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Unglückliche Niederlage in der Overtime

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Von: Thomas Schreiber

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ESV Kaufbeuren gegen Löwen aus Frankfurt.
So friedlich wie es die Löwen Frankfurt auf ihrem Trikot stehen hatten, gingen sie in den Zweikämpfen nicht mit den Jokern um. © Schreiber

Kaufbeuren – Der ESV Kaufbeuren hat das letzte Heimspiel der Hauptrunde am Donnerstagabend vor 1.452 Zuschauern gegen das Top-Team aus Frankfurt nur knapp in der Verlängerung mit 3:4 verloren. Doch der eine gewonnene Punkt kann in der Endabrechnung Gold wert sein, denn die Kaufbeurer liegen nun vor dem letzten Spieltag gleichauf mit dem EHC Freiburg im Kampf um den begehrten Platz acht.

Die Gäste aus Frankfurt überraschten bereits vor der Partie mit einem veränderten Trikot, denn wo der bisherige Schriftzug der russischen VTB-Bank auf dem Rücken der Spieler prangerte, stand nun groß „PEACE geschrieben.

Friedlich präsentierten sich die Löwen nicht, denn schon im ersten Drittel gab es eine ganze Reihe von ungeahndeten Nicklichkeiten, die die Stimmung im Stadion zusätzlich anheizten. Unrühmlicher Höhepunkt war ein Faul von Carson McMillan gegen David Diebolde. Er räumte den Kaufbeurer Nachwuchsspieler vor dem Tor ab und verletzte Diebolde dabei am Kopf. Für den jungen Joker war die Partie damit beendet.

Auch dem 1:0 für Frankfurt in der zehnten Minute ging eine umstrittene Handlung voraus. Doch insgesamt waren die Gäste im Startdrittel die klar überlegene Mannschaft. Als jedoch Max Oswald in der 17. Minute allein vor dem Tor regelwidrig zu Fall gebracht wurde, verwandelte John Lammers den fälligen Penalty-Schuss zum 1:1-Ausgleich.

In der 24. Minute gab Lammers dann die Vorarbeit zum 2:1 von Tyler Spurgeon. Nun war zu spüren, dass die Frankfurter einen Gang zugeschalten hatten und so kamen der 2:2 Ausgleich, sowie die neuerliche Führung bis zur 30. Minute nicht von ungefähr. Gerade einmal 90 Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, da konnte Yannik Burghart im Powerplay den 3:3-Ausgleich erzielen. Es folgte ein offener Schlagabtausch von beiden Mannschaften bei dem der ESVK oftmals das Glück des Tüchtigen zur Seite hatte.

Bange Momente mussten die Joker in der 54. Minute überstehen, als Markus Lillich auf die Strafbank geschickt wurde, doch in dieser Phase wuchs Torhüter Maximilian Meier über sich hinaus. Auf der anderen Seite zischte ein verdeckter Schuss von Mikko Lehtonen knapp über die Querlatte der Gäste und so musste die Partie in der Overtime entschieden werden. Dabei hatten der ESVK wie auch die Frankfurter Löwen ihre Chancen, doch letztendlich entscheid ein Alleingang von Adam Mitchell in der dritten Minute der Nachspielzeit die Partie zu Gunsten der Gäste. Dennoch gab es nach dem Spiel viel Applaus von den Rängen, denn der ESVK hat sich an diesem Abend gegen ein Top-Team der Liga hervorragend geschlagen.

Zum letzten Hauptrundenspiel müssen die Joker am morgigen Samstag um 19.30 Uhr in Selb antreten. Erst nach dieser Partie wird entschieden sein, ob der ESVK oder der EHC Freiburg den begehren achten Platz einnehmen wird.

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