Volleyball: Obergünzburg verliert Duell in Sonthofen mit 0:3

Aus der Traum von der Meisterschaft

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Alles gegeben, gekämpft und doch verloren: Bittere Enttäuschung beim TSV Obergünzburg.

Obergünzburg – Der TSV Obergünzburg hat im Kampf um die Meisterschaft in der Volleyball-Regionalliga-Südost den Kürzeren gezogen. Sie verloren am vergangenen Samstag das Spitzenduell gegen Ligaprimus TSV Sonthofen II am Ende mit 0:3-Sätzen. Die Oberallgäuer holten sich damit die Meisterschaft, während die Günztalerinnen durch ihre Niederlage und dem gleichzeitigen Sieg des SV Mauerstetten auf Rang drei abgerutscht sind.

„Sie waren einfach besser“, so Mannschaftsführerin Miriam Amann nach der bitteren Niederlage. Sonthofen sei besser aufgestellt gewesen. Im Übrigen stand ein völlig anderes gegnerisches Team als noch in der Vorrunde auf dem Parkett. Mit mehreren Ex-Bundesliga-Spielerinnen trat der Spitzenreiter bei ihrem finalen Duell an, überließ somit nichts dem Zufall. Für sie ging es um alles oder nichts. Mit großem Tempo gingen die Gastgeberinnen in den ersten Satz. Sie führten zwischenzeitlich schon mit 8:0, ehe erst Obergünzburg so richtig ins Spiel fand. „Die Anfangsphase haben wir voll verpennt. Wir konnten uns aber dann wacker rankämpfen“, so Trainer Walter Borst, der auch bei diesem entscheidenden Duell die Erste nicht im Stich ließ. „Wir waren anfangs zu sehr verhalten und leicht nervös“, erzählt der Übungsleiter im Nachgang. Obwohl sich sein Team nie aufgab, ging Durchgang eins mit 25:22 an Sonthofen. 

Auch im zweiten Satz drückten die Oberallgäuerinnen den Gästen ihren Stempel auf. Zwischenzeitlich führten sie wieder mit 15:9 und holten sich auch in der Folge den zweiten Satz mit 25:20. „Sonthofen war im Angriff und im Block einfach besser“, resümiert Borst und macht deutlich: „Sie haben ihre beste Mannschaft gegen uns gestellt.“ Wie knapp dieses Spitzenspiel verlief, zeigten beide Teams besonders in Durchgang drei, der denkbar knapp mit 24:26 aus Sicht der Gäste verloren ging. Obergünzburg kämpfte sich immer heran, konnte sich aber nie absetzen. 

„Wir haben in diesem Match einfach die Bigpoints nicht gemacht. Hier war uns Sonthofen immer etwas voraus“, betont Walter Borst. Das letzte Quäntchen Glück habe auch gefehlt. „Es ist auch überhaupt keine Schande gegen dieses Team verloren zu haben. Wichtig war, dass wir uns nicht haben abschlachten lassen.“ Die Enttäuschung war zwar nach dem Spiel beim gesamten Team sehr groß, legte sich aber wieder. Denn Obergünzburg hat nicht in Sonthofen die Meisterschaft verloren. Laut Borst habe man schon zu vor in einfacheren Partien hier die wichtigen Punkte liegen lassen.

Obergünzburg will nun am morgigen Sonntag im letzten Saisonspiel noch Platz zwei und damit die Vizemeisterschaft erreichen. Mit dem SV Mauerstetten steht noch eine nicht ganz so leichte Aufgabe auf dem Programm. Der Aufsteiger gewann übrigens am vergangenen Samstag das Heimspiel gegen den FSV Marktoffingen mit 3:0 und schob sich an Obergünzburg in der Tabelle vorbei. Nur einen Punkt trennen beide Ostallgäuer Teams.

sg/kb

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