz zu spielen, fiel mir überhaupt nicht schwer. Ich wollte nochmals höherklassig kicken. Da gab es für mich nur eine Adresse“, schlug Maier sogar in seiner Karriere Angebote aus Illertissen und Memmingen aus. „Der BSK als Verein liegt mir sehr am Herzen. Da kommt alles zusammen. Selbst das Flair im Waldstadion ist für mich etwas ganz Besonderes“, erzählt der 29-Jährige dem Kreisbote. Viele konnten seine Entscheidung, nicht höherklassig spielen zu wollen, erst einmal nicht nachvollziehen. „Der Aufwand ist mir einfach zu groß“, begründet er dies im Nachhinein. 

Anders als beispielsweise Alexander Günter, der sich in seiner aktiven Zeit bereits dreimal das Kreuzband riss, ist Benjamin Maier von großen Verletzungen verschont geblieben. An eine Zerrung oder einen Muskelfaserriss kann er sich schon erinnern. In der Jugend erlitt er einen Schlüsselbeinbruch. Selbst mit angebrochener Rippe ging er schon auf Torejagd. In seiner Karriere erlebte Maier immer wieder Höhen und Tiefen. In der Vorsaison unter Coach Günter Bayer hatte Benjamin Maier die „Seuche am Fuß“, wie er sagt. Das seien dann nicht so schöne Spiele. „Ich war im Kopf nicht so frei, sonst klappen viele Tore aus dem Effeff. Wenn es nicht klappt, muss du eben weiterkämpfen und an dich glauben.“

Maier verspürte schon immer den Drang zum Toreschießen. Seit seinen Anfängen im Nachwuchsbereich ist er Stürmer mit Leidenschaft. Kein Wunder, dass der brasilianische Stürmer Neymar auch sein Lieblingsspieler ist. In der aktuellen Spielzeit traf Maier bereits zwölf Mal. Es gab schon bereits einige Partien, bei denen es mit einem Torerfolg nicht klappte. Bis auf eine Begegnung stand der Torjäger des BSK in 17 Pflichtspielen über die volle Distanz auf dem Feld. Als Tabellenfünfter liegt Neugablonz vier Punkte vom zweiten Platz entfernt. „Sicherlich ist die Landesliga bei mir immer im Hinterkopf“, verfolgt Maier zusammen mit der Mannschaft auch dieses Ziel. Ob es für diese Spielzeit reichen wird, bleibt abzuwarten. Auch in den beiden noch verbleibenden Heimspielen vor der Winterpause will der Torjäger mit der Trikotnummer 77 weiterhin glänzen.

von Stefan Günter

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