Joker bleiben weiter ohne Erfolg

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Nach zehn verlorenen Spielen in Folge ist für Mike Muller und seine Joker guter Rat teuer.

Kaufbeuren – Nur ein Spiel hatten die Kaufbeurer Joker letztes Wochenende zu absolvieren. Sie setzten ihre negative Serie fort und gingen nun schon im zehnten Match in Folge als Verlierer vom Eis. Dabei empfingen sie am Sonntag die ebenfalls seit fünf Spieltagen sieglosen Fischtowns Pinguins aus Bremerhaven.

Nach einem guten ersten Drittel mit einer 3:0-Führung brachen ab dem zweiten Abschnitt alle guten Vorsätze der Joker zusammen und die ebenfalls in einer Negativphase befindlichen Nordlichter kamen zu einem Dreipunkteerfolg und dem Ende ihrer Durststrecke. Nun hat Weißwasser in der Tabelle aufgeschlossen und ist punktgleich mit dem ESVK, fünf Punkte dahinter steht Freiburg bereits auf der Überholspur.

Spiel in Dresden abgesagt 

Das Team des ESVK war bei seiner Anreise zum Punktspiel in Dresden schon kurz vor dem Ziel, als die offizielle Absage der Partie durch die Ligenleitung erfolgte. Grund war der Fund einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. In einer der Eisarena nahegelegen Baustelle trat die Bombe zu Tage, selbst die unmittelbare Entschärfung hätte einige Stunden gedauert und deshalb wurde die Partie abgesagt. Der Nachholtermin für dieses Match wurde noch am gleichen Abend vereinbart. Der ESVK tritt am Dienstag, den 26. Januar bei den Eislöwen Dresden an.

Bremerhaven zu clever 

Die Ausgangslage versprach im Vorfeld Spannung. Die Fischtown Pinguins kamen mit einer 2:6-Heimklatsche gegen Riessersee am Freitag ins Allgäu, dagegen gingen die Joker durch den spiel­freien Freitag ausgeruht in das Zweitligamatch. Im ersten Drittel schien sich das noch auszuwirken, denn durch drei Treffer von Mitch Versteeg (2) und Josh Burnell schien sich endlich die sportliche Wende anzubahnen.

Doch wie so oft kamen die Kaufbeurer ohne den vorher gezeigten Biss aus der Kabine. Die Gäste glichen im zweiten Drittel die Partie aus und als in der 48. Minute das 3:4 für die Pinguins fiel, glaubte fast keiner der nur 1139 Zuschauer noch an ein Aufbäumen der Joker. Hauptmanko war wieder einmal das planlose Überzahlspiel, nach nunmehr 39 Spieltagen ist keinerlei System erkennbar, es hapert schon am Aufbau.

Freitag Heimspiel gegen Heilbronn 

Durch das Nachholspiel am Dienstag in Dresden sind die Joker nun zu einer „englischen Woche“ bestimmt. Mit den Heilbronner Falken kommt ein in dieser Saison unbequemer Gegner nach Kaufbeuren. Dreimal gewannen die Falken bisher gegen die Joker, zweimal davon in der Verlängerung. Zwar sind die Neckarstädter Tabellenletzter der DEL2, doch die Joker taten sich in dieser Spielzeit mehr als schwer gegen sie. Auch mit ihrem vor Wochen verpflichtete neuen Torhüter Eric Hartzell gingen die Punkte an die jeweiligen Gegner. Insgesamt neun Punktspiele verloren die Falken zuletzt in Folge. Ausgerechnet am letzten Sonntag beendeten sie diese Negativserie und siegten gegen Kassel.

DNL-Team holt auswärts vier Punkte 

Während auf der Torhüterposition Entspannung eintrat, verlagerte sich die Grippewelle nun auf den Feldspielerkader, darüber hinaus waren einige Spieler angeschlagen. Trotzdem verlief das Wochenende erfolgreich für das DNL-Team. Beim EC Bad Tölz lieferte sich der ESVK ein heißumkämpftes Match, welches erst in der Verlängerung entschieden wurde. Mit 5:4 hatten die Gastgeber dabei mehr Glück.

Dabei war der Auftakt für die Kaufbeurer optimal, denn zur ersten Pause führten sie durch Treffer von Timo Schirrmacher (2), Thomas Heger und Simon Weingartner schon mit 4:1 Toren. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels schied Simon Weingartner mittels einer Spieldauerdisziplinarstrafe aus. Die Gastgeber glichen in diesem Drittel mit drei Toren aus. nach einem torlosen letzten Durchgang hatten die Tölzer in der Overtime mehr Glück und sicherten sich so vor 79 Zuschauern den 5:4 Sieg.

Drei Punkte gab es dafür für die Jungs von Trainer Juha Nokelainen am Sonntag in Rosenheim. Schon im ersten Drittel stellten die Kaufbeurer die Weichen auf Sieg. Anhand von Treffern durch Timo Schirrmacher (2), Tim Wohlgemuth und Thomas Wolter führte der ESVK schon mit 4:2 Toren. Im letzten Drittel erhöhten dann vor 60 Zuschauern Thomas Heger und Jonas Wolter zum Endstand von 6:2 für das U 19-Team des ESVK. Mit nunmehr 60 Punkten belegen die Kaufbeurer Rang Fünf der DNL.

von Werner Mayr

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