Ein Trio für die Deutsche

Drei Kaufbeurer Muay Thai-Kämpfer nehmen an Titelkämpfen teil

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Eva Höfler (51 kg) und Omid Safdari (75 kg) sind vorbereitet: Sie werden unterstützt durch Coach Markus Lang (links). Verletzungsbedingt kann Yasin Sevimli (2. v. re.) in Bremen nicht teilnehmen.

Kaufbeuren – Mit drei Athleten steigt der KSV Kaufbeuren am Wochenende bei den Deutschen Muay Thai-Meisterschaften in Bremen in den Ring. Neben Titelverteidiger Omid Safdari (75 kg) gibt es für Eva Höfler (51 kg) und Borhanuddin Shahzda (71 kg) derweil eine Premiere: Für beide sind es die ersten nationalen Titelkämpfe überhaupt.

Lampenfieber und Nervosität hat Safdari, Vize-Europameister von 2016, jetzt nicht, wenn er in der Hansestadt zum dritten Mal den Titel holen will. „Ich bin top vorbereitet“, zeigt sich der 24-Jährige sehr selbstbewusst. Denn nach seinen überlegenen Punktsiegen in Neugablonz (Thai Fight Night) und Donauwörth (CPI-Fight Night) ist Safdari gerüstet. Seit zwei Jahren gehört er dem A-Pool an. Sein Bestreben ist es, den Titel zu verteidigen. „Sicherlich darf ich keinen meiner Gegner unterschätzen, das wäre fatal und sehr leichtsinnig von mir“, weiß der Muay Thai-Kämpfer vom Sugrib Gym mit der Situation bestens umzugehen. Als erfahrener Kämpfer wird er auch beiden Debütanten zumindest mental den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg bzw. in den Ring geben. „Für Eva und Borhanuddin ist es das erste große Turnier. Ich weiß noch ganz genau, wie es sich bei mir angefühlt hat, als ich bei meiner Premiere einer Deutschen in den Ring gestiegen bin“.

Als amtierende Bayerische Meisterin gibt Eva Höfler ihr Debüt in Bremen. Seit Dezember bereitet sie sich schon auf ihren großen Moment vor, jetzt zum Ende kommen schon mehrere Einheiten pro Woche zusammen. „In meinem Umfeld haben Familie und Freunde Verständnis dafür“, so die 28-Jährige. Sie sei motiviert, aber auch sehr nervös. „Ich freue mich auf die Meisterschaft.“

Von Freude kann bei Yasin Sevimli derzeit keine Rede sein. Weil er sich bei der Thai Fight Night in Neugablonz den Schienbeinmuskel am Knöchel angerissen hat, kann er nicht in den Ring steigen. „Es ärgert mich sehr, weil noch etwas Hoffnung bestand.“ Sevimli investierte im Vorfeld viel. Durch die Semesterferien hatte er Zeit für seine Trainingseinheiten. Jetzt müsse er vier bis sechs Wochen pausieren, erst dann könne er mit dem Lauftraining beginnen. „Ich stecke den Kopf jetzt nicht in den Sand.“ Sevimli wird aller Voraussicht nach als Betreuer und Unterstützer in Bremen dabei sein.

Coach Markus Lang sieht in der Hansestadt Omid Safdari doch in der Favoritenrolle. „Es wird sich zeigen, ob er es schafft mit zur WM nach Mexiko zu fliegen.“ Voraussetzung ist hier aber der Titel. Er müsse sich beweisen. Geschenkt werde Safdari nichts bekommen. „Mit einer Backe kann er das nicht absitzen“, sagt Lang abschließend.

von Stefan Günter

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