Rück- und Vorschau

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Dieter Zimmermann.

Kaufbeuren – Das neue Jahr ist zwar schon einige Tage alt, doch auch während der Feiertage war mächtig Betrieb mit Trainer Ladislav Cerman auf der Tatami-Matte des TV Kaufbeuren. Grund ist die Vorbereitung einiger Athleten auf das erste Highlight im Jahr 2017, das Ranglistenturnier in der Altersklasse U21. Der Kreisbote hat mit Judo-Abteilungsleiter Dieter Zimmermann nochmals auf das vergangene Jahr zurückgeschaut und blickt mit ihm voraus.

Das Judojahr 2016 ist vorüber. Wie lautet Ihr persönliches Fazit?

Zimmermann: Wir haben den Schwerpunkt auf die Altersklasse U15 gelegt, weil die Verletzungsquote der Athleten in der Klasse bis U18 und U21 zu groß wurde. Erfreulich war aber nach seiner Rückkehr der erste Platz von Jakob Hartmann bei einem Sichtungsturnier des Deutschen Judo-Bundes. Positiv ist aber, dass die nächsten Athleten wie u.a. Nicolas Hartmann nachrücken. Er holte im abgelaufenen Jahr als einziger den Süddeutschen Meistertitel, wobei aber bei den Bayerischen ein kompletter Medaillensatz von Gold bis Bronze als Gewinn verzeichnet wurde.

In vielen Vereinen sind Flüchtlinge sehr aktiv. Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Abteilung gemacht?

Zimmermann: Wir haben mehrere Flüchtlinge in den Abteilungen. Mit Sayed Hamed und Jawad Ahmad sind zwei extrem tüchtige Judoka in unseren Reihen. Beide stammen aus Afghanistan. Ahmad ist zweifacher afghanischer Meister und eine Rakete. Er kämpft im ersten Jahr U21. Wir hoffen, dass er es auf den Turnieren weit bringt. Schon sein Trainingsfleiß ist enorm. Selbst menschlich ist er für die Judoabteilung eine große Bereicherung.

Welche Rolle wird weiterhin der Breitensport einnehmen?

Zimmermann: Wir sind in der Umgebung weiterhin der einzige Verein der Breitensport in dieser Form anbietet. Wir haben viele Erwachsene, die dem Judosport nachgehen, aber keinen Wettkampf bestreiten möchten. Da bieten wir ihnen eine besondere Plattform. Auch bei den Jüngeren haben wir um die 30 Judoka, die noch nicht in den Leistungssport gewechselt sind. Dass unsere Arbeit weiterhin stimmt, haben wir durch viele Titel bei den schwäbischen Meisterschaften gesehen.

David Karle und Lisa Dollinger wurden im vergangenen Jahr zu den „Sportlern des Jahres“ ausgezeichnet. Gehört dies auch zu den größten Auszeichnungen des TVK?

Zimmermann: Mit Sicherheit. Wir haben dadurch auch einen enormen Zulauf bekommen. Das ist auch schöner Nebeneffekt. Beide müssen sich nun auf die nächsten Wettkämpfe vorbereiten. Aufgrund ihrer langwierigen Verletzungsphase können wir nicht gleich von Anfang an viel erwarten. Ich bin aber zuversichtlich, dass beide aber bei den Deutschen Meisterschaften wieder eine wichtige Rolle spielen werden.

Was bringt das Judojahr 2017?

Zimmermann: Wir wollen in der Altersklasse U21 natürlich viele Medaillen holen. Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass auch Nicolas Hartmann auf bayerischer Ebene in der Altersklasse U18 was bewegen wird. Selbst bei den Athleten in der U15 sind wir immer für Medaillen und Überraschungen gut. Im Endeffekt hoffen wir diesmal auf ein verletzungsfreies Jahr. Denn wenn wir und die Sportler gesund sind, dann kommen auch die Erfolge.

Das Interview führte Stefan Günter

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