Saisonabbruch und weiter?

Vereine können sich zwischen zwei Varianten des BFV entscheiden

Fußball
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Der BFV bietet zwei Varianten zum Umgang mit der abgebrochenen Saison und Ostallgäuer Vereine geben ihre Stimme ab.

Landkreis – Wie geht es nach dem Saisonabbruch weiter? Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat am vergangenen Wochenende die einzelnen Bezirke im Freistaat in Videokonferenzen informiert. Bis morgen um 10 Uhr sind alle Vereine aufgerufen, ihre Stimme virtuell abzugeben. Primär geht es nur um zwei mögliche Szenarien.

In Variante eins können die Vereine für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele votieren. Die zweite Variante sieht vor, dass es nur Aufsteiger und keine Absteiger gibt. Der Saisonabbruch sowie die für beide Varianten notwendige Tabellenreihung ergibt sich in jedem Fall aus der Regelung der Spielordnung in Paragraf 93. Schon im Vorfeld hatte der BFV seine Hausaufgaben erledigt. „Wir haben die Tabellen mit den Auswirkungen veröffentlicht. Kein Verein sollte hier überrumpelt werden“, so der schwäbische Bezirkschef Dr. Christoph Kern.

Für Florian Sprenzel sei die Variante eins die fairste Lösung. Der Abteilungsleiter des FC Thalhofen will keine Aufstockung mit insgesamt 20 Vereinen in der Bezirksliga-Süd. Hinzu kommt, dass es in der kommenden Saison fünf Direktabsteiger geben wird. Erst zu Beginn der Saison 2023/24 wird es wieder regulär 16 Teams geben. „Sicherlich sind wir nicht betroffen. Dennoch ist es für uns Amateure nicht zumutbar 38 Punktspiele zu absolvieren“, so Sprenzel.

Ebenfalls für Variante eins entscheidet sich der SV Stöttwang. In der Tat hätte sich der Tabellenvorletzte der Bezirksliga-Süd für Variante zwei entscheiden können, doch der SVS hatte schon frühzeitig signalisiert, absteigen zu wollen. „Wir entscheiden uns für die erste Variante, weil wir nicht wollen, dass sämtliche Ligen aufgebläht werden. Das macht keinen Sinn“, argumentiert Stöttwangs Abteilungsleiter Michael Müller.

Ähnliche Töne schlägt auch der SVO Germaringen an, der sich klar für Variante eins ausgesprochen hat. „Auch uns betrifft es nicht. Dennoch hätten wir dadurch wieder zwei Mannschaften und vier Spieltage mehr“, verweist Oliver Baumann, Ressortleiter für den Seniorenbereich, besonders auf die Englischen Wochen. „Es zieht sich dann runter bis in die zweite und dritte Mannschaft. Wir haben einige Studenten, die nur am Wochenende zur Verfügung stehen“, begründet er. Insgeheim hofft er, dass die Variante eins mehr Befürworter hat. Hintergrund ist auch, dass bei der anderen Variante weitere Fahrten bei Auswärtsspielen in Kauf genommen werden müssen.

„Ich bin froh, dass sich die Vereine ihre Gedanken machen. Wir werden es allerdings nicht schaffen, für alle eine zufriedenstellende Lösung zu finden“, so Christoph Kern. Der Bezirkschef habe dafür Verständnis und werde jede Lösung mittragen. Würde sich die Mehrheit aller teilnehmenden Vereine für die Variante zwei entscheiden, ist ein außerordentlicher Verbandstag vonnöten. „Wir werden jedes Meinungsbild akzeptieren“, so Kern.

Über den Ausgang der Abstimmung berichtet der Kreisbote in der kommenden Samstagsausgabe und online unter www.kreisbote.de.

Stefan Günter

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