Über Grenzen gehen

Gelingt dem BSK gegen Kaufering der erste Saisonsieg?

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Da war die Welt für Alessandro Mormina (rechts) noch in Ordnung. Im Pokal gab er vor einigen Wochen seine Premiere, jetzt ist er wieder verletzt.

Kaufbeuren-Neugablonz – Der BSK Olympia Neugablonz wittert am achten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga-Süd den ersten Sieg. Nur ganze zwei magere Punkte sind bisher auf dem Konto der Schmuckstädter, die daheim gegen den FC Heimertingen (2:2) und zuletzt gegen den FC Wiggensbach (1:1) Zählbares erreichten. Und genau die Partie gegen die Oberallgäuer, als der BSK ganz nah am ersten Sieg war, soll der Maßstab sein, um den VfL Kaufering am Samstag, 1. September im Waldstadion in die Knie zu zwingen. Die Partie wird um 15.30 Uhr angepfiffen.

Es dürfte wieder eine Gedulds­probe sein. Denn zum wiederholten Mal muss Cheftrainer Günter Bayer nicht nur improvisieren, sondern auch eine weitere neue Aufstellung aus dem Hut zaubern. „Der Einsatz von Sandro Reichert nach seinem Arbeitsunfall ist leider sehr fraglich“, hofft er aber insgeheim, dass Christoph Sax und Michael Uhrmann nach ihrem Urlaub wieder angreifen können.

Dennoch reißen auch die Hiobsbotschaften beim BSK nicht ab. Eugen Erhart, der aufgrund der prekären Situation beim Tabellenletzten ausgeholfen hat, verletzte sich beim 0:4 gegen den Kissinger SC und fällt aus. Leider momentan kein Thema ist Alessandro Mormina, der nach seiner langwierigen Knieverletzung zwar wieder ins Team zurückkam, aber erneut auftretende Schmerzen zwingen den 22-Jährigen zu einer Zwangspause.

Der VfL Kaufering stieg in der vergangenen Saison in die Bezirksliga-Süd auf. Während es daheim einen 3:1-Sieg gab, trennten sich beide Teams auswärts torlos 0:0. Die Oberbayern liegen derzeit mit acht Punkten auf Rang neun. Dass der VfL nicht zu unterschätzen ist, beweist der 3:2-Auswärtssieg beim Landesliga-Absteiger TV Bad Grönenbach.

„Für uns ist es entscheidend, ob meine Spieler bereit sind, sich auch mal in einem Spiel weh zu tun. Das heißt schlicht: Über die körperlichen Grenzen gehen, wie sie es schon gegen Wiggensbach getan haben“, sagt Bayer. Zwar habe man beim letzten Auswärtsspiel in Kissing eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, doch in den zweiten 45 Minuten habe dann der entscheidende Biss gefehlt, der dann zur 0:4 Niederlage führte. „Wenn es dann nicht mehr so läuft, geht der Kopf runter“, führt Bayer aus.

Gegen Kaufering soll es Neugablonz nun richten. Doch der 65-jährige Übungsleiter gibt zu bedenken, „dass der Gegner einen technisch hervorragenden Fußball spielt. Wir können mit Kampf und Zweikampfstärke dagegenhalten, müssen also eng am Mann sein und die Räume zumachen“. Er hofft dabei auf die großartige Unterstützung der Fans und Anhänger des BSK. „Wenn wir uns ins Zeug legen und fighten, dann verzeihen uns die Besucher auch einen Fehler.“

von Stefan Günter

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