Auf viertem Platz

Allgäu Rangers kämpfen um Mitglieder und Aufmerksamkeit

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André Aschenbrenner brachte es in elf Spielen auf 29 Scorerpunkte. Er ist der erfolgreichste Crack der Rangers.

Marktoberdorf – Die Saison in der Inlinehockey-Landesliga-Süd ist seit dem vergangenen Wochenende zu Ende. Den Titel sicherten sich die Skater Union Augsburg, die Allgäu Rangers Marktoberdorf schlossen die Runde als Tabellenvierter ab. Sechs Siege gingen insgesamt auf das Konto der Ostallgäuer, die ihre Heimspiele allesamt im Pfrontener Eisstadion absolvierten.

„Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pfronten hat super geklappt“, hebt Daniel Kuhn, geschäftsführender Vorstand des Hockey-Club Marktoberdorf, positiv hervor. Auch die Sponsorenakquise sei gut gelaufen, um wichtige Kostenfelder deckeln zu können. „Die Mannschaft hat trotz einiger Unstimmigkeiten immer an einem Strang gezogen“, so Kuhn im Gespräch mit dem Kreisbote.

Was den Chef der Rangers dennoch nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, „dass wir leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen. Es gab sogar Partien, da waren nur Besucher von der auswärtigen Mannschaft im Stadion.“ Nicht nur hier drückt der Schuh, sondern auch bei der sportlichen Entwicklung im Nachwuchsbereich. Die sei „stark rückläufig“, erzählt der Vorsitzende und verweist dabei auch auf die schrumpfende Mitgliederzahl. Der HCM war in der Aus- und Weiterbildung junger Spieler stets Vorreiter, doch weil Trainer aufgehört haben, viele Kinder die Doppelbelastung Inlinehockey und Eishockey nicht mehr auf sich nehmen wollen, gab es diesen Einschnitt. „Leider gab und gibt es kein florierendes Vereinsleben bei uns“, bedauert Daniel Kuhn. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass selbst die Seniorenspieler zu ihren Trainingseinheiten nach Pfronten und im Juni zusätzlich noch nach Kempten fahren mussten. Aufgrund der Zerwürfnisse mit den EV Allgäu Amigos aus Marktoberdorf musste der HCM bereits das zweite Jahr seine Heimspiele in Pfronten austragen. „Hier ist momentan unsere Heimat“, so Daniel Kuhn.

Erst nach den Sommerferien kommt der Vorstand wieder zusammen. Dann werden die Planungen für die nächste Saison aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Rangers wieder eine Mannschaft stellen. Bis Dezember muss der HCM an den Bayerischen Rollsport- und Inline-Verband melden, dann auch in der Hoffnung, dass Topspieler André Aschenbrenner den Rangers weiterhin die Treue hält. „Er tut uns schon richtig gut, weil er eine feste Stütze in der Mannschaft ist.“ Der Torjäger brachte es in elf Partien auf 29 Scorerpunkte, was in der Endabrechnung Platz vier bedeutete.

von Stefan Günter

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