Vier Spiele, kein Tor

Stöttwang bleibt Letzter – Neugablonz verliert gegen Aufsteiger

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Stöttwangs Coach Marco Schmitt und sein Team warten seit 360 Minuten in Folge auf ein Tor. Der Aufsteiger liegt mit null Punkten am Tabellenende.

Stöttwang/Kaufbeuren – Keine Punkte hat es für den BSK Olympia Neugablonz und Schlusslicht Stöttwang gegeben. Während der Aufsteiger überhaupt noch auf seine ersten Punkte in der Fußball-Bezirksliga-Süd wartet, sind die Schmuckstädter durch ihre zweite Niederlage in Folge vom zweiten auf den vierten Platz abgerutscht.

„Der Knackpunkt war der dritten Gegentreffer“, hebt BSK-Kapitän Mathias Franke hervor und verweist dabei auf einen individuellen Fehler in der eigenen Hintermannschaft der Neugablonzer. Fränki Rajc erzielte erstmalig die 3:2-Führung für den TSV 1862 Friedberg. Dabei verlief das Spiel zuvor ganz nach dem Geschmack der Gäste. Schon in der vierten Spielminute klingelte es im Kasten der Friedberger, als Franke zum 1:0 traf. Obwohl der TSV durch Marcel Pietruska (21.) ausglich, schaffte Neuzugang Drazen Jelic drei Minuten vor dem Pausenpfiff die 2:1-Führung.

Nach der Pause gab es nicht die erwünschte Reaktion der Schmuckstädter. „Wir haben leider nicht unser gewohntes Spiel aufziehen können. Unterm Strich haben wir als Mannschaft zu wenig gemacht“, hätte sich Mathias Franke eine Woche nach der Saisonpleite gegen den TV Erkheim dann doch eine Reaktion des Teams gewünscht. Wieder einmal war es Schlussmann Dennis Starowoit, der den BSK phasenweise im Spiel hielt. So auch in der neunten Spielminute, als Marcel Pietruska per Elfmeter am 30-Jährigen scheiterte. „Wäre Dennis nicht dagewesen, hätten wir die Partie noch höher verloren“, so der Kapitän in seiner Analyse. Zu allem Überfluss gab es erneut eine Rote Karte. Zoran Vrbanic wurde vom Unparteiischen in der 68. Minute des Feldes verwiesen. Schon gegen Friedberg fehlte Dorijan Ozvald, der im Heimspiel gegen Erkheim mit Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Ozvald wird noch im kommenden Heimspiel gegen den FC Heimertingen fehlen, genauso wie Vrbanic, dessen Strafmaß noch in dieser Woche verhandelt wird.

BSK-Kapitän Mathias Franke sagt vor den anstehenden 90 Minuten vor eigenem Publikum: „Unser Anspruch muss ein anderer sein. Die Partien werden härter, wir müssen uns mehr zerreißen.“ Gegen die Unterallgäuer müsse man ein Zeichen setzen und wieder zu den alten Tugenden zurückkommen. Mit 13 Punkten ist Neugablonz auf Rang vier abgerutscht, liegt jetzt drei Zähler hinter Spitzenreiter FC Thalhofen.

Noch keine Punkte

Urlaub und Verletzungspech machen die Situation beim SV Stöttwang weiterhin nicht einfach. Der Neuling ist noch nicht in der Liga angekommen. Auch im siebten Pflichtspiel gab es keine Punkte für die Ostallgäuer, die nach dem jüngsten 0:3 daheim gegen Landesliga-Absteiger seit 360 Minuten in Folge auf einen Torerfolg warten. Nichtsdestotrotz sieht Stöttwangs Spielertrainer Marco ­Schmitt Licht am Ende des Tunnels: „Trotz dieser Niederlage können wir auf dieses Spiel aufbauen, weil wir unsere stärkste erste Halbzeit absolviert haben.“ Zur Pause stand es gegen Aystetten noch torlos 0:0, ehe die Gäste nach Wiederanpfiff binnen zehn Minuten den Turbo einlegten und drei Tore erzielten. „Es war trotzdem schön, dass die Jungs weiterhin versucht haben, einen guten Fußball zu spielen“, lobt ­Schmitt und attestiert ihnen trotz der Negativserie einen starken Charakter. Weil die Mannschaft langsam wieder vollständig ist, soll es nun auch keine Ausreden mehr geben. „Gegen die Mitaufsteiger Ottobeuren und Neusäß muss jetzt endlich gepunktet werden“, fordert Marco Schmitt.

von Stefan Günter

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