Fußball-Landesligist blamiert sich beim Aufsteiger Ichenhausen mit 1:5

Klassischer Fehlstart für die SVK

+
Durch die Bank lief bei der SpVgg Kaufbeuren in Ichenhausen nichts zusammen.

Kaufbeuren – Kaufbeurens zweite Niederlage infolge in der Fußball-Landesliga-Südwest sorgt für Katerstimmung.

Dem 0:4 bei der Heimpremiere gegen den FC Gundelfingen, folgte nun am Sonntag eine deftige 1:5-Packung beim SC Ichenhausen. Gegen den Aufsteiger war die SVK ohne Elan. „Das einzig Positive hier war das schöne Wetter“, kann sich Teammanager Thomas Motzer in keinster Weise diesen Auftritt erklären. „In der Vorbereitungsphase sah unser Spiel besser aus, jetzt passt überhaupt nichts zusammen“, ist er wohl nicht der Einzige, der nach einer Erklärung sucht.

Eine Ursache könnte auch das Trainingslager eine Woche vor Saisonbeginn sein. Unterm Strich ist es ein klassischer Fehlstart für die SVK. In Ichenhausen gelang dem Gastgeber gleich mit der ersten sehenswerten Aktion in der 15. Minute das 1:0. Dominik Fabinger haute die Kugel volley über Torwart Dennis Motzer hinweg. Kaufbeuren wirkte darauf etwas verhalten und brachte wie schon gegen Gundelfingen nichts Zählbares zustande. Auch nach einer halben Stunde war Ichenhausen etwas tonangebender. Kaufbeuren tastete sich zwar Richtung gegnerisches Tor, doch Fehlpässe und zu lang geschlagene Pässe prägten das Offensivspiel der Gäste. In der 32. Minute fälschte Kapitän Benjamin Kleiner einen Schuss von Sebastian Hofmiller so ungünstig ab, dass dieser unhaltbar durch die Beine von Torwart Motzer zum 2:0 für Ichenhausen ging. Die SVK gab sich nicht auf, wurde in der Folge spritziger, doch zu einem Torerfolg wollte es nicht kommen. Stattdessen nutzte Sebastian Hofmiller in der Nachspielzeit (45. + 1) einen Abwehrfehler auf Seiten der SVK knallhart zum 3:0 aus.

Zur Pause reagierte Coach Fred Jentzsch. Für Alexander Schmidbauer und Furkan Kircicek kamen Matthias Vetter und Dominik Gröger ins Spiel. Trotz des Rückstandes hatten nun die Gäste etwas mehr vom Spiel. Ichenhausen zog sich zurück, setzte nur auf Konter. Ein weiterer Treffer geht wieder auf einen individuellen Fehler seitens der SVK-Abwehr zurück. Maximilian Fiedler hatte in der 65. Minute keine Mühe das 4:0 für den Aufsteiger zu machen. Kaufbeuren erwies sich für Sebastian Hofmiller wohl als attraktiven Gegner. Der 26-Jährige erzielte in der 85. Minute seinen dritten Treffer und bereits sein fünftes Saisontor. Dominik Gröger gelang beim Stande von 5:0 nur noch der Ehrentreffer (87.).

„Es war eine erschreckende Leistung. Wir haben uns im Vorfeld viel vorgenommen, aber am Ende nichts umgesetzt“, so Cheftrainer Fred Jentzsch, der natürlich vieles hinterfragen muss. „Einfachste Bälle, Pässe kommen nicht an. Und der Gegner bestraft unsere Fehler eiskalt. Da kannst du doch nur mit dem Kopf schütteln“, fällt die Bilanz beim Aufsteiger natürlich ernüchternd aus. Selbst Co-Trainer Martin Prediger kann der Partie in der Fremde nichts Positives abgewinnen. „Wir bekommen in zwei Spielen neun Gegentore. Das ist völlig untypisch für uns“, ist auch für ihn eine Aussprache und eine Analyse Konsequenz nach drei Spieltagen. Nur gegen die Sportfreunde aus Dinkelsbühl brachte Kaufbeuren zu Saisonbeginn eine ansprechende Leistung auf dem Platz. Auffallend ist, dass bereits in den drei zurückliegenden Partien die SVK jedes Mal einen Rückstand hinterherlaufen musste.

Was noch bei den Mittelfranken mit einem Punkt belohnt wurde, konnte sowohl gegen Gundelfingen als auch in Ichenhausen nicht mehr aufgeholt bzw. auch kompensiert werden. „Wir haben ein junges Team. Es scheint so, als ob sie nach einem Gegentor unsicher werden“, sucht Co-Trainer Martin Prediger nach Ursachen für den Fehlstart. Derzeit liegt Kaufbeuren mit einem Zähler auf dem vorletzten Rang. Nur Ottobeuren ist mit Null Zählern schlechter platziert als die Ostallgäuer. „Fakt ist: Wir haben noch keine Kontinuität in der Mannschaft, trotz des großen Kaders von rund 20 Mann“.

Ziel sei es erst einmal die Jungs wieder aufzubauen. Mit dem FC Affing wartet bereits am kommenden Samstag im heimischen Parkstadion der nächste schwere Gegner. Der Bayernliga-Absteiger siegte am dritten Spieltag gegen Schlusslicht Ottobeuren mit 1:0 und feierte darauf seinen ersten Saisonsieg. Dass auch Mering und Gundelfingen nach zwei Siegen infolge Feder ließen, lässt Coach Fred Jentzsch völlig kalt. „In der jetzigen Phase haben wir keinen Grund auf andere Teams zu schauen. Wir haben genug Baustellen“.

Von Stefan Günter
sg

Auch interessant

Meistgelesen

Wiederaufstieg geschafft
Wiederaufstieg geschafft
Etappenziel erreicht
Etappenziel erreicht
Die Besten unter sich
Die Besten unter sich
Veränderungen wagen
Veränderungen wagen

Kommentare