Virtueller Bezirkstag der Judokas: Dieter Zimmermann und David Karle wieder in Ämtern bestätigt

David Karle
+
David Karle, Lehrbeauftragter des Judobezirks Schwaben und Coach des TV Kaufbeuren, hofft auf eine baldige Rückkehr zum Trainingsbetrieb.

Kaufbeuren – Es ist eine weiterhin prekäre Situation: Weil die Coronakrise weitere Lockerungen und Zusammenkünfte nicht zulassen, treffen sich Vereine und Verbände eben virtuell. So kam auch der Bezirk Schwaben zu seinem Bezirkstag zusammen. Auch der TV 1851 Kaufbeuren mit Abteilungsleiter Dieter Zimmermann an der Spitze nahm daran teil.

Zimmermann wurde in seinem Amt als Bezirks- und Stützpunkttrainer von der Versammlung bestätigt. Der 66-Jährige gehört weiterhin dem Disziplinarausschuss des Bayerischen Judo-Verbandes (BJV) an. David Karle zeigt sich daneben als Lehrbeauftragter für den Bezirk Schwaben verantwortlich.

Allgemein ist die Lage nicht prickelnd. Die Mitgliederzahlen beim Bayerischen Judo-Verband schrumpfen coronabedingt. Die Meldung 2021 war um 18 Prozent niedriger als noch 2020. Etwa 2000 Judoka sind im Freistaat weggefallen. Der Deutsche Judo-Bund beklagt einen Verlust der Aktiven zwischen 15 und 20 Prozent. „In Schwaben ist die Mitgliederzahl nicht rückgängig“, sagt Dieter Zimmermann. Die Kündigungswelle in größeren Städten des Freistaats ist gravierender als auf dem Land. Glücklicherweise blieb die Austrittswelle beim TV 1858 Kaufbeuren bisher aus. Die Coronakrise sorgt auch dafür, dass keine Neuanmeldungen eintreffen. Die Judoabteilung des TVK bietet derzeit bis zu viermal die Woche, von Mittwoch bis Samstag, Online-Training für den Nachwuchs an. „Wir müssen unseren Kindern weiterhin eine Perspektive geben“, hofft Dieter Zimmermann auf eine neue Form der Gürtelprüfung. Für Kinder sollte die Möglichkeit geschaffen werden, ihre Gürtelprüfung bis zum 4. Kyu, also Orange-Grün-Gurt, online abzulegen. Den Vorschlag von Dieter Zimmermann wird nun eine Kommission des BJV prüfen.

Fehlende Wettkämpfe

Aufgrund der aktuellen Geschehnisse wird es weiterhin keine Präsenzveranstaltungen geben. Auch Fortbildungslehrgänge für Trainer sind ausgesetzt. Wie in allen anderen Sportarten dürfen auch die beiden Kaderathleten des TVK, Jakob Hartmann und Roman Moltschanow, trainieren. Für TVK-Nachwuchscoach David Karle ist diese Situation ebenfalls nicht einfach. Für den ehemaligen Leistungssportler, der auch dem Nationalkader angehörte, läuten bereits die Alarmglocken. „Roman Moltschanow hat jetzt ein Jahr lang keinen Wettkampf bestritten. Das wird schon Nachwirkungen haben“, hebt Karle hervor. „Unsere Wettkämpfer haben bisher viele verlorene Monate erlebt.“ Trainingssituationen könne man nicht mit Wettkämpfen vergleichen. Karle hofft auf Maßnahmen im Sommer. Dann könnte er auch wieder MMA, eine Vollkontakt-Kampfsportart, beim TVK wieder anbieten. Von daher appelliert er auch an alle Athleten, durchzuhalten. „Ich wünsche mir, dass es bald wieder zurück auf die Matte geht. Es ist nicht auszumalen, wenn diese Situation noch länger anhalten sollte.“

Unterdessen hat der Deutsche Judo-Bund sämtliche nationalen Titelkämpfe von Mai in den Herbst verschoben. Wie eine Qualifikation oder Beschickung aussehen könne, sei derzeit offen, heißt es auf der Homepage des BJV. Die Verantwortlichen stünden schon in der Diskussion mit den Bezirken.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Großes Spektakel beim Blum-Cup Anfang September in Kaufbeuren
Kaufbeuren
Großes Spektakel beim Blum-Cup Anfang September in Kaufbeuren
Großes Spektakel beim Blum-Cup Anfang September in Kaufbeuren
Willemsen folgt auf Ellenrieder
Kaufbeuren
Willemsen folgt auf Ellenrieder
Willemsen folgt auf Ellenrieder
Einsatz und Leidenschaft
Kaufbeuren
Einsatz und Leidenschaft
Einsatz und Leidenschaft

Kommentare